Archiv Mai, 2018

Mai 30 2018

Überraschung beim Wiegen von Gecko II

Autor: Kategorie: 0 - Geckomobil

Gestern durfte der Dicke dann auf die Waage und zur Gasprüfung.
Eine positive Überraschung gab es auf der Waage.
Im Zustand wie ich ihn gekauft hatte also mit Rohbau-Kabine und vollem Dieseltank (160 l) und ohne mich hatte er damals ziemlich genau 3500 kg auf die Waage gebracht.
Meine grobe Idee war es ja … 1000 kg für den Ausbau und dann noch 1000 kg für die Zuladung … dann sind wir beim zGG von 5,5 to.

Ich muss jetzt allerdings sagen, dass ich dieses Ziel in keinster Weise berechnet habe und auch beim Bau eigentlich nie so richtig im Blick hatte. Es war immer nur eine Schätzung auf Grundlage der Listen von Dolde’s Buch „Wohnmobile selbst ausbauen und optimieren“
Ich hab einfach gebaut und ich war keinesfalls sparsam … (wie es Michael von wirsehnunsunterwegs.de in Perfektion ist)
So habe ich zum Beispiel die gesamte Innenwandverkleidung aus dem 30% schwereren (als Pappel) Linea-Sperrholz gemacht. Das war eine reine Preisfrage, denn das Linea hab ich für 1/4 vom Pappel-Preis bekommen … bei 30 m² schon ein Argument.
Die Edelstahlduschwanne ist mit einer Materialstärke von 2 mm auch hoffnungslos überdimensioniert und bringt alleine 8 kg auf die Waage.

Ja und nach dieser (chaotischen) Bauphase fehlen beim Innenausbau noch ein paar Bretter für die Schränke, der Laminatfußboden und ein paar Beschläge … ich schätze da kommen maximal noch 80 kg dazu.
Auf der Waage hatte ich allerdings schon Werkzeug und Campingequipment (ca. 100 kg) mit dabei. Da ich drei Wiegungen (Vorderachse, Gesamt und Hinterachse) gemacht habe, war auch ich mit auf der Waage.

Das Ergebnis waren 4400 kg Gesamtmasse. Alle Faktoren berücksichtigt dürfte ich deshalb mit halber Wassertankfüllung und Fahrer (weiß nicht ob der beim Leergewicht mitgerechnet wird) bei unter 4500 kg landen.
Somit wäre dann das erste Ziel erreicht.
Die Gewichtsverteilung ist allerdings noch etwas kritisch. Im Moment habe ich 2200 kg auf der Vorderachse und nochmal 2200 kg auf der Hinterachse. Bei einer zulässigen Achslast vor 2400 kg (vorne) und 3100 kg (hinten) muss ich da ein wenig aufpassen.

Bei der Gasprüfung gab es keine Probleme. Da ich nur einen Verbraucher (den Herd) habe ist die Gasanlage sehr einfach aufgebaut … und ich hab jetzt Ruhe bis im Mai 2020 😉

Die kleinen Restarbeiten sind auch erledigt, so dass es morgen nach einem guten Mittagessen auf den Weg nach Bad Kissingen gehen kann.

In der Küche hängen die extrem wichtigen Weingläser an der Wand …

Für Aschenbecher und eine vernünftige Ablage im Führerhaus ist auch gesorgt …



Für was man HT-Rohre so alles nutzen kann 😉

 

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Mai 28 2018

Fast startklar – Offroad hoch 2 und/oder Abenteuer Allrad

Autor: Kategorie: 0 - Geckomobil

Bis auf ein paar Kleinigkeiten ist das Gecko II fertig für die erste Testreise.

Die einzelnen Bereiche wie Elektrotechnik, Wasser, Küche und Trockentrenntoilette sind zumindest für die erste Testfahrt soweit fertig.
Zu jedem dieser Bereiche wollte ich eigentlich einen eigenen ausführlichen Bericht machen … Das hab ich nicht geschafft, weil mir war es wichtig am nächsten Wochenende loszufahren und da war ja noch soviel zu machen.
Die Berichte kommen noch … aber eben später.

Viele Dinge sind natürlich auch noch nicht fertig … wie zum Beispiel die Hängeschränke … aber das ist für den ersten Kurztripp auch nicht notwendig.


Sogar ein bissel Deko konnte ich noch vornehmen … ein paar Geckos im Wohnraum und ein paar Blümchen …
Auch wenn die Reise kurz ist wollen wir uns doch trotzdem Wohlfühlen 😉

Bis Donnerstag will ich noch einmal zum Wiegen fahren (ich hab kein Plan was die Kiste jetzt wiegt) und die Gasprüfung würde ich auch noch gerne erledigen.
An Einbauten bis dahin fehlt nicht mehr viel … allerdings sind die zwei offenen Punkte dafür extrem wichtig 😉

Ich brauch noch (wie an Geckinchen) einen Außenaschenbecher an der Kabine und einen Aschenbecher und Getränkehalter im Führerhaus.
Wer mich gut kennt weiß dass es ohne die beiden Dinge nicht geht. — aber das schaff ich auch noch.

Eigentlich war klar, dass die 1. Reise nach Bad Kissingen zur Abenteuer Allrad gehen soll. Jetzt bin ich aber noch auf eine zweite Veranstaltung aufmerksam geworden, die mir fast noch sinnvoller erscheint …

die Offroad² in Nieder-Moos.

Neben dem sicher sehr interessanten Austausch an Informationen ist dort wohl auch ein kleines Fahrgelände mit dabei … und was den dicken und schweren Gecko II angeht hab ich im Gelände noch überhaupt keine Erfahrungen sammeln können.
Was passiert wenn die Kiste ordentlich verschränkt … oder mal schräg steht … wie gut kommen Böschungs- und Rampenwinkel im Gelände an … Wie verhält er sich mit Allrad und Untersetzung …

Alles Fragen die ich heute noch nicht beantworten kann und die ich dort sicher austesten kann … vielleicht sogar mit fachmännischer Anleitung.

Da ich aber auch gerne zu Abenteuer Allrad wollte um dort nach ein paar Dingen Ausschau zu halten werde ich die beiden Veranstaltungen wohl kombinieren.

Am Donnerstag zur Abenteuer Allrad … Freitag auf die Messe … und danach Abflug nach Nieder-Moos für den Rest des Wochenendes.

Ich denke das ist ein guter Plan 😉

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Mai 20 2018

Standheizungen sind eingebaut … Entäuscht von Webasto

Autor: Kategorie: 0 - Geckomobil

Zuerst mal ein paar Informationen zu meinem Heizungskonzept …

Damit die Kabine warm wird habe ich mich für eine Luftheizung entschieden … der Grund war die einfachere Realisierung und der geringere Platzbedarf gegenüber einer Wasserheizung.
Aus Platzgründen (und wegen der Geräuschkulisse) sollte die Standheizung im Führerhaus des Robur eingebaut werden … vom Vorbesitzer war auch schon eine Verbindung vorgesehen.

Weil der Motor vom Robur (OM314) keine Glühkerzen hat und mit einem zähen Motoröl (20W50) befüllt ist hatte ich im Winter bei unter 10°C Außentemperatur ein wenig Schwierigkeiten beim Starten und weil ich auch warmes Wasser wollte zum Duschen hab ich mir vorgenommen zu der Luftheizung eine normale Standheizung einzubauen. Kombiniert mit einem  Elgena Warmwasserboiler und einem Dreiwegehahn sollten einige Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden.
Vorwärmung des Motors um ein besseres Startverhalten zu bekommen
Erwärmung des Wassers im Boiler über die Motorwärme (bei längeren Fahrten)
Erwärmung des Wassers im Boiler über die Standheizung (wenn ich stehe)
Da der Boiler auch eine elektrische Heizpatrone von 600 W hat kann ich auch warmes Wasser bereiten wenn genügend Sonne da ist.

So war meine Planung und ich habe mich zum einen für eine 4 kW Luftheizung von Planar entschieden. Da es im Dezember 2017 von Planar aber nur eine 12 kW Wasserheizung gab (und mir diese erschien mir zu groß) habe ich mich bei der Standheizung für eine Thermo Top Evo von Webasto entschieden.

Die Luftheizung habe ich im Führerhaus untergebracht, die Wasserheizung unterhalb der Fahrerkabine.



Die beiden Bedienpulte habe ich in die Kabine eingebaut.

Bei der Umsetzung dieses Vorhabens habe ich mich zum ersten Mal über Webasto geärgert. Während man bei Planar für kleines Geld ein neues längeres Kabel für das Bedienpult kaufen konnte, musste ich bei dem unflexiblen komplett umwickelten Kabelbaum von Webasto selbst Hand anlegen.
Nicht dass es eine große Herausforderung wäre drei Drähte zu verlängern, aber es ist einfach besser wenn alles gesteckt ist und nicht komplett zu einem Kabelbaum zusammengewickelt.

Die Versorgung der beiden Standheizungen, wie auch der zusätzlichen Kühlbox im Führerhaus kommt von der Batterie im Aufbau.
Da der Robur im Orginal einen luftgekühlten Motor hat, habe ich in den kleinen Kühlkreislauf neben der Standheizung und dem Boiler noch einen Heizungswärmetauscher eingebaut.

Nach dem alles eingebaut war konnte ich endlich den Probelauf machen.
Das war bei der Planar recht einfach. Die Bedinungsanleitung ist zwar wohl direkt mit Google aus dem russischen übersetzt 😉 aber das war auch alles ganz einfach und einleuchtend …
Zusammenstecken einschalten … geht.
Da die Ansaugleitung für das Diesel leer war kam auch prompt die Fehlermeldung am Display. Nach einem erneuten Start ist sie aber direkt angesprungen und hat mir die Bude noch wärmer gemacht als sie durch die Sonne eh schon war.

Bei der Webasto war das ganze schon problematischer. Nachdem ich Spannung angelegt hatte passiert garnix, das Bedienpanel bleibt dunkel.
Dann hab ich mir erst mal den Schaltplan vorgenommen … und ich hab beruflich jeden Tag mit Schaltplänen zu tun. Obwohl die Anleitung in perfektem Deutsch geschrieben ist, wurde mir sofort klar, dass diese nicht für Selbsteinbauer geschrieben ist, sondern einzig und allein darauf ausgelegt ist, dass man sich die Heizung von einem Webasto Fachbetrieb einbauen lässt.
Nach langem durchforsten des Schaltplans wurde mir klar was das Problem war. Da ich den Kabelbaum für die Gebläseansteuerung nicht verbaut hatte (das macht bei mir kein Sinn da sie wirklich nur den Motor vorwärmen soll) wurde das Bedienteil nicht mit Spannung versorgt, obwohl die Anschlüsse aus dem Hauptkabelbaum kommen. Ok. Nach dem ich dieses Problem gefixt hatte konnte ich die Heizung auch starten … Da ja das Diesel schon bis vor die Pumpen angesaugt war hat die Standheizung auch sehr schnell gestartet … heftig geraucht und sich nach kurzer Zeit wieder ausgeschaltet.
Jeder Neustart am Panel blieb aber erfolglos. Es sieht zwar so aus als wolle sie starten (am Display) sie macht aber rein garnix. Keine Fehleranzeige nichts.
Bei einem Anruf beim Lieferanten wurde mir zwar erklärt wie man einen Masterreset durchführen kann … aber der blieb auch ohne Erfolg … na dann müsste ich eben zum Webasto – Service gehen.

Da habe ich ein Bedienpanel, und eventuelle Fehler werden noch nicht mal angezeigt. Das geht nur über die OBD-Schnittstelle mit der entsprechenden Software.
Das kann ja nicht sein, denn die Standheizung darf ja gerne ein Problem haben … aber wenn sie mir nicht mal anzeigt welches das ist 🙁

Nach Recherche im Internet, hab ich mir jetzt so einen Adapter und die Software bestellt. Sollte es mir möglich sein mit diesen Mitteln das Problem zu lösen, soll es gut sein.
Geht es nicht, und ich muss wirklich zu einem Kundendienst, macht die Webasto keinen Sinn für mich. Dann fliegt sie wieder raus (das täte schon weh weil sie nicht billig war) und wird durch eine Planar Wasserheizung ersetzt. Die haben mittlerweile auch eine Wasserheizung mit 5 kW im Programm.

Allerdings kann ich mich dem Problem erst nach der Abenteuer Allrad widmen, weil noch andere wichtige Arbeiten anstehen bevor ich fahren kann.
Ich hab jetzt das Führerhaus endlich wieder zusammengebaut. Es muss aber noch einiges an der Kabinenelektrik passieren und ohne meine Trockentrenntoilette fahr ich auch nicht los.

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