Nov 23 2008

Jetzt kann ich “ihn” vergessen … oder das Geheimnis

Autor: Guido 09:31 Kategorie: Vorbereitung

Heute soll das Geheimnis um meine supergeheime Mission an einem supergeheimen Ort nach meinem Werkstattaufenthalt bei CustomCars gelöst werden.

Meine Reise führte mich zum Bodensee, wo bereits Ralf, der Edelstahldesigner auf mich wartete. Wir trafen uns in der Firma ECKO um … ja was wohl … den ultimativen Unterfahrschutz auszumessen. Nachdem ja der Ladeluftkühler schon vor einiger Zeit gewichen war, und nun auch die Abschleppösen aus dem Weg waren konnte er nun endlich gemacht werden … der Unterfahrschutz, den man einfach vergessen kann, genauso wie den Tank, an den man ja jetzt auch keinen Gedanken mehr verschwenden muß … er ist einfach da und funktioniert.

An dieser Stelle muß ich nun erst mal einen großen Dank loswerden, an den Chef von der Fa. ECKO, die sich mit modernsten Maschinen der Blechbearbeitung widmet. Er stellte die zur Herstellung des neuen Unterfahrschutzes nötige Fertigungstechnik zur Verfügung. Ohne seine Hilfe wäre die Aktion nicht möglich gewesen.   Danke!

Hier also nochmal ein Bild vom Ausmessen, diesmal kann man Ralf besser erkennen :-)

Während ich dann meinen Dicken nach dem Vermessungstermin nach Hause fuhr, hat Constanze die Frau von Ralf bereits seine Skitzen mit dem Computer gezeichnet, jedenfalls als ich zu Hause ankam war schon die Email mit der Zeichnung in meinem Briefkasten.

Jetzt begannen die Diskussionen über das Material und die Stärke. Als Material haben wir hochfesten Maschinenstahl ST52 ausgewählt. Dieser hat ungefähr die Festigkeit von VA. Da der Unterfahrschutz an seinem Knick nicht mehr befestigt werden sollte, kam als Materialstärke nur 4 mm in Betracht.

Es dauerte wieder nicht lange, als mir die ersten Bilder kurz vor dem Versand ins Haus flatterten.

Vorne haben wir die 4 Bolzen als Hauptbefestigungspunkt ausgewählt. Zusätzlich sollen drei große Durchgangsschrauben zum einen für Halt sorgen, und zum Anderen sollte die Befestigung der Winde weiterhin möglich sein. Als weiteres Highlight hat Ralf den hinteren Abschluss noch um 5 cm über den Querträger gezogen. So ist auch das Lenkgetriebe gegen ungünstig liegende Steine, so wie auch bei Rückwärtsfahrt geschützt.
Ein kostengünstiger Versand für dieses große und schwere Teil wurde dann auch schnell gefunden und meine Spannung wuchs immer mehr. Noch bevor ich am Freitag von meiner Arbeit nach Hause kam war der neue Unterfahrschutz schon da.
Als ich dann am Samstag mittag von meinem Ausflug zu Maria vom Autohaus Putzlacher wieder zurückkam (ich hab meinen Carnival für Doktor Armen) abgegeben, mußte ich trotz aufziehendem Schneesturm direkt raus zu meinem Dicken, im Kofferaum der neue UFS.

Also den Dicken auf die Rampe … toll 25 kg Unterfahrschutz … und wie soll ich das alleine schaffen.
Mit einigen Hilfskonstruktionen und enormer Kraftaufwendung hatte der UFS aber dann verloren.
Ich hab zwar die langen Durchgangsschrauben noch nicht, aber dafür hab ich gleich einen der vier Bolzen abgerissen. :-(

Bei der Seitenaufnahme sieht man deutlich, daß der Unterfahrschutz jetzt keinen Absatz mehr hat und schön flach die beiden Kanten des Fahrzeugs miteinander verbindet. Unötige Löcher zur Luftzufuhr für den Ladeluftkühler sind auch nicht mehr drin. Jetzt sollte ich praktisch über die Steine drüberrutschen.

Die Verlängerung des UFS hinten, mit der zusätzlichen Abkantung wird in Zukunft das Lenkgetriebe zusätzlich schützen.

Ich denke daß ich jetzt dank Ralf und der Fa. ECKO einen Unterfahrschutz habe, den ich einfach vergessen kann. Er ist da und wird seine Aufgabe erfüllen. Eigentlich soll der UFS noch in meinem Rot lackiert werden. Das wird mir allerdings magels Zeit vor dem ersten Test in Tunesien nicht mehr reichen, denn immerhin ist noch jede Menge vorzubereiten.

Am Schluß will ich noch einen kleinen Rückblick starten … der Unterfahrschutz im Wandel der Zeit …
Ich hab sie alle noch ;-)

Ja da wäre zuerst die Position 1. Das Orginal. Made by KIA aus 0,8 mm Stahlblech. Dieser Unterfahrschutz war (bisher) die längste Zeit unterm Sorento. 1 1/2 Jahre war der aktuell und hat noch nicht mal eine Schramme abgekommen. Man muß natürlich auch sagen, daß der Sori in dieser Zeit nur ein einziges Mal auf einer nassen Wiese war … die übrige Zeit nur auf der geteerten Straße :-)

Als die Idee mit der Rallye kam, bekam ich von Max den dringenden Rat bezüglich Unterfahrschutz etwas zu unternehmen. Es sollte der UFS 2.0 entstehen.
In meiner damaligen Naivität besorgete ich mir ein Stück 3mm Stahlblech bei einem Kunden, und ließ es nach meinen Zeichnungen abkanten. Vorne wurden vier große Löcher reingebohrt, damit der Ladeluftkühler wenigstens ein bißchen Luft abbekam. Als Befestigungspunkte wurden vorne die orginalen Punkte verwendet. Nach der Rallye sah das 3mm Stahlblech aus, wie wenn man ein Stück Papier zerknäult hätte. Die vorderen Orginalbefestigungsblechwinkel waren auch dahin. Mit einem Flacheisen entstand die Version 2 A die an den vier Bolzen (8mm) befestigt war und das Blech habe ich mit einem großen Hammer etwas gerichtet.

Vor der Rallye 2008 machte ich mich dann ans Werk die Version 3.0 zu bauen. Die Befestigung erfolgte jetzt schon weiter hinten, nach den mühevoll entstandenen Lufteinlässen für den Ladeluftkühler. Bei der Materialstärke ging ich einen Schritt weiter und hab das ganze in 4mm Normalstahl ausgeführt.
Naja viel gebracht hat es nicht, denn nach der diesjährigen Rallye sah er wieder wie zerknäultes Papier aus. Die lag natürlich auch daran, daß sich mein Tempo auf der Rallye gesteigert hatte, und die mitgefahrene Strecke durch den neuen unkaputtbaren Tank von Ralf nahezu dreimal so lang war.

Und so wären wir bei unserer kleinen Geschichtsstunde bei UFS Version 4 angekommen, der ja oben schon ausführlich beschrieben wurde … und wie ich denke war es das jetzt. Es wird keine Version 5 mehr geben. ;-)

4 Kommentare

4 Kommentare zu “Jetzt kann ich “ihn” vergessen … oder das Geheimnis”

  1. Serviceteamon 23 Nov 2008 at 10:37

    das ist wieder mal Guido live, nicht mal Zeit das gute Stück zu lackieren…
    die abschreckende Wirkung auf die Steine und Felsbrocken wäre noch viel grösser…

  2. Joon 23 Nov 2008 at 13:12

    schaut sehr stabil aus.

    Wieso nicht aus V2A? Ist doch etwas zäher als St52.

    Gruß

    Jo

  3. Serviceteamon 23 Nov 2008 at 15:28

    Ob Edelstahl oder hochfester Stahl ST52 wurde gründlich ausdiskutiert, neben dem sehr deutlichem Preisunterschied gibt es keinen wesentlichen Unterschied in den Festigkeitswerten, allerdings ist die Streckgrenze von St 52 fast doppelt so hoch wie bei Edelstahl. Mit anderen Worten dieser Stahl ist noch schlechter zu verformen und sehr steif. Dadurch neigt er auch weniger zu Eigenschwingungen. Da der UFS ja (hoffentlich bald) auch noch rot lackiert wird sprach also alles für St52 und nicht für Edelstahl

    In der Vergangenheit wurde für die anderen Unterfahrschutzmodelle nur Normstahl ST37 verwendet, ich habe den Guido vor der Rallye 08 schon gewarnt das der Stahl sehr weich ist…

  4. Sturzeson 23 Nov 2008 at 16:56

    Echt schickes Teil. Zur Wahl des Stahls würde ich mich auch auf Ralf verlassen, schlieslich ist der vom Fach. ;-)
    Dann wünsch ich dir viel Spaß Guido. Ein Rat noch, mach vorsichtig auch wenn du jetzt einen fast unkaputbaren UFS hast. Re ist eben nur fast unkaputbar. ;-)

    Gruß Robert

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