Feb 18 2017

Eine “Scheißgeschichte” oder Umbau Geckomobil

Autor: Kategorie: 0 - Geckomobil

Wie ich ja schon geschrieben hatte haben es mir die VLOG’s von Sabine und Micha angetan und ich hab sie einen nach dem Anderen verschlungen.

Irgendwann bin ich dann auf diesen da gestossen:

 

Und je mehr ich schaute und schaute (ich hab natürlich auch den Bericht auf Herman‘s Seite durchgelesen) … desto mehr wurde mir klar … das ist es.

Mein kleines PortaPoti was alle zwei bis drei Tage geleert werden muss und dann auch immer in eine dafür vorgesehene Chemieentleerstation ist wirklich nicht der Bringer …
Zudem ist es unbequem tief … ich komm da in meinem Alter fast nicht mehr hoch ;-)
Und so einfach in die Duschwanne gestellt ist auch nix … bei holpriger Fahrt ist es auch schon mal umgefallen (keine Angst das ist ja mit einem Schieber zu ;-)

Also war direkt klar so ein … so ein Teil von Separett will ich auch. Und fest eingebaut muss es sein. Und auch in einer angenehmen Sitzhöhe dass ich alter Mann auch problemlos wieder aufstehen kann.

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Wegen der beengten Verhältnisse in unserem hinteren Teil der Kabine hab ich das Thema dann mit Dany durchdiskutiert … folgende Punkte haben wir beschlossen:

  • auf das Waschbecken können und wollen wir nicht verzichten
  • klappbar ist lummelig … das braucht es nicht mehr
  • Eine Dusche brauchen wir nicht … entweder sind wir am Campingplatz oder frei nach dem Rallyemotto „wer sich während der Rallye duscht fällt den anderen in den Rücken“
  • Aber dafür eine gute Toilette fest einbauen

Die komplette Toilette von Separett kam aus Platzgründen nicht für uns in Frage. Es gibt aber von der Firma einen Aufsatz den ich fest verbauen wollte.

Also erst mal die Dusche raus damit ich ausmessen konnte und in meinem Kopf ein Plan entstand.
Erst mal Chemietoilette und Duschwanne raus …

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Mal gleich zu Anfang … mein Plan ging nicht auf … musste öfter mal komplett geändert werden … da ich immer erst baue wurden auch etliche Holzteile nicht nur einmal hergestellt ;-)

 

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Aber an Ende wurde es dann doch eine funktionelle, den platzoptimalausnutzende Toilette und das Waschbecken ist jetzt auch in der richtigen Position fixiert.

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Ein wenig neuer Stauraum ist auch entstanden. Von oben haben wir endlich einen Platz damit die Wasserflaschen nicht mehr lose wie vorher in der Duschtasche umherfliegen (wir werden ja nicht nur  Teerstraßen fahren). Im Korpus der Toilette rechts unter den Flaschen ist ein kleines Fach für Konserven und Fertigspaghetti entstanden.
Unten in der Toilette ist genügend Platz für Reservetoilettenpapier und Reservestreu.

Das Ablaufrohr in der Ecke ist nicht wie man vermuten könnte ein Gestankabzugsrohr … nein weit gefehlt das ist auch nach einer Idee von den Herman’s entstanden (die haben sowas in Küche eingebaut).

Das Ablaufrohr ist ein supercooles Aufbewahrungsteil in dem absolut Huppelpistengeeignet die Toiletteneinstreu sowie andere Bad- und Hygieneartikel Platz finden

Und wer genau hinsieht wird es erkennen … ein bissel Dekadenz muss schon sein … wenn schon meine Holzverarbeitung schon nicht genau, schön und gerade ist, dann muss wenigstens die Toilettenabdeckung mit gepolstertem Kunstleder überzogen sein ;-) (das war bei der neuen Polsterung meiner Bootssitze über)

 

Da wir ja wahrscheinlich alleine unterwegs sein werden und nicht immer “Hutzele” zur Stelle sind sollten wir unsere Sandbleche schon dabei haben.
Ich lange nach einer Lösung gesucht meine alten Sandbleche von der Rallye geschickt unterzubringen. Durch das Hubdach des Geckomobil’s scheidet das Dach schon mal aus.

Die beste Lösung die ich gefunden habe sind die eh schon vorhandenen Befestigungspunkte der Diagonalstreben von den Kurbelstützen. Ich musste dazu zwar die Sandbleche etwas anpassen und mit zusätzlichen Löchern ausstatten … aber so gefällt es mir jetzt.

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Dany wird noch neue Vorhänge für die Kabine nähen …
und ich werde mich dann mal um den Isuzu kümmern … der sollte auch noch ein bissel für die Wüste aufgepeppelt werden ;-)
Nein nicht so heftig wie der Sorento damals … aber vielleicht ein paar Kleinigkeiten …

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Feb 17 2017

Routenplanung Marokko …

Autor: Kategorie: 0 - Geckomobil

Da wir mit der Fähre von Genua nach Tanger an- und abreisen werden, stehen diese beiden Termine fest. Uns bleiben dadurch ziemlich genau zwei Wochen Zeit in Marokko umherzufahren.

Je weniger Zeit zur Verfügung steht desto genauer sollten wir die Route planen … zumindest grob ;-)

Bei der Dust and Diesel Tour konnten wir uns Fes und Marrakesch jeweils bei einer Stadtführung anschauen. Marakkesch konnten wir sogar mit dem Segway erkunden.
Unser Gedanke war deshalb, dass wir unbedingt Casablanca anschauen wollten … wir haben uns dafür sogar den uralten “Dokumentarfilm” mit Humphrey Bogart aus dem Jahre 1942 angeschaut ;-)

Da aber auch soviel wie möglich Wüste und das Erg Chebbi ebenfalls auf dem Programm stehen sollte, haben wir uns nach intensivem Standardreiseführerstudium, Google Maps  und Informationen von Uwe absolut dagegen entschieden … die Strecken sind dann einfach zu lange sind und eine touristengeschwängerte Großstadt muss auch nicht wirklich sein.

Wir haben mit dem Geckomobil ein “Allradwohnmobil” mit welchem wir sicher auch ca. 4 Tage autark sein können (von duschen zu duschen ;-) und das wollen wir auch weitestgehend ausnutzen und selten auf Campingplätzen übernachten.

Über die “Herman’s” sind wir auf die Seite von Sabine und Burkhard Koch mit ihrer Pistenkuh gestossen, die mehrfach für lange Zeit in Marokko waren und dies auch in einem wirklich tollen Reiseführer dokumentiert haben.

In diesem Reiseführer haben sie über 40 Touren detailiert mit GPS Wegepunkten sehr genau beschrieben … deshalb bestellt und wenige Tage später hatte ich ihn dann.

Die beschriebene Tour “SMZ” Merzouga – Zagora werden wir uns auf jeden Fall vornehmen. Vielleicht finden wir da auch noch mehr was uns zusagt für unseren Weg in den Süden und wieder zurück. Aber diese Tour wurde als der zentrale Punkt unserer Urlaubsreise festgelegt.

Zur Einstimmung mal zwei schöne Bilder von dieser Strecke.

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von Sabine und Burkhard

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Feb 13 2017

Marokko Feelings …

Autor: Kategorie: 0 - Geckomobil

Der Termin rückt näher … aber irgendwie ist außer der Fährbuchung nix passiert.
Ok die Fährbuchung war ja auch besonders wichtig … denn jeder der mich kennt weiß … nie mehr freiwillig durch das Franzosenland fahren … die machen dir das Auto bei der Durchfahrt kaputt … und mit dem Frühbucherrabatt ist die Fähre von Genua nicht teurer als die Strecke über Frankreich und Spanien (Maut und Sprit) aber wesentlich entspannter und Autoschonender.

Aber ansonsten war aber noch nix passiert … gar nix.

Aber mein Freund Uwe, der ja immer im Internet auf der Suche nach ausgefallenen Reisezielen und Weltreisenden unterwegs ist, hat mich die Tage mit einem Link „würde ich dir auch empfehlen“ aus dem Dornröschenschlaf gerüttelt.

Die beiden überwintern in Marokko und bloggen viel von ihrer geilen Reise. Deren Video-Blogs bei Youtube hab ich alle “verschlungen” und kann nicht genug davon kriegen.

Vor allem das Video hat es mir angetan … da will ich auch hin …

Die beiden (Sabine und Micha)… bzw. die vier … (Hund Fenja und der alte Steyr Herman) haben es mir echt angetan … wahrscheinlich ist meine Sehnsucht “auch machen will” einer der Hauptgründe.

Mit den diversen Videos der beiden geht es nun an die genauere Reiseplanung …

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Feb 08 2017

Erste Reisen mit dem Geckomobil

Autor: Kategorie: 0 - Geckomobil

So jetzt war das Geckomobil mehr oder weniger einsatzbereit.

Die Kabine kann innerhalb 20 Minuten abgesetzt werden und mit etwas Übung auch in 20 Minuten wieder aufgeladen werden … ok das Aufladen hat Anfangs was länger gedauert, weil man muss schon sehr genau einparken ;-) da sind rechts und links keine 3 cm Luft.

Diese Konstellation aus Pickup und Absetzkabine ergibt zum einen die Möglichkeit mal schnell für ein Wochenende wohin zu fahren und die Kabine bleibt einfach aufgesattelt.

Genauso gut kann man aber auch in einen Urlaub fahren die Kabine am Campingplatz stehen lassen und ist mit dem Pickup während der Zeit sehr mobil.

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Wir haben das dann gleich mal am Lago Maggiore ausprobiert und die Kabine am Campingplatz in erster Reihe direkt am See abgesetzt und konnten mit dem Isuzu schöne Touren auf engen Gebirgspfaden unternehmen.

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Ich konnte mir aber mit der Kabine auch einen langersehnten Wunsch erfüllen und zum 11.11. nach Köln fahren … Das war bisher nicht drin, weil die Hotels dort schon ein Jahr im Voraus ausgebucht sind … einen Wohnmobilstellplatz findet man aber immer. Für eine Nacht tut es ja auch mal ein größerer Parkplatz denn das Geckomobil ist ja autark. Kölle Alaaf ;)

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Im Sommer letzten Jahres haben wir, innerhalb von zwei Wochen, dann eine 6000 km „Hardcoretour“ durch Norwegen gemacht. Teilweise war ich da allein unterwegs und habe am Tag 600-800 km gerissen. Für eine Woche kam dann Dany herübergeflogen und die Strecke Trondheim – Bergen haben wir dann gemütlicher angegangen. Wir waren jedoch meist jeden Tag woanders so dass ein Absetzen der Kabine keinen Sinn gemacht hätte.

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Auf dem Rückweg habe ich dann wieder größere Tagesetappen zurückgelegt.
In Dänemark passierte dann die Katastrophe.
Aus war es mit der Autarkie …

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Irgendwo im Graben neben der Autobahn lag mein Photovoltaikmodul, keine Ahnung warum, denn es hatte ja ein Jahr und ca. 10000 km gehalten.
Nu war es weg und vom Dach hingen nur noch die Anschlusskabel.

Beim neuen Modul habe ich dann ein teureres flexibles gewählt und dieses vollflächig auf das Hubdach geklebt. Weil mir so etwas nie mehr passieren soll hab ich es kurzerhand noch mit zwei Fangseilen gesichert.

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Das Modul hat 100 Watt und wenn die Dinger nicht so teuer wären hätte im hinteren Teil des Hubdaches noch ein zweites Platz … Der Laderegler würde es hergeben.

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Feb 07 2017

Warum der Name “Geckomobil”

Autor: Kategorie: 0 - Geckomobil

Und weiter geht’s im Schnellablauf …

So nun war also beides im Sommer 2015 bei uns auf dem Hof … und der Entschluss war schnell gefällt das neue „Reisemobil“ mit einem Urlaub am Gardasee einzuweihen.

Einiges war an der Kabine anzupassen sowohl innen wie auch außen.
Aber das Allerwichtigste war jedoch die Frage nach dem Namen … Alles braucht einen Namen

Da einer der vielen Vorbesitzer die Kabine außen kunstvoll mit einer Reihe Geckoaufkleber verziert hatte und ich die erstens nicht alle abgrubbeln wollte und das Gecko ja ein sehr sympatisches Tierchen ist welches einfach jede beliebige Steigung mit seinem 4 x 4 Antrieb bewältigen kann, haben wir unserem Reisemobil den Namen „Geckomobil“ gegeben und die Kabine und den Isuzu mit zusätzlichen Aufklebern auch personifiziert.

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Ok das war jetzt die kleinste Arbeit an der Kabine aber „Einfach kann Jeder“.

Einen Teil der Außenarbeiten wurde von der Firma Tischer (der Herstellerfirma der Kabine) in Kreuzwertheim erledigt. Das waren vor allem die Befestigungspunkte für die Kabine auf dem Pickup, was ja ein echter Sicherheitsaspekt ist und jemand machen sollte der sich damit auskennt. Nebenbei wurden noch die etwas altersschwachen Aufstelldämpfer für das Hubdach ausgetauscht.

Am Isuzu durfte meine Werkstatt ein Goldschmidt Luftfahrwerk, kombiniert mit einer Auflastung einbauen. Eine Fahrt des kompletten Gefährts auf die große Waage stellte mich vor die Wahl … Dany zuhause lassen oder eine Auflastung des Fahrzeugs.

Die anderen noch notwendigen Arbeiten habe ich dann alle selbst gemacht.
Die Absetzstützen und deren Befestigungspunkte waren von einem der Vorbesitzer mal auf einen Ami-Pickup angepasst und mussten nun wieder passend für mein winziges Pickupchen angepasst werden.

Man sieht es der doch recht kleinen Kabine nicht so recht an … aber es ist so ziemlich alles vorhanden was ein Wohnmobil ausmacht. Es gibt einen Zweiflammengasherd mit einem Spülbecken, einen Kühlschrank, eine Heizung, einen Warmwasserboiler mit Gas und sogar eine Dusche mitten im „Wohnraum“.
Bei Umbauten der Vorbesitzer musste das WC einem Schrank weichen … warum auch immer.

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Im Prinzip passte eigentlich alles es gab nur zwei Dinge da musste ich unbedingt ran bevor es losgehen konnte. Die Dusche mitten in der Kabine musste weg und eine Toilette sowie ein Waschbecken her.
Das war jetzt schon eine „große“ Herausforderung diese geräumigen 7 m² (aber nur wenn man den Alkoven zu 100% mitrechnet) entsprechend dieser Vorgaben umzugestalten.
Den nachträglich eingebauten Schrank im Heck habe ich dazu wieder ausgebaut. In die freigewordene Grundfläche habe ich dann erst mal die Duschwanne eingepasst … ein Klappwaschbecken (Eigenbau) an die Wand gedübelt und ein PortaPoti in die Duschwanne gestellt. Einen Duschvorhang drumherum, um Spritzwasser abzuhalten und bei Bedarf das alles zu verstecken. Die Wände in der neuen „Dusche“ wollte ich dann mal bei Gelegenheit mit PVC auskleiden.

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Die zweite Änderung die ich vornehmen wollte, war das Elektrische. Da „musste“ ich einfach was tun. Es waren zwar schon LED Lichter verbaut und eine eigene Batterie war auch vorhanden. Die Batterie konnte zum einen mit „Landstrom“ oder mehr schlecht als recht bei der Fahrt von der Fahrzeuglichtmaschine mitgeladen werden.
Das war mir aber nicht genug denn ich will es so autark wie möglich, also sollte eine Photovoltaikanlage aufs Dach und das Laden während der Fahrt auch mit einer Ladeelektronik verbessert werden.

Ein Wechselrichter um auch mal „kleine“ 230 V zu haben wenn man nicht gerade an einem Campingplatz ist darf auch nicht fehlen.

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Nach diesen Änderungen im Energiekonzept war der eingebaute schon sehr alte Absorber-Kühlschrank beim besten Willen nicht mehr tragbar. Gas sollte ausschließlich zum Heizen/Kochen verwendet und nicht für den Kühlschrank verschwendet werden.
Also wurde dieser kurzerhand durch einen modernen Kompressorkühlschrank ausgetauscht. Der Energieverbrauch ist ungefähr 1/5 eines Absorberkühlschranks.

Das waren dann auch schon alle Änderungen die nötig waren. Jetzt noch ein Häkchen hier und dort und dann alles was wir brauchen einräumen. Fertig … Los geht’s.

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Im Laufe der Zeit, meist vor oder nach Reisen habe ich immer mal noch Kleinigkeiten angepasst und optimiert … das bleibt nicht aus.

Das nächste Kapitel wird eine Kurzzusammenfassung der Kabineneinsätze bisher sein …

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Feb 06 2017

Geckomobil … die Vorgeschichte

Autor: Kategorie: 0 - Geckomobil

OK … Ende April geht’s endlich wieder los nach Marokko. Diesmal mit dem Geckomobil.
Was ist das Geckomobil … dazu muss ich etwas ausholen …

 

Mobil unterwegs zu sein war schon immer eine Leidenschaft … Früher mal mit einem „normalen“ Wohnwagen … irgendwie wurde das wohl zu aufwendig, andere Reisen waren wichtiger – er stand mehr rum als er in Bewegung war. So schlief das Thema mobiles Reisen ein, der Wohnwagen stand nur rum und wurde schließlich verkauft.
Das ist nun schon einige Jahre her …

Wohnwagen

Eine kleine Lösung war dann für kurze Zeit ein „Billigdachzelt“ auf dem Sorento. Ok es kam dann auch ein paarmal zum Einsatz … Es ist aber eben nur ein Zelt … nur nicht direkt auf dem Boden.
Sowohl Sorento als auch das Dachzelt fanden neue Besitzer. Der Traum vom mobilen Reisen schlief wieder ein.

DachzeltSorento

Der tief in mir schlummernde mobile Reisetraum wurde wieder geweckt als ich in einer Garage bei einem Freund einen ungenutzten eingestaubten Faltcaravan stehen sah … nicht so ein Klappfix, der ja mehr Zelt als Wohnwagen ist … nein ein richtiger Rapido mit Aluminiumwänden zum auffalten wie ein Schuhkarton von Ende der 70er Jahre.
Meine Oldtimerliebhaberei gepaart mit dem wieder aufwachenden Traum vom mobilen Reisen ließen mir keine Wahl … ich musste ihn haben.

Faltwohnwagen

Ok in der Praxis kam dann die kalte Dusche … Mal geschwind wo hinfahren und kurz mal übernachten das war nicht. Selbst unter optimalen Bedingungen ( superebener Boden ) brauchte man zwei starke Männer um das Teil einigermaßen schnell aufzubauen.
Jetzt bin ich nicht wirklich der „starke“ Mann und Dany auch nicht wirklich, so dass sich dieser Faltwohnwagen nicht als das Ei des Columbus etablieren konnte.

Aber was tun, das Reisefieber war wieder geweckt.

Der erste Gedanke war eventuell ein Wohnmobil. Allerdings ist damit wieder ein Riesenaufwand und Kosten verbunden … TÜV … Versicherung … was sich eigentlich nur lohnt wenn es wirklich regelmäßig benutzt wird. Außerdem kann man mit so einem Fahrzeug im „normalen“ Alltag doch recht wenig anfangen.

Irgendwie … ich weiß nicht mehr genau wie bin ich dann auf absetzbare Wohnkabinen auf einem Pickup gestoßen.

KabineAllgemein

Die Vorteile lagen klar auf der Hand … keinerlei TÜV, keine Versicherung weil das Teil als Ladung einfach auf die Ladefläche gepackt wird. Das Fahrzeug was druntergepackt wird ist in der Regel ein Allradfahrzeug, ein Geländewagen, hoch bullig schwer. (OK ich hänge meinem Sorento immer noch nach)
Das Fahrzeug kann auch im Alltag sehr gut ohne die Kabine verwendet werden.

Die Entscheidung war also gefallen … Eine Kabine musste her.
Bei der Suche musste ich jedoch ganz schnell feststellen … eine neue (es gibt da echt schöne Teile) ist mit 30-50 k einfach nicht drin und da ist das Zugfahrzeug noch nicht dabei.

Bei der Suche nach was gebrauchten ist mir auch fast schlecht geworden was die für Preise aufrufen. Für eine total vergammelte, 25 Jahre alte Kabine wurden da mitunter 3000 EUR aufwärts aufgerufen.

Bei den verschiedenen Angeboten und auch Besichtigungen wurde allerdings das Bild von unserer zukünftigen Kabine immer klarer.

  • Nur eine einzelne Kabine kam in Frage, da meist die mitangebotenen Fahrzeuge so alt und abgefahren waren dass sie nicht mehr für den Alltag brauchbar waren.
  • Die Größe (Breite, Höhe, hinterer Überstand) der Kabine ist ein wichtiger Punkt … zu groß sollte sie nicht sein.
  • Es sollte eine „Längsschläfer“ – Kabine sein. In den Kabinen wird eigentlich immer im Alkoven geschlafen. Meist jedoch quer zur Fahrtrichtung. Das wollten wir aber nicht, weil dann immer einer von beiden zum Aufstehen über den anderen drübersteigen muss.

Für das Fahrzeug, welches ja Alltagstauglich sein sollte bedeutete dies:

  • Neufahrzeug oder junger Gebrauchter (wegen Garantie, Umweltplakette etc.)
  • Automatik (weil ich einfach nicht gerne einen Schaltwagen fahre)
  • 1 ½ Kabiner oder KingCab weil der zum Einen eine Ladefläche hat, die lang genug ist für eine vernünftige Kabine und zum Zweiten genügend Platz im Fahrzeug bietet um mal im Alltag mit etwas Gepäck unterwegs zu sein.

Also war die Richtung vorgegeben. Zuerst mal nur eine Kabine … das Fahrzeug findet sich dann schon.

Bei der Kabine war aber auch schnell klar dass es eine Tischer T120 sein sollte. Die wird so leider schon lange nicht mehr gebaut … aber von der Größe ist sie für zwei Personen echt ideal für uns und mit dem festen Hubdach (keine Zelt- oder LKW Plane) nicht so hoch und nicht so wuchtig. Man kann auch mit eingeklapptem Dach drin sitzen und das aus- und einklappen des Daches ist eine Sache von wenigen Sekunden.

Mit so klaren Einschränkungen und dann noch gepaart mit der Forderung –nichtallzuvergammelt und –nichtzuteuer war es dann schon schwer was zu finden.

Fündig wurde ich dann in der Nähe von Gera. Die dort angebotene T120 war für ihre 25 Jahre noch in einem recht guten Zustand. Der Preis war nach allem was ich so gesehen hatte mit 5500 EUR nicht gerade günstig … aber wir wissen ja … Angebot und Nachfrage.

KabineInGera

Jetzt stand ich vor einem Problem … die Kabine musste irgendwie nach Hause und einen passenden Pickup gab es noch nicht… aber mit dem W124 für die Dust and Diesel und einem Anhänger sollte das doch kein Problem sein … dachte ich.

TransportKabine

Falsch gedacht … Das Gespann hatte an der Deichsel so eine hohe negative Stützlast die eine Geschwindigkeit von über 55-60 km/h unmöglich machte … somit keine Autobahn.

Eine abenteuerliche, autobahnfreie, 400 km weite Rückreise durch den Thüringer Wald mit Steigungen, Kurven und Polizeikontrollen begann. Da will ich jetzt nicht mehr näher drauf eingehen … ich hab es fast erfolgreich geschafft diese Tour aus meinem Gedächtnis zu verdrängen ;-)

KabineZuHause

Die Kabine war zuhause und die Suche nach einem Fahrzeug konnte beginnen.

Das mit dem Fahrzeug war 2015 ganz einfach. Die Kombination 1 ½ Kabiner und Automatik konnte nur in einem Fahrzeug vereint werden … einem Isuzu D-Max. (Aktuell gibt es nun auch den Ranger in dieser Konstellation)
Dieser war dann im Gegensatz zur Kabine auch recht schnell gefunden.

Isuzu

 

Endlich konnte es ans zusammenfügen gehen :-)

Fortsetzung folgt ;-)

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Feb 04 2017

Boaw wo bleibt nur die Zeit …

Autor: Kategorie: 1 - Dust and Diesel

Nachdem es jetzt schon über ein Jahr her ist seit wir wieder von unserer Tour zurück sind wird es Zeit mal wieder zu schreiben ;)

Während der Tour haben wir zwar ab und zu was auf facebook veröffentlicht … viel war es aber auch nicht.

Nachdem ich eigentlich direkt nach der Rückkehr eine Videozusammenfassung gemacht habe (so gut ich es eben kann) habe ich mich heute dazu entschlossen dieses Video auch auf Youtube hochzuladen … vielleicht kriegt es ja mehr Klicks als die Videos von meinem Heiratsantrag 2009 ;). Die haben immerhin zwischen 167 und und 683 Aufrufe zustande bekommen.

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Dez 24 2015

Endlich gehts los…

Autor: Kategorie: 1 - Dust and Diesel

Heute geht es endlich los in Richtung Mauretanien.
Mit einem kleinen Umweg nach Tarifa.

Da es mir aus logistischen Gründen nicht möglich sein wird hier meinen Blog von unterwegs aktuell zu halten wird es hier erst nach meiner Rückkehr einen bestimmt schön bebilderten Eintrag geben.

Auf meiner Facebookseite versuche ich zumindest wenn ich unterwegs Internet habe ein paar Bilder hochzuladen und ein paar Sätze zu schreiben … Ihr seid herzlich willkommen.

Und Tschüß

 

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Nov 04 2015

Artikel in der Offenbach Post

Autor: Kategorie: 1 - Dust and Diesel

Da hab ich es doch echt geschafft ;-) und am Samstag den 31.10.2015 ist in der Offenbach Post ein Artikel über mich und die Dust and Diesel Rallye erschienen.

Auf den Artikel draufklicken dann kann man ihn ganz sehen :-)

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Okt 14 2015

Darfs ein bißchen mehr sein …

Autor: Kategorie: 1 - Dust and Diesel

… frei nach diesem Motto war ich gestern mal bei Florian und wir haben der Wüstenmerci noch ein paar extra Zentimeter spendiert. Viel hilft viel passt zumindest beim Freiraum in den Radhäusern. Ach ja und als kleiner positiver Nebeneffekt: der Benz fährt jetzt nicht mehr wie ein Benz (Schaukel-Schaukel) sondern eher wie ein Audi … auf Schienen ;-)

Nur noch mal zum Vergleich:

Orginal:                                                    Ursprüngliche                     Finale
Höherlegung ;-)                                      Höherlegung:                      Höherlegung:

Höherlegung

 

Zu guter letzt haben wir dann noch die Anhängerkupplung abgebaut. Gefühlte 100 kg Gewichtsersparnis ( ich hab sie zum Schrottcontainer geschleppt :-) ).
Die Steckdose wurde afrikanisch abgebaut … es wird doch kein Dauerplus drauf liegen … schnipp … nein kein Dauerplus drauf ;-)

 

Ja es geht dann jetzt langsam in die ganz heiße Phase. Nur noch 75 Tage … da muss jetzt noch viel passieren.

Der Dachständer mit den Ersatzreifen, Sandblechen, Ersatzkanister und Schaufel hab ich jetzt auch montiert. Die zusätzlichen Scheinwerfer (auch hier wieder: Viel hilft viel) leisten aus persönlichen Erfahrungen heraus gute Dienste beim Überholen in Afrika ;-)

“Fast” Startklar:

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Noch 75 Tage … (eigentlich nur noch 71 denn das Datum ist ja der Start der Rallye in Tarifa) … Das Kribbeln im Bauch wird größer :-)

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