Apr 18 2008
Von Almeria nach Nador …
Im Hafen von Almeria war ja sehr viel Zeit. In der Zeit wurden die technischen Abnahmen gemacht und es konnte noch ordentlich geschraubt werden. Auch an den Ex-Hutten Sorentos war noch einiges zu schrauben.

Da ich nix zu schrauben hatte … das kann man doch zuhause viel besser … habe ich mich dazu durchgerungen für Gekko von der Orga und für ein paar andere Kaffee zu kochen. Jetzt wurde erst richtig klar, daß mein System im Anhänger nicht gerade perfekt war. Es war zwar möglich das Stromaggregat anzuschmeissen und die Kaffeemaschine zu betreiben, jedoch war es schon eine kleine akkrobatische Meisterleistung von meiner Seite

Dann kam die Überfahrt. An Schlaf war nicht zu denken. So etwas hatte ich noch nicht erlebt. Ich war die ganze nacht in der Koje gelegen … hörte das Quitschen und ächzen der Fähre … und mußte an meinen Dicken denken, der bei einem so heftigen Seegang doch bestimmt nicht mehr auf seinem Platz stand.
Jedenfalls war die Aussage von Siegfried Authenried, daß er so etwas in den letzten 10 Jahren Tuareg noch nicht erlebt hatte.
Ich hätte hier auch noch gerne ein Foto reingestellt … aber Ralf hat es doch besser gefunden den Einheimischen auf der Fähre, der sich alles noch mal durch den Kopf gehen lies, nicht zu fotografieren.
Irgendwann ohne wirklichen Schlaf waren wir dann morgens doch in Nador … und dann kam das was jedes mal ein neues Abenteuer darstellt: Die Einreise mit Fahrzeug in Marokko. Ein Fiche (sprich: fisch) hier und einer da.
Das Abenteuer Rallye hatte jetzt so richtig begonnen.
Und dann das: Die Fans des Lutschershop RallyeTeam können sich nicht mehr zurückhalten. Alle wollen sie das geheiligte Fahrzeug berühren, alle haschen nach einer Autogrammkarte

Nee in Wirklichkeit wurde nur die Motorhaube meines Dicken als offizieller marokkanischer Schreibtisch zum einsammeln und austeilen von Fiches verwendet.
Das hatte aber irgendwie den Vorteil, daß ich als einer der ersten das Hafengelände verlassen konnte.
Die Wasserthematik:
Schon in der Zeit vor der Rallye bemerkte ich ständig einen Wasserverlust im Kühlsystem. Alles wurde mehrfach gecheckt … kein Wasser in den Auspuffgasen, keines im Motoröl, keine undichte Stelle zu sehen.
Nach unserer langen Anreise mußte ich in Mojacar 1,5 l Wasser nachfüllen. Und wie ich so als erster vorm Hafen in Nador stand und ausstieg … bemerkte ich plötzlich, daß der ganze Fußraum auf der Fahrerseite voll mit Wasser stand. Wo kam das her? Sollte doch die Heizung undicht sein? Nein, dann wäre es ja auf der Beifahrerseite … und Wasser fehlte auch nicht wirklich im Kühler. Ich konnte das Rätsel nicht lösen. Zwei Tage später erst habe ich die Ursache gefunden … Die Deuter-Trinkblase hinter meinem Sitz hatte eine Undichtigkeit und dort habe ich das Wasser verloren.
Zum Wasserverlust bleibt noch zu erwähnen, daß ich während der ganzen Rallye nichts nachfüllen mußte … ich denke einfach, daß der Dicke sich über die artgerechte Haltung während der Rallye so gefreut hat, daß er einfach dicht geblieben ist.
So jetzt wieder ein Päuschen … demnächst gibts wieder mehr zu lesen.
1 Kommentar zu “Von Almeria nach Nador …”
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Solltest du mal mit nach Island kommen, dann war die Überfahrt schon mal eine gute Übung