Apr 26 2008
Dunerace … oder ein lehrreicher Tag
Ja heute war das Dunerace. die letzten Jahre mußten die Amateure immer nur eine Runde absolvieren. Das war in diesem Jahr erstmalig auf zwei Runden erhöht geworden.
Wir hatten uns entschlossen diese Etappe wieder mitzufahren … sollte ja einfach werden … Pustekuchen einfach war das nicht.
Vom Start weg, die ersten paar Dünen … kein Thema die waren ja noch flach. Unterwegs haben wir dann Michelle getroffen und wieder verloren. Dann kam Uwe und wir fuhren ein paar Dünen gemeinsam… plötzlich biegt er rechts ab, an einem Dünenhang entlang auf den nächsten Kamm. Ich dachte: Da komm ich nicht rum. Irgendwie steckte es tief in mir drin: Niemals schräg an einer Düne fahren, da kippt man um…
Ich weiß es nicht mehr wer mir damals (letztes Jahr) diesen Ratschlag gegeben hat … aber er saß tief.
Also wählte ich die nächste Düne geradeaus … eine relativ hohe … ich kam auch drüber, mußte aber gleich erkennen, daß es dort nicht weiterging. Also zurück aus dem Kessel. Nach mehreren Anläufen hab ich das dann auch ganz knapp geschafft. Nun stand ich aber wieder genau da wo ich vorher stand. Ein Funkspruch zu Uwe … du mußt da rechts rum. Um es kurz zu machen, ich hab mir das dann angeschaut … ein paar mal … eine Zigarette nach der anderen geraucht und immer wieder gedacht … da kippt der Dicke um. Dann meldet sich Tina und sagt: Fahr da rum, nach der nächsten Düne warte ich auf dich, dann fahren wir zusammen. Ich hab dann zu Dany gesagt, lauf mal auf den Kamm da rauf, denn wenn der Dicke schon umkippt dann reichts wenn einer drinsitzt.
Dann bin ich losgefahren … mit Vollgas, erreiche die Düne, es wird leicht schräg und ich stehe oben am Kamm.
Was war den das jetzt? Keine Sekunde das Gefühl an der Grenze zu sein… einfach so gefahren, als wenn nix gewesen wäre.
Also Dany wieder rein und dann zu Tina nach der nächsten Düne. Hintereinander sind wir dann zum CP 1 gefahren. Auf einmal fing es an mir Spaß zu machen. Vom CP 1 dann weiter in Richtung CP 2. Dann kam was kommen mußte. Einen Bruchteil zu früh vom Gas … und wir hingen fest. Ich sagte Tina sie solle weiterfahren. Und wir, wir fingen wieder an mit Schaufeln. Da kam dann wieder ein Huzele … Verhandlungen … 100 Dirham sind besser als selbst schaufeln
Bis wir frei waren kamen noch zwei andere Huzele … im unteren Bild schon zu erkennen. Die wollten uns dann auch noch den Weg zeigen.
Wir haben aber entschlossen zurückzufahren zum CP 1 und aufzuhören, denn mittlerweile war Tina auch schon ganz schön weit weg. Zurück zum CP 1 haben Dany und ich dann gemeinsam den Weg gesucht. Wir sind viel gelaufen, haben erkundet. Und wir haben es geschafft zurück zum CP 1. Dort haben wir uns den Weg um die Dünen herum erklären lassen … zum CP Finisch, da mußte die Zeitkarte ja wieder hin.
Ok also Piste um das Dünenfeld herum … und von vorne wieder rein.
Dort trafen wir dann den Iltis, der auf dem Rückweg ins Fahrerlager den Motor abgewürgt hatte und um Starthilfe bat. Wir hatten kein Kabel dabei, also blieb nur anschleppen … in den Dünen. Der erste Versuch endete damit, daß der Iltis nicht ansprang, aber der Sori bis zum Bodenblech im Sand steckte. Das sollte trotz daß wir zu viert waren eine Heidenarbeit werden. Das GPS zeigte noch 900 m Luftlinie bis zum CP Finish.
Nun meinte Dany, ich laufe mit der Karte zum Ziel, denn langsam wurde die Zeit knapp. Ich kam noch auf die glorreiche Idee ihr eine Flasche Wasser in die Hand zu drücken … wirklich nachgedacht hatten wir aber beide nicht, was 900 m Luftlinie in den Dünen bedeutet … und dann auch noch mit Helm.
Wir anderen schaufelten und hatten den Sori dann auch frei, fanden eine Runde in den Dünen wo auch der Iltis ansprang. Der Iltis wollte ja zurück ins Fahrerlager … ja und ich sollte ja mal wieder Dany einladen … irgendwo zwischen hier und dem Ziel.
Also fuhr ich los … alleine … es ging auch zwei, drei Dünen gut, und dann machte ich mal wieder den Guido. Ok jetzt alleine schaufeln … aber ich sah, daß es nicht so wild war, es fehlte nur ein kleiner Tick. Schaufel raus … als plötzlich am Horizont der Iltis wieder auftauchte … der wollte doch rausfahren … Auf pack den Gurt raus, da fehlt nicht viel, wir ziehen dich runter. Ging dann auch recht schnell, es fehlte wirklich nur ein kleiner Ruck.
Als ich dann wieder am Dünenhang runterwärts stand, meinten sie ich solle rausfahren, sie holen Dany am Ziel ab.
Ok alle meine Probleme waren beseitigt. Nur noch rausfahren und Dany war auch versorgt. Ging dann auch recht problemlos. Zurück im Fahrerlager hab ich dann erfahren (Dany kam auch grad mit dem Iltis) daß sie die Karte eine Minute zu spät am Ziel abgegeben hatte. War eigentlich nicht schlimm, weil es gab ja eh die Strafzeit.
Allerdings muß ich sagen, nie mehr sowas … 900 m sind definitiv zuviel um mal grade eben da hin zu laufen, und dann auch noch mit Helm auf dem Kopf.
Ja und dann im Fahrerlager, stand schon Tina auf den Rampen … der Tank hatte ein Leck.
Ich hab dann dem Rat von Gekko (ein ganz netter aus der Orga) folgend Christoph (Danner) gefragt, ob er mit mir mal in die Dünen fährt … ok zuerst seine Inspektion fertig machen … dann fahren wir los.
Da man niemals alleine zum “Spielen” in die Dünen fahren sollte, fuhren wir mit zwei Wagen los. Der Toyo von Fränky (fuhr im letzten Jahr auch Profi, und in diesem Jahr bei der Orga), auf dem Beifahrersitz hatte er Wick (der Beifahrer von Christoph). Ja und in meinem Dicken saß Christoph am Steuer und ich war Beifahrer.
Ich war erstaunt, was alles mit dem Sorento fahrbar war. Die Traktion (Dank der drei funktionierenden Sperren von CustomCars) und die Leistung (Dank der 180 PS von dip-tech) überraschten Christoph, das hätte er nicht gedacht, daß der in den Dünen so gut geht. Einzig der schlechte Böschungswinkel vorne fand er nicht berauschend, da man damit nicht mal eben eine steile Düne mit Schmackes anfahren konnte. (Anmerkung am Rande … wir haben da schon Pläne zum verbessern).
Es war eine sehr lehrreiche Fahrt tief hinein in die Dünen. Wir haben uns sogar mit der Hausdüne angelegt. Hat echt viel Spaß gemacht.
Mitten in den Dünen haben wir dann eine kleine Pause gemacht. Zurück sollte ja ich fahren … unter Anleitung von Christoph.
Links im Bild ist Fränky, Wick in der Mitte und Christoph rechts im Bild.
Die Rückfahrt war dann echt super … Fränky voraus, der den Weg zeigte … Christoph neben mir der mir Tips und Hinweise gab.
Es macht eben viel aus, ob man an jeder Düne anhalten muß um zu schauen wie es weitergeht, oder ob man immer schön in Bewegung bleibt, weil da jemand vorne her fährt, der mit geübtem Auge eine Strecke findet.
Ich hatte noch nie soviel Spaß in den Dünen !!!
Christoph seine Homepage findet man da.
1 Kommentar zu “Dunerace … oder ein lehrreicher Tag”
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Spannend und abwechslungsreich geschrieben, solltest mal über ‘ne Nebentätigkeit nachdenken…
Gruß Thomas