Okt 05 2008
Das Rennen – Cudouit Dan (ein perfekter Tag)
Morgens früh um 6:15 ging es für Janek, Andreas und mich bei unserem Hotel los … eigentlich keine Zeit wenn man an einem Tag ausschlafen könnte.
Wir fuhren zu Robby, bei dem wir uns um 6:30 mit weiteren Freunden von ihm treffen wollten.
Danach fuhren wir nach Litija was ungefähr 80 km entfernt war. Auf dem Weg dahin sahen wir, daß wetter.com nicht gelogen hatte … strahlend blauer Himmel und keine Wolken.

Aber was soll ich sagen, als wir in Litija ankamen lag dies genau in einem dieser Nebeltäler ![]()
Es waren jetzt so um die 10 Leute und wir warteten bei einem Kaffee auf noch ein paar Fahrer.
Im Convoi ging es dann den Berg hinauf. Aber selbst dort auf dem Berg war es noch verdammt neblig, so daß man kaum 50 m sehen konnte.
Es handelte sich um eine XXL-Lichtung mitten im Wald. Die “normalen” Fahrzeuge parkten oben am Weg, aber die teilnehmenden Fahrzeuge mußten den recht steilen Weg nach unten … Wiese … nass … schlammig.
Schon mein Versuch nach unten zu fahren scheitete kläglich … der Dicke rutschte quer den Abhang hinunter.

Es ist aber wie immer die reale Steigung kommt auf den Bildern einfach nicht raus.
Aber kein Problem … man ist hier unter Freunden … und sofort war der anderer Robby mit seinem Wrangler da um mich wieder in die richtige Richtung zu ziehen.

Nachdem ich mich dann wie auf Glatteis mit aller nur erdenklichen Vorsicht mit meinen AT-Reifen nach unten geschafft hatte und den abgesteckten Rundkurs sah war mir klar … das brauchst du noch nicht mal ansatzweise probieren.
Da wurde aber schon direkt die erste Brotzeit angerichtet … jeder hatte etwas dabei und alle teilten miteinander.

Dann wurden die ersten Testrunden gefahren und ich war mir eigentlich immer sicherer daß ich besser meinen Dicken stehen lassen sollte. Alle hatten MT-Reifen und ein alter GAZ-Geländewagen war sogar mit Traktorreifenprofil ausgestattet.

Aber wie ich so zuschaute, naja da bekam ich dann doch Lust. Einmal noch kurz nachgefragt, was passiert wenn ich eine Bande kaputt mache … nichts sie wird wieder aufgestellt. Dann war ich auch schon am Luftablassen. Und man konnte ja Proberunden drehen … ein Versuch war es ja wert.
Also nichts wie angemeldet … für die 15 Eur Startgebühr gab es zudem noch einen Aufkleber, ein T-Shirt, eine warme Mahlzeit und was zu trinken.
Robby gab mir noch den Tip … immer Vollgas. Dann meine erste Versuchsrunde. Das mit dem Vollgas war einfach gesagt, es ging den Berg in Schlangenlinien runter … und mein Bauch sagte immer nur Bremsen, langsamer. Das aber war die absolut falsche Strategie. So drehte ich mich in der ersten Runde und rutschte seitlich unter der Bande durch.

Aber man durfte ja nicht nur eine Proberunde fahren … also los auf zur nächsten. Diesesmal klappte es dann schon besser, nach vielen Tips von Robby und meinen Beifahrern wie ich eine Kurve anfahren soll … und dabei immer den inneren Feigling bekämpfen und “Gummi” und durch.
Die erste Runde war geschafft und es folgten noch mehrere, und es klappte immer besser … ich wurde auch immer mutiger.

Das Rennen sollte aus zwei Runden bestehen, die Strecke mußte einmal aus jeder Richtung durchfahren werden.
Auf was hatte ich mich da blos eingelassen.
Beim Training kippte mal die Suzi um, ein paar Reifen sprangen von den Felgen … und immer war sofort eine ganze Truppe von Leuten da, die half.
Von meinem eigentlichen Rennen gibt es keine Fotos, da hat Andreas was viel besseres gemacht … die Filme werden wohl wenn es dann mit dem Upload klappt morgen bei Youtube stehen.
Zwischen den beiden Rennen gab es Mittagessen und danach konnten dann Proberunden in die andere Richtung gefahren werden. Und wie mein Freund Uwe schon immer sagt: Besser eine kritische Strecke bergauf zu fahren war es dann auch so, daß ich in dieser Richtung die Strecke mehr als 30 Sekunden schneller schaffte als vorher.
Immer wieder standen wir zusammen redeten, meine Beifahrer aßen selbstgemachte Salami, tranken selbstgemachten Wein und selbstgemachten Schnaps. Es war ein sehr schönes geselliges Beisammensein. Wir wurden aufgenommen und jeder versuchte sich mit uns in Denglisch zu unterhalten … es klappte prima.
Bevor die Siegeehrung stattfinden sollte, war noch eine kleine “Ausfahrt” durch den Wald geplant …
Ausfahrt … sollen die vom slowenischen Kia-Forum noch einmal schreiben: “ich wäre crazy” … dann sollen sie mal hier vorbeikommen.
Die Ausfahrt in den Wald war nicht im geringsten mit Saverne zu vergleichen. Da waren tiefe Schlammlöcher, an deren Ende es fast 3 Meter steil nach oben ging (ich stand davor und dachte ohne Winde geht das garnicht). Aber es ging … mit Vollgas quälte sich der Dicke da hinauf.
Oder an einer anderen Stelle ging es ca. 10 Meter fast senkrecht nach unten … auch das erschien mir auf den ersten Blick unmöglich. Später allerdings hat es solchen Spaß gemacht daß ich es gleich nochmal gefahren bin.
Es war keine Ausfahrt in den Wald, mehr ein unkoordiniertes Toben im Wald, bei dem auch wieder Reifen von der Felge sprangen und bei einem Toyota sogar die Hinterachse brach.


Bei der Siegerehrung wurden jeweils die ersten drei von jeder Klasse mit einer Urkunde bedacht. Es gab da die Quads, Benziner und Dieselfahrzeuge. Es war ja klar, daß es mir bei 11 startenden Dieselfahrzeugen nicht auf einen Platz reichte … aber ich bekam doch eine Urkunde fürs “Kommen” mit einer Einladung für das nächste Jahr.
Ich will aber trotzdem erwähnen, daß ich mit dem 7.Platz im Mittelfeld lag und das trotz, daß es das erste Mal für mich war.
Ein wunderschöner Tag ging dann langsam zu Ende. Eine solche Gastfreundlichkeit mit der wir hier aufgenommen wurden sucht wahrscheinlich seinergleichen.
Ich war von dem Tag so begeistert, daß ich in jedem Fall und sei es nur für ein verlängertes Wochenende wiederkommen werde.
Auf der Heimfahrt mußte ich beim Aufpumpen der Reifen feststellen, daß sich in die Wulst eines Reifens Steinchen reingedrückt hatten. Ein Wechsel des Reifens erschien mir in Anbetracht der Entfernung zum Hotel als angebracht.

Mehr Bilder gibts wie immer noch in der Galerie und die Filme hoffentlich dann Morgen bei Youtube.
2 Kommentare zu “Das Rennen – Cudouit Dan (ein perfekter Tag)”
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Guido, wie immer ein toller Bericht und noch tollere Bilder. Bin beim lesen quasi mitgefahren.
Zum Thema Gastfreundschaft, wenn man eine Leidenschaft teilt sind die Grundsteine für ein gutes Miteinander schnell gelegt. Habe ich oft genug selbst erlebt.
Ich sags nur ungern: Neid !!