Apr 22 2008

Nador nach Missor … auf Umwegen

Autor: Guido 05:43 Kategorie: Tuareg 2008

… ok sehr müde von der vergangenen Nacht mit wenig Schlaf auf der Fähre ging es dann auf zum ersten Rallyetag. Die ersten beiden Etappen von CPS (Checkpoint Start) zu CP1 und dann zu CP2 waren Navigations- und Verbindungsetappen mit einem relativ großzügigen Zeitrahmen. Aus dem letzen Jahr jedoch wußte ich, daß es nicht ratsam ist zu viel Zeit zu vertrödeln … denn man weiß ja nicht was noch so alles kommt.

Auf unserem ersten Wegstück durch Marokko ist mir nur eines sehr aufgefallen … es war ganz schön grün. Wohl hat es in diesem Jahr sehr viel geregnet … und das merkte ich sofort im Vergleich zum letzten Jahr.

Irgendwann recht zeitig kamen wir dann an CP2 an dem die erste Wertungsprüfung begann. Also Helme auf und Motor warm laufen lassen.
Naja es kam die Etappe, an der sich wohl sehr viele Teams verfahren hatten. Natürlich auch wir. Es ist sehr schwer das richtige Maß an Fehlern im Roadbook zuzulassen, zu erkennen und dann den richtigen Weg einzuschlagen. Dies ist vor allem wenn man es zum ersten Mal macht, und alles auf jeden Fall richtig machen will nicht einfach unter einen Hut zu bringen und man (Dany) mußte dies erst lernen.

Gleich mal vorne weg, Dennis vom Team Rappelkiste hat den richtigen Weg auf Anhieb gefunden. Irgendwie muß es ihm wohl im Blut liegen :-)

Durch einen Fehler im Roadbook in Bild 182 wurde das ganze ausgelöst.

Deutet man das Bild, so soll man das Qued (ausgetrocknetes Flussbett) nach links verlassen. Wir fanden auch eine Ausfahrt, aber danach stimmte nichts mehr. Ein komplett falscher Kompasskurs. Was macht man nun in so einem Fall … wir entschieden uns zurückzufahren, bis zu einem Zeichen an dem wir uns noch 100% sicher waren und die Passage (2km) noch mal neu zu fahren. Gleiches Ergebnis … wieder passte nix.
Also wieder zurück und auf’s neue. Dieses Mal liesen wir das Bild ziemlich außer acht und orientierten uns nur nach dem Kompasskurs … und siehe da da passt es wieder … aber die Ausfahrt aus dem Qued war rechts.
Hier ist natürlich ein herkömmlicher Kompass von entscheidendem Vorteil. Dieser ist ja auch vorgeschrieben … aus Bequemlichkeit haben wir aber nur den im GPS benutzt … naja und der zeigt die richtige Richtung immer nur in Bewegung an.

Jetzt sollte uns das nicht mehr passieren. Die Fehlertoleranzschwelle ist jetzt angepasst ;-)

Am Ende dieses Tages kamen wir dann in Missour im Hotel Barroudi an, wo Ralf mit dem Servicefahrzeug schon einen schönen Platz belegt hatte. Eine kleine Inspektion haben wir da auch gemacht … bei mir mußte der Kühler und der Kompressorkessel neu befestigt werden …

Wer genau hinsieht, und die späteren Bilder von meinem Unterfahrschutz kennt, bemerkt daß er hier noch absolut heile ist.
Im Hotel gab es dann die Fahrerbesprechung, bei der immer die Beifahrer waren, weil es um die Strecke vom nächsten Tag ging. Danach gab es Abendessen.

Nach dem Essen erkennt man sofort wie anstrengend dieser Tag nach der kurzen Nacht war ;-)

Aber so ging es dann auch schnell in die Zeltlager … auf dem Dach des Hotels … Es soll zwei vom Serviceteam gegeben haben, die im Zelt im Garten des Hotels nächtigen wollten und dann von richtig großen Ameisen heimgesucht wurden :-)

Bis demnächst wenn es dann weitergeht.

1 Kommentar

1 Kommentar zu “Nador nach Missor … auf Umwegen”

  1. Joon 22 Apr 2008 at 18:54

    Nächstes Jahr fährst Du gleich nach dem normalen Kompass!

    Oder wirfst zumindest ein AUge drauf.

    Gruß

    Jo

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