Kategorie: '4 – Events'

Jan 14 2010

Typisch Deutschland …

Autor: Kategorie: 4 - Events

Gestern abend kommt bei mir eine eMail vom Veranstalter des Snowhillclimbing an … mit der Absage.

Das Landratsamt bzw. das Umweltschutzamt des Landkreises Oberallgäu hat die Veranstaltung kurzfristig, bei Strafandrohung von 100000 Eur, verboten.
Erreichen konnten sie das nur, weil sie den Skihang einen Tag zuvor zum „Naturgeschützten Gelände“ erklärt hatten.

Das ist wieder typisch deutsch … da hat diese Veranstaltung wieder einigen Leuten nicht in den Kram gepasst, denn einen wirklich nachvollziehbaren vernünftigen Grund die Veranstaltung zu verbieten gibt es ja wohl nicht.

Über dieses jetzt „naturgeschützte“ Gelände fahren täglich 10000 oder mehr Skifahrer drüber, dabei geht genausoviel oder genausowenig kaputt wie bei 100 Autos. Der Pistenbully hat im letzten Jahr gerade mal eine Stunde nach der Veranstaltung die Piste wieder in den Zustand versetzt in dem sie vor dem Event war … also kaputt ging nichts.
Bleibt also über die Abgasbelastung nachzudenken, die 100 Autos verursachen wenn sie die 500 m lange Strecke hochfahren. Selbst wenn man von einem erhöhten vielleicht doppelten Spritverbrauch ausgeht bleibt dieser verschwindend gering im Vergleich zu dem was die tausende Skifahrer jeden Tag verbrauchen um vom Hotel zur Skipiste zu fahren.
Ich habe nicht’s gegen Skifahrer, aber eigentlich müsste dieser Sport im Oberallgäu ab jetzt auch verboten werden, da er deutlich umweltschädlicher ist als wenn wir da einmal mit unseren Autos hochfahren.

Ich bin jedenfalls sehr enttäuscht. Nähere Informationen gibt es auf der Homepage des Veranstalters des Snowhillclimbing.

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Jun 02 2009

Pfingstwochenende: Saverne und ADAC

Autor: Kategorie: 4 - Events

Am Pfingstwochenende durfte der Dicke (nicht ich) mal wieder nach Saverne. Schliesslich soll sich seine Mitgliedschaft doch auch lohnen.
Sehr kurzfristig entschieden Uwe und ich kurzerhand am Pfingstsonntag mal wieder nach Saverne zu fahren. Durch das schöne Wetter und das lange Wochenende war natürlich jede Menge los. Aber in Saverne ist das ja überhaupt kein Problem, weil sich die diversen Offroader im weitläufigen Gelände verlieren.

Der Sori war voll besetzt, natürlich mit Dany und meinen Kindern. Uwe hatte seine Nichte Dani dabei. Die Bedingungen waren ideal. Die meisten Spuren waren Staubtrocken und es gab sehr wenige Schlammlöcher durch die wir durch mußten. Die steilsten Bergauf und -abfahrten waren ohne Probleme zu fahren.

cherokee
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Wie immer sehen die Bilder nicht ganz so spektakulär aus, wie es sich im Auto anfühlt.
Schöne Verschränkungspassagen gibt es ja in Saverne auch zur Genüge.
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Wenn aber der Dicke so wenig dreckig ist, fällt meist das „Kärchern“ auch nicht so umfangreich aus, wie auch am letzten Wochenende in Tripsdrill … was sich wieder mal als großen Fehler herausstellen sollte.

Am Ende des Tages bemerkte ich noch ein paar kleine Öltropfen, vermutlich wieder mal der Simmering zwischen Motor und Getriebe.

Am Sonntag abend führte uns unser Weg noch nach Baden-Baden zu meine Eltern … Familientreffen am Pfingstmontag.
Damit die Öltropfen nicht den Hof versauen wollte ich direkt einen Pappkarton unterlegen.
Ich hab dann nicht schlecht gestaunt, als die paar Öltropfen am Motor lange nicht das größte Problem waren, sondern am Verteilergetriebe wieder ein massiver Ölverlust feststellbar war.
Aber das kenne ich ja schon. Der Simmering war auch wieder undicht und dann verliert das VG wenn es sein muß seinen kompletten Ölinhalt.
Mein Bruder besorgte mir an der Tanke einen Liter ATF – Öl, wovon ich einen halben nachfüllen konnte. Damit sollte der Heimweg kein größeres Problem darstellen … dachte ich zu dem Zeitpunkt noch.

Es ging auch sehr lange gut, das Öl wurde zwar wieder drastisch weniger, aber ein Cherokee-Verteilergetriebe läuft ja auch ohne Öl 🙂

Doch plötzlich 20 km vor zu hause wurde der Dicke dramatisch schwammig zu steuern, so daß ich besser mal anhielt.
Durch die zwei Schlammeinsätze waren die Bremsen und Felgen zwar äußerlich sauber,  jedoch bei genauerem Hinsehen war alles doch sehr verschlammt.
Als ich das eine Rad angehoben hatte, bemerkte ich sofort den Grund für das schwammige Verhalten des Dicken… Das Rad ließ sich an der Außenkante locker 5 cm hin und her bewegen.
Garnicht gut dachte ich … ich hab da ja so meine Erfahrungen.
panne

Es war dann das beste, die letzten 20 km etwas Sprit zu sparen und lieber mit dem ADAC nach hause zu fahren.

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Ein großes Lob an den Abschlepper aus unserer Region. In einer Rekordzeit von 30 Minuten, war der da und das Auto verladen, so daß wir uns direkt nach Hause fahren lassen konnten.
Da ich ja noch alle Ersatzteile von meinem Schrotti habe, wird die Reparatur (zumindest vom Radlager) dieses mal nicht so aufwendig und teuer werden. Ich werde den kompletten Dreieckslenker austauschen.

Was ich wieder einmal (ist ja nicht das erste Mal) feststellen mußte: Die Radlager beim Sorento machen lange Zeit keine erkennbaren Geräusche oder Anzeichen daß es zu Ende geht. Wenn sie sich aber dann melden sind sie sehr schnell richtig kaputt.
Ich stelle mir die Frage, ob es nicht sinnvoll ist jeweils ein Ersatz für beide Seiten dabei zu haben. 🙂 Für längere Einsätze ist das bestimmt sinnvoll.

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Mai 25 2009

VTT 2009 – Vatertagstreffen des Sorento-Forums

Autor: Kategorie: 4 - Events

Am Vatertagswochenende war es endlich wieder soweit. Das alljährliche Hauptevent des Sorento-Forums fand wieder statt.

Diesemal war unsere Anreise nicht ganz soweit, da es im wilden Süden um Magstadt herum stattfand. Die Organisatoren waren in diesem Jahr Maria und Sveti vom Autohaus Putzlacher die tatkräftig von Sabrina und Lorenz unterstützt wurden.

Es began mit der Anreise am Donnerstag, wo wir uns am Rastplatz Hockenheim mit dem Konvoi aus dem Westen zusammenschlossen.
Unser erster Treffpunkt (Anmeldung und Aushändigung der Eventmappen) fand im Biergarten Katzenbacher Hof statt. Hier traf man alte Bekannte und konnte neue Gesichter kennenlernen.
Abends war in Böblingen ein Buffet mit anschließendem Bowling (nix für mein lediertes Kreuz) statt. Dany hat sich als „NochNieBowler“ sehr gut gemacht, und auch einige Male alle Kegel abgeräumt (ich glaub das sind 10 beim Bowlen).

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Übernachtet haben wir standesgemäß in unserem Dachzelt (meistens zumindest) auf dem Dicken.
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Am Freitag ging es dann in einem Megakonvoi nach Alpirsbach zur Klosterbrauerei. Einige die in die Hauptstraße einbiegen wollten bekamen schier die Kriese als sie am Konvoi gefühlte 30 Minuten warten mußten. Wir sollten uns hier vielleicht fürs nächste mal vornehmen in Startnummernreihenfolge zu starten und auf den Türen die Aufkleber „32 von 169“ anbringen 😉

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In der Klosterbrauerei angekommen gab es zwei Führungen, einmal im Kloster und in der Brauerei. Geschwächt nach den beiden Führungen gab es ein zünftiges Vesper mit Bier (wer wollte).
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Zurück bei unserem Treffpunkt für das Abendessen war noch Zeit für eine lustige kleine Olympiade mit Handtaschenweitwurf und Skifahren 🙂

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Da es am nächsten Tag nach Tripsdrill gehen sollte, haben wir in dieser Nacht bei meinem Freund Uwe vom Rallyeteam Rappelkiste übernachtet, und sind dann direkt zum Veranstaltungsort gefahren. Dadurch waren wir lange Zeit vor dem Konvoi da, und konnten ausgiebig den interessant folierten Sorento von KIA Deutschland betrachten, die uns auch in diesem Jahr wieder bei einem Eventtag unterstützten.
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An diesem Tag trennte sich die Gruppe in zwei Lager. Ein Teil war in dem dem Freizeitpark angegliedertem Offroadgelände unterwegs, während sich der Rest im Freizeitpark einen schönen Tag machte.

Wir waren natürlich an diesem Tag im Freizeitgelände und … nee natürlich waren wir im Offroadgelände.

Das kleine aber feine Offroadgelände hatte schon einige Highlights zu bieten. Morgens hatten wir zwar wegen der nassen Wiesen etwas Traktionsprobleme mit den Reifen, die jedoch am Mittag besser wurden.
Am Morgen galt es erst mal den Wasserstand in einem Wasserloch soweit zu reduzieren, damit auch die anderen Sorentos durchfahren konnten 😉
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Natürlich konnte man sich in diesem Gelände auch so richtig festfahren, was auch so einige Male passierte, aber ohne Bergeaktionen ist so ein Tag nur halb so spannend.
Mit drei Rädern in der Luft ging garnichts mehr.
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Aber auch der Sorento von Kia hat sich mal festgefahren und mußte geborgen werden. Die Stoßstange geht vorne einfach zu weit runter 😉
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Ein gelungener Tag, an dessen Ende mein Dicker mal wieder so richtig dreckig war.
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Das brachte uns auf der Fahrt zum Abendlichen Treffen bei der Suche nach einer Waschbox so einige Kommentare ein. „Ich weiß nicht wo es hier eine Waschbox gibt, mein Auto war auch noch nie so dreckig“ oder “ Wieso eine Waschbox … sieht doch gut aus“

Als wir dann endlich eine Waschbox gefunden hatten, waren alle Plätze bereits belegt. Vor den Boxen wartete bereits ein schwarzer X5 (eigentlich pikobello sauber) dessen Fahrer bei offenen Scheiben telefonierte. Als er uns vorfahren sah, beendete er sein Gespräch „hey ich muß jetzt aufhören zu telefonieren, hier ist eben ein Auto vorgefahren… das glaubste nicht wie dreckig der ist“. Er wollte dann ein paar Bilder machen (vielleicht fürs X5 – Forum 😉 ) und ein Bild mit dem Handy, das er sofort seinem Kumpel schicken mußte.
Als dann eine Box leer wurde meinte er nur … fahrt ihr schon mal rein … ihr braucht bestimmt länger 🙂
Ich begann dann mit der mehr als groben Reinigung. Er sagte dann nur noch zu Dany „ich dachte der wäre braun“.

Abends war dann noch mal lecker schlemmen in der Hausbrauerei Mönchwasen (ein absoluter Geheimtip/dort passt einfach alles Service und Qualität) angesagt.

Wieder mal ein sehr gelungenes Treffen, perfekt vorbereitet, für jeden etwas dabei.

Danke an die Organisatoren in diesem Jahr: Sveti, Maria, Sabrina und Lorenz !!!

Ich freu mich schon auf das nächste Mal.

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Mrz 08 2009

GORM 2009 … 24 Stunden Rennen … 14-16.8.2009/Leipzig

Autor: Kategorie: 4 - Events

Ja das Auto ist noch nicht fertig … und die Tuareg-Rallye noch nicht gefahren … und dennoch kam von meinem Event-Scout Uwe wieder so eine verhängnisvolle Mail die immer mit den gleichen Worten beginnen:

Schau mal da …

Und ich hab da geschaut, und bin Uwe wieder auf den Leim gegangen 🙂

Allerdings sieht das Reglement vor, daß in der „Team Klasse“ 2 Fahrzeuge mit bis zu 4 Fahrer/Beifahrer Teams an den Start gehen. In der „Profi Klasse“ ist nur ein Fahrzeug mit 2-3 Fahrer/Beifahrerteams zugelassen.

Mich dagegen reizt die Variante 1 Fahrzeug und 1 Fahrer/Beifahrerteam noch viel mehr. Unterwegs die Fahrer zu tauschen wäre mir zu einfach (und einfach kann jeder)… außerdem würd ich niemanden ans Steuer meines Dicken lassen 😉

Der Reiz ist für mich, daß sowohl Maschine und der Mensch 24 Stunden am Stück durchhalten müssen. Die Platzierung ist mir wie immer ziemlich egal.

Direkt nach dem grünen Licht vom Veranstalter daß ich so starten darf, hab ich mich natürlich heute Nacht noch angemeldet. Wie sollte es bei mir auch anders sein. 😉

Allerdings hat mir jetzt Dany schon offenbart, daß sie zu so einer Mörderveranstaltung keine Lust hat. Und zu sowas sollte man auch keinen überreden oder oder gar zwingen.

Jetzt kommt der Aufruf:

Ich suche für diese Event eine(n) Beifahrer/in. Damit es aber nicht so einfach ist gibt es einige Bedingungen:

  • Maximalgewicht 75 kg, ich will ja nicht daß das Auto rechts runterhängt 🙂
  • Maximalgröße 180 cm, sonst wird es eng zwischen Kopf und Käfig
  • Schmalere Hüften als Alex 😉 , sonst wird es eng in den Sitzen
  • Extremes Durchhaltevermögen, denn immerhin muß der Beifahrer auch 24 Stunden wach sein und mich unterstützen und versorgen, und nicht nebendran ein Nickerchen machen.
  • Navigationskenntnisse werden wohl nicht erforderlich sein, da es sich um einen 15-25 km langen Rundkurs handelt.
  • Und natürlich vorzugsweise weiblich, denn Frauen sind die besseren Beifahrer 🙂 (mit Dany ist das auch so abgestimmt … gibt also kein Ärger)

Ja und wer sich jetzt angesprochen fühlt, schreibt bitte eine Bewerbung an mich 😉 per eMail (die Adresse steht im Impressum) . Ich wollte schon immer mal sowas machen … ist ja fast wie bei DSDS hier heißt es dann aber GSDBB (Guido sucht den besten Beifahrer)

In der Bewerbung sollte natürlich drin stehen, warum ich genau dich als Beifahrer auswählen soll, und wie dur dir vorstellst die 24 Stunden durchzuhalten.

Wenn ich von der Rallye zurück bin werde ich die Auswertung vornehmen, also Einsendeschluss wäre somit der 1. April 2009

Da wahrscheinlich Uwe mit dem Rallyeteam Rappelkiste auch teilnehmen wird, und wir wahrscheinlich einen Feldversuch mit CCM-RT durchführen werden brauchen wir natürlich noch einige Helfer im Bereich Service sowohl für das Auto, als auch für die Teams (Kaffee kochen).
Diese Servicestation werden wir wohl Schichtweise besetzten und brauchen deshalb dementsprechend viele freiwillige Helfer.

Also wer dazu Lust hat soll sich ebenfalls melden.

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Feb 02 2009

Ein kleiner Besuch in Saverne … mit Eislauf

Autor: Kategorie: 4 - Events

Von Uwe initiiert, war eine kleine Gruppe am Sonntag wieder mal in Saverne. Uwe und ich haben natürlich gleich wieder eine Mitgliedschaft für das ganze Jahr unterschrieben ;-). Wir werden da wohl noch öfter dieses Jahr vorbeischauen 🙂
Mit dabei waren natürlich unsere Beifahrer, Dany bei mir und Sabine bei Uwe. Außerdem waren Peter und Roman von 4×4 Customcars, sowie Frieder und Rainer.

Das besondere an diesem Sonntag war, daß durch die lange Kältewelle sämtliche Wasserlöcher mit einer dicken Eisschicht überzogen waren. Das kam mir natürlich sehr entgegen, denn erstens wollte ich meinen Dicken nicht schmutzig machen (zumindest nicht so arg) und zweitens waren Wasserlöcher für mich tabu, da ich ja jetzt neue Kühler drin habe und die nicht schon wieder voll mit Pampe sein sollten.
Das Eis auf den Wasserlöchern hat zwar meistens gehalten … aber an manchen Stellen ist sie dann auch gebrochen.
Wir waren auch noch keine halbe Stunde am Fahren, da durfte ich schon mal Peter und Roman rausziehen. Das war natürlich für mich was ganz besonderes … der Dicke Sorento durfte den CustomCars – Kampf – Cherokee rausziehen.
eingebrochen

Ok der Fairness halber sei erwähnt, daß die beiden mich zweimal auch wieder freiziehen mußten, als ich wieder mal versuchte den „Guido zu machen“.
aufgesetzt

Irgendwann waren wir dann wieder an Uwe’s Lieblingsstelle … er hat das Cherokee Loch dieses Mal leider nicht bezwingen können … aber er hat es versucht …
experimente

Und Sabine mußte als Beifahrer den Spiegelhalter spielen (beim Sorento geht das auf Knopfdruck 🙂 )
spiegelhalter

… abgerissene Finger kann man wieder annähen … das zahlt die Krankenkasse 😉 … ein neuer Spiegel für den Cherokee ist teuer … und den muß Uwe bezahlen.
Sabine, das erste Mal Beifahrer im Gelände blieb eigentlich nur eines erspart … Wassertiefe eines Wasserloches erkunden 🙂 .

Ansonsten habe ich dieses Mal nicht soviele Bilder, aber dafür einen Zusammenschnitt aus Onboard – Videoaufnahmen mit der neuen Pacelog-Kamera:

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Jan 25 2009

Werbung in eigener Sache … oder wie der Name entstand

Autor: Kategorie: 4 - Events

Immer wieder werde ich gefragt, wie ich zu dem Namen Lutschershop Rallyeteam komme … eigentlich ganz einfach.

Zuerst ein bissel Geschichtsunterricht. Seit vielen Jahren, um genau zu sein seit 8, lebe ich in einem kleinen Häuschen im Dieburger Stadtzentrum.
Immer wieder an Fastnacht tobt in Dieburg der Bär. An zwei Tagen, am Rosenmontag und an dem Samstag davor gibt es immer die Straßenfastnacht, bei der zehntausende von Besuchern durch die Stadt ziehen und immer wieder in eine der vielen Kneipen einfallen. Neben den „normalen“ Kneipen die ihr gesamtes Möbiliar ausräumen gibt es eine ganze Menge privater Kneipen, meist Garagen oder Scheunen, die nur an Fastnacht geöffnet haben.
In den ersten Jahren bin ich immer selbst mitgezogen. Aber vor mittlerweile 5 Jahren hab ich mich entschlossen meine eigene kleine Kneipe zu machen … in meinem Wohnzimmer 😉 … und so entstand der „Lutschershop Leck‘ mich“

So sieht’s dort aus, wenn keine Fasnacht ist:

Wie es sich für einen echten Lutschershop gehört, gibts immer zu jedem Getränk einen Lutscher.
Mit einem guten DJ … dem DJ Dive tobt bei uns immer der Bär.

Und als ich im Jahre 2007 zum ersten mal bei der Tuareg-Rallye teilnehmen wollte und mein damaliger Beifahrer eben dieser DJ Dive … Alex war, war es natürlich klar, daß dieses Team nur so heißen konnte.
Und wie es sich für unseren Namen gehört, haben wir natürlich auf jeder Rallye immer genügend Lutscher dabei 😉

Soviel dazu, wie der Name entstanden ist. Und jetzt zur Werbung 😉

Schaut doch mal auf der Webseite vorbei, vielleicht ist bei dem einen oder dem anderen jetzt die Neugierde geweckt und ihr schaut mal rein am 21. oder 23. Februar.

Homepage des Lutschershop Leck‘ mich

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Jan 19 2009

Das „Guidoraschungswochenende“ … unterwegs ohne Sorento.

Autor: Kategorie: 4 - Events

Dieses Wochenende war es nun endlich so weit. Der lange geplante, oft verschobene Besuch bei unseren Forumsfreunden (Sorento-Forum) Karl und Ilona war angesagt. Schon des öfteren haben wir diesen Termin verschoben, zuletzt weil ich mal eben spontan für ein paar Tage nach Tunesien wollte 😉

Seit ich wieder aus Tunesien zurück war, wurden im Forum immer wieder Andeutungen gemacht, daß Karl an einer großen Überraschung dran ist, um mein Fernweh etwas in Griff zu bekommen (immerhin sind es noch 60 Tage bis zur Tuareg-Rallye) und nach den jüngsten Ereignissen zur Folge (Motorschaden am Sorento) sollte diese Überraschung natürlich auch noch Tröstebestandteile enthalten.

Dany und ich waren gespannt wie zwei Flitzebögen. „Leider“ oder wie ich später noch feststellen konnte „Gott sei Dank“ mußten wir uns mit dem Carnival/Fastnacht am Freitag abend auf den Weg zu Karl machen.
Die Anfahrt (300km) kamen mir nicht nur wegen den überfüllten Autobahnen unendlich lange vor.

Endlich in Heinsberg angekommen, war die Spannung natürlich auf dem Gipfel angekommen. Karl und Ilona wußten aber trotdem noch wie man die Spannung weiter steigern konnte, und so gab es zuerst eine Kleinigkeit für den Dicken.
Passend zum Lutschershop-Rallyeteam hatte Karl … weiß Gott wo ein paar neue Ventilkappen für den Sorento aufgetreiben:

radkappen

Dann durften wir uns noch mit einem Schnäpschen ein wenig stärken, bekamen Mützen bis über die Augen gezogen, wurden langsam aber sicher ins Wohnzimmer geführt und durften dort gut positioniert Platz nehmen.

mutzen

Als wir dann schauen durften, war es gut, daß wir saßen. Das hätte uns bestimmt umgeschmissen.

Karl und Ilona hatten uns ein Diarama gebastelt. Ein eigenes Stück Wüste nur für uns allein. Ein Stück Wüste, was uns jederzeit ohne lange Anreise zur Verfügung steht.
Und in mitten des Stückes Wüste, ein Sorento, mit dem man nie wieder Sandbleche auslegen und auch keine Schaufel mehr auspacken muß.

Die Detailgetreue des Models, insbesondere des Sori’s waren einfach nur genial. Aber seht selbst:

diarama1
diarama2
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Natürlich wurde das ganze auf Video festgehalten, welches ich nicht vorenthalten will:

Karl und Ilona, das war die absolut beste Überraschung, mit den optimalen Trösteanteilen die ich mir unter den aktuellen Bedingungen (60 Tage bis zur Tuareg und Motorschaden) je vorstellen hätte können.

Nach einer langen Nacht ging es am nächsten Mogen noch nach Aachen, wo wir sämtliche Motorradgeschäfte abgeklappert haben um für Dany und mich die passenden Helme zu finden.

Wir vier hatten jede Menge Spaß dabei. Vielleicht bis auf die eine Ausnahme, daß die Bedienung im Louis fast ausrastete, als Ilona uns einfach bei der Helmanprobe fotografieren wollte. Keine Ahnung was es da in dem Laden für Geheimnisse gab, aber die Bilder mußten direkt unter Anwesenheit der Verkäuferin gelöscht werden. 😉

Gefunden haben wir die Helme jedoch auch nicht in diesem (Bravo) sondern in einem anderen der drei Geschäfte wo wir auch als nicht Motorrad Freaks eine sehr sehr gute Beratung bekamen.

Nach einem Treffen mit weiteren Forumsfreunden Frank und Ute, ging ein superschönes Wochenende leider viel zu schnell zu Ende.

Vor unserer Abfahrt, hat Karl dann noch die Guidoraschung sicher im Carni verstaut. Naja wenigstens einen positiven Aspekt musste die Fahrt ohne Sori ja haben.

carniverpackt

Und heute mogen geht es dann noch zu CustomCars … mal nach meinem Dicken schauen.

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Jan 12 2009

Snowhillclimbing … schönes Wochenende mit bösem Ende

Autor: Kategorie: 4 - Events

Da wir uns mit ein paar anderen Sorentofahrern in einer Berghütte in Oberjoch einqartiert hatten, begann das Wochenende bereits am Freitag morgen.
Zuerst haben wir meine Kinder abgeholt, und dann ging es direkt nach Oberjoch. Es waren so ca. 400 km Anfahrt.
Plötzlich auf der Fahrt passierte es dann. Mit einem lauten Zischen entwich mir alle Luft aus dem Presslufttank. Eine Leitung war wohl irgendwie von den Auspuffgasen so erwärmt worden, daß sie platzte.

Wenn ich also mit Sperren fahren wollte, dann war noch eine Reparatur angesagt.

Als wir um 13 Uhr Oberjoch erreichten, war Ralf mit Anhang schon da.
Weil in dem Parkplatz der zur Berghütte gehört nur noch ein Parkplatz frei war, sollte das auch so bleiben … für „normale PKW’s “ und ich nutzte einen inoffiziellen Parkplatz 😉

Weil wir noch nicht in die Hütte konnten und bisher die einzigen waren, konnten wir ein paar Bahnen mit dem Schlitten ziehen, bevor wir uns auf den Aufstieg zurr Hütte machten. Da der Aufstieg sehr anstrengend war, machten wir an einer Skihütte auf dem Weg pause und ich genehmigte mir erst mal einen Jagertee … damit geht der Aufstieg wie von selbst 🙂

Nach und nach trudelten dann noch Uwe vom Sorentoforum mit Familie und Konny ein. Ein lecker Abendessen war mit in der Vollpension auf der Hütte enthalten. Stefan kam dann erst etwas später, da er noch arbeiten mußte.

Am Samstag morgen nach dem Früstück sind dann die Fahrer (Stefan, Ralf und ich) zur Anmeldung nach Unterjoch gefahren.
Bei der technischen Abnahme der Fahrzeuge, war ich dann im ersten Moment sehr geschockt, da sie meinen fast orginalen Sorento 😉 als Sonder KFZ einstufen wollten. Noch viel unruhiger war ich, als so nach und nach die Mitbewerber in dieser Klasse meist auf dem Trailer ankamen.

Allerdings ist das ganze ja nur eine Gaudiveranstaltung und eigentlich war ich dann später ganz stolz, in einer Klasse mit den Bolliden (bis 700 PS) fahren durfte.

Wenn schon solche Gegener 😉 dann doch wenigstens mit allen Sperren die ich habe! Also Werkzeug raus, Teppich und unters Auto liegen und reparieren. Hat dann auch schnell geklappt und alles war wieder dicht.

Uwe und Dennis vom Team Rappelkiste, und Tina von den Rallyeladies trafen dann auch so nach und nach ein. Wir konnten uns allerdings nur kurz unterhalten, da wir ja pünktlich um 12:30 wieder zum Mittagessen auf der Hütte sein mußten. Und pünktlich hieß auf dieser Hütte auch pünktlich, sonst gabs Schimpfe vom Hüttenwirt 😉

Nach dem Mittagessen fuhren wir aber sofort wieder nach Unterjoch, um mit den Anderen noch ein wenig zwischen den Autos umherzulaufen, und Vorbereitungen zu treffen (Luftdruck in den Reifen war ein wichtiges Thema)

Später traf dann auch noch mein spezieller Freund Schönie ein.

Um 14:30 sollte die Fahrerbesprechung losgehen. Da war aber wieder Warten angesagt, aber das haben wir ja in Afrika schon gelernt … und es sollte noch mehr gewartet werden.
Ok uns wurden dann alle wichtigen Dinge gesagt, und dann wieder Warten …

Irgendwann waren wir dann aufgestellt … aber es konnte trotzdem noch nicht gestartet werden, weil ein (wie sollte es anders sein) Mercedesfahrer mitten in der Ausfahrt stand … und einfach nicht aufzutreiben war.

Endlich ging es dann los. Mit meiner Startnummer 40 waren dann doch schon einige vor mir dran. Das hat den Nachteil, daß die Bahn doch sehr aufgewühlt war, aber auch den Vorteil, daß der Weg durch die aufgestellten Tore einfacher zu finden war.

Da Stefan vor mir dran war, und mit 457 m eine stolze Strecke geeschafft hatte, fragte ich noch mal kurz nach od er mit Untersetzung gefahren sei.

Nein! Es hilft nur eines, und das ist Schwung. Und den kann man sich ohne Untersetzung einfach am besten holen.

Als ich dann endlich in der ersten Reihe stand und gleich starten sollte, war ich doch so nervös, daß ich glatt vergass meinen Tannenbaum 🙂 am Dach anzuzünden. Das Onboardvideo meiner neuen Pacelog-Kamera ist aber trotzdem einigermaßen was geworden.

Schade daß es schon so dunkel war, so konnten leider keine brauchbaren Bilder gemacht werden.

Ralf war dann kurz nach mir dran, und hatte meine ich 450 m, Uwe kam sehr viel später, und hat mit 468 m den 5. Platz in der Geländewagenwertung gemacht. Tina von den Rallyeladies hat mich um einen Meter mit 463 Metern geschlagen.

Aber ich war ja in einer ganz anderen Klasse ;-). In meiner Klasse haben es doch tatsächlich 4 Fahrzeuge geschaft ganz nach oben zur Pistenraupe zu kommen. Und dennoch hatte ich in dieser Klasse den 7. Platz erreicht 🙂

Nach der Siegerehrung haben wir uns dann mit Fackeln bewaffnet an den müsamen Aufstieg zur Berghütte gemacht.

Nach dem Frühstück hat sich dann die das kleine aber feine Sorentotreffen langsam aufgelöst … aber nicht ohne auf einem recht leeren Parkplatz noch einmal so richtig Spaß zu haben 🙂

Ja und dann auf der Heimfahrt passierte es dann. 3 km vor der Abfahrt Ilshofen, plötzlicher Leistungsabfall mit extremen Qualm aus dem Auspuff. Ich habe es dann gerade noch geschafft von der Autobahn auf einen P+M Parkplatz zu fahren.
Als ich mir das ganze mal genau ansehen/hören wollte, und dany kurz Gas gegeben hat … ein Schlag und aus war der Motor. Bei einem neuen Startversuch war der Anlasser dann total blockiert.

Also das Prozedere ADAC. In Deutschland scheint es aber zu klappen, 70 Minuten später war der Abschlepper da, und ruckzuck der Sori aufgeladen. Weil der Abschlepper aber nur zwei Sitzplätze hatte, fuhren Dany und ich im Sori mit. Komisches Gefühl 😉

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Beim Abschleppdienst angekommen, durften wir auf einen sehr geräumigen Leihwagen (rechts im Bild) umsteigen und hatten uns’re Not alles Gepäck unterzubringen, während der Sori direkt zu CustomCars gebracht wurde. Glücklicherweise ist das ganze ja nur 20 km von denen entfernt passiert.
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So jetzt bleibt abzuwarten, was ich heute zu hören bekomme, aber ich gehe von einem Totalschaden am Motor aus.

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Dez 27 2008

So dies und das …

Autor: Kategorie: 4 - Events

Ein kleiner Nachtrag muß noch zur Tunesien – Tour sein.

Es ist wohl immer so, daß in Afrika die Uhren etwas langsamer gehen … ein Moment auch ein paar Stunden sein kann.
Doch mittlerweile weiß ich, daß es in einer ganz anderen Region manchmal noch viel langsamer von statten geht 🙂

Sitzen doch Uwe und Stefan am Dienstag nach ihrer Rückkehr beim Frühstück in Bittenfeld, als plötzlich Uwe’s Handy klingelt. Eine unbekannte Telefonnummer aus München im Display.

Es war der Mann vom ADAC, der den Ersatzteilversand der Lichtmaschine nach Douz regeln sollte. Etwas früh fand Uwe, da ja das Büro des Kollegen der den Hilferuf von Uwe entgegen nahm nur 10 m neben dem seinen war.

Siehe da in Deutschland kann eine Nachricht für 10 m fast eine Woche in Anspruch nehmen … das geht sogar in Afrika schneller !!!
Ach ja und außerdem muß ich außer den Bremsen auch noch meine Rückstitze in den Sorento einbauen, da meine beiden Kinder mit zum Snowhillclimbing fahren.

Jipee zwei mehr die auf jeden Fall mich anfeuern 😉

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Dez 23 2008

Leider schon zuende …

Autor: Kategorie: 4 - Events

Samstag 20.12.08 Auf nach Djerba … der Flieger wartet nicht.

Uwe und Stefan machten sich mehr oder weniger direkt auf die Reise in Richtung Tunis.
Sie wollten dort für unsere letzte Nacht wieder ein richtiges „Top End“ – Hotel in Monastir suchen.
Für mich war der „kleine Schlenker“ über Djerba angesagt, denn Dany musste ja zum Flughafen.
Bei der frühen Fahrt durch die Berge, es geht ja da fast bis auf 600 Meter hoch, war die Landschaft in ein herrliches Licht gehüllt. Das ist so unbeschreiblich schön, dass man es nicht beschreiben kann, und auch die Fotos das nicht annähernd einfangen können.

Durch die defekten Bremsen war ich im Gebirge recht langsam unterwegs und wir konnten dieses Lichter- und Schattenspiel sehr ausgiebig geniesen.
Um nach Djerba zu gelangen, gibt es zwei Möglichkeiten. Im Nordwesten gibt es eine kleine Fähre, die wir bei der Anreise benutzten. Da mir dies sehr riskant erschien, denn man hat die Wartezeit nicht so richtig in der Hand, sind wir bei der Hinfahrt über die zwar etwas weitere aber dafür kalkulierbare Brücke/Damm – Strecke im Südosten der Insel gefahren.
Um 11 Uhr waren wir am Flughafen, und konnten noch ein nettes Gespräch mit ein paar Globetrottern führen, die ihre Beifahrer abholen wollten und auf dem Weg nach Lybien waren.
Ich hab mich dann recht schnell verabschiedet, denn ich hatte ja noch eine gewaltige Strecke bis nach Monastir vor mir.
Ich habe die Strecke mit der Fähre benutzt. Da ich Glück hatte und als letztes Auto auf die nächste Fähre kam, kam ich auch schon um 12 Uhr auf dem Festland an.
Wenn ich so alleine beim Fahren bin und Uwe nicht in Funkreichweite ist, dann höre ich schon mal Musik. Da mein Musikgeschmack Querbeet geht habe ich festgestellt, dass sich die unterschiedlichen Musikrichtungen für die unterschiedlichen Streckenführungen eignen. So habe ich bei einer Landschaftlich reizvollen Gegend gemütlich meine „Topstars“ – Mucke gehört und konnte dabei die schöne Landschaft aber so richtig geniesen.
Im nächsten Musikordner schwenkt die Richtung dann mehr so in Richtung Trans und House um … die wiederum war genial um über die Landstraße zu heizen und einen Überholvorgang nach dem nächsten einzuleiten 😉
Aber das nur am Rande …

Die Nebenstrecke nach Garbes, die ja bei unserer Anreise noch eine geile Piste war, war mittlerweile geteert … schade.
Auf der Hauptstraße von Garbes nach Sfax war wieder afrikanischer Verkehr angesagt. Das Überholen hier ist, wie ja bereits erwähnt, schon gewöhnungsbedürftig … aber macht Riesenspaß. Es wird überholt, egal ob durchgezogene Linie, ob Überholverbot oder ob der Gegenverkehr schon viel zu nah dran ist.
Aber nicht in Deutschland nachmachen … das funktioniert hier nur aus zwei Gründen. Erstens sind die Straßen oft kilometerlang kerzengerade, und Zweitens gibt es auf jeder Seite der Straße eine Schotterspur auf die der Gegenverkehr aufgeregt Lichthupe-gebend ausweichen kann wenn es zu eng wird.

Einmal haben wir sogar zu zweit nebeneinander überholt. Ich setz zum überholen an, eine ganze Kolonne LKW’s. Als ich neben dem ersten Fahrzeug war, ein Transporter, denkt der sich „ach ich will auch überholen“ … und zieht raus. Mir blieb dann nur die Flucht auf den Schotterstreifen und wir haben die LKW’s zu Zweit nebeneinander überholt (zumindest den ersten, danach hatte ich den Lieferwagen).
Und die Geschwindigkeitsbeschänkungen sind ähnlich … sie werden meist nur durch die Leistung des Fahrzeugs vorgegeben.
Es passiert hier aber recht wenig auf den Straßen. Ich denke weil jeder einfach mit allem rechnet.
Na ja eines unterscheidet mich beim fahren wohl doch noch von den Einheimischen … bei einem Überholvorgang, so mit durchgezogener Linie und Überholverbot, stand rechts keine 100 Meter danach eine Kontrolle. Die wollten zwar nichts von mir, aber mein Herz rutscht in so einem Fall immer noch bis in den Fußzeh runter 😉

Um 17:30 bin ich dann im Hotel Habib angekommen. War ja kein Problem, denn ich hab die Koordinaten von Uwe und Stefan durchgegeben bekommen. Allerdings hatte ich ein paar Umwege in kauf genommen, weil ich mich fälschlicherweise an die Einbahnstraßenregelung gehalten habe.
Das Hotel war ein für uns angemessenes „Top End“ – Hotel, zu 40 EUR pro Einzelzimmer, natürlich inclusive Halbpension.

Beim Duschen gab es dann wieder den berühmten „AfterDune“-Effekt. Mit dem Sand der in der Dusche zurückblieb hätte man einen ganzen Kindersandkasten füllen können.

Abends gab es ein lecker Buffet, weil in dem Hotel auch gerade ein Kongress der tunesischen IEEE-Gremium abgehalten wurde.

Sonntag 21.12. Was bitteschön ist denn Warten?

Nach einem ausgiebigen Frühstück in unserem  „Top End“ – Hotel machten wir uns zu einem kleinen Ausflug in die Stadt auf.
Zum einen wollte Stefan einen Dolch kaufen (welchen er aber nicht fand) und zum Anderen war meine Infektion im Ellenbogen jetzt mittlerweile zu einem richtig dicken Tennisball angeschwollen, so dass ich dringend Antibiotika brauchte … das gibt es hier in jeder Apotheke ohne Rezept für umgerechnet 8 EUR.

Kurz vor 11 Uhr machten wir uns dann auf den Weg nach Tunis zur Fähre.

Auf der Autobahn wurde doch tatsächlich mit der Laserpistole geblitzt, da wir aber gemütlich mit 100 unterwegs waren war uns das jetzt egal.
Geplante Abfahrt sollte um 18 Uhr sein und 4 Stunden vorher sollte man am Hafen sein.
Pünktlich um 13:30 Uhr liefen wir im Hafen ein. Da waren wieder eine menge Habibis, die uns in die Spuren eingewiesen haben und uns mit neuen Fichen versorgt haben … und für diesen Service natürlich entsprechende Entlohnung wollten.

Hier sei einmal festgehalten (vor allem deshalb, dass ich es vor meinem nächsten Tunesien Trip noch mal nachlesen kann … ich bin halt schon über vierzig und leicht vergesslich)

  1. die Spur sucht man sich am besten nach deren Füllgrad aus. Eventuell zuerst zu Fuß erkunden. Alle Spuren müssen später mal durch das kleine Tor zum Hafengelände.
  2. Die Fiche die man hier angedreht bekommt, sind absolut unnötig für die Ausreise. Sie werden definitiv nicht gebraucht und von den Freunden hier nur zwecks ihrer eigenen Umsatzsteigerung verteilt.
  3. Sollte man rechtzeitig im Büro der Fährgesellschaften (rechts von den Wartespuren, Eingang an der Stirnseite) seine Buchungsbestätigung in ein Ticket umtauschen.

Die ankommenden Fähren waren voll von Offroadern. Die Ruhe in der Wüste die wir erlebten wird es wohl jetzt bald vorbei sein. Eine Gruppe von italienischen Offroadern parkte an der Ausfahrspur auf unserer Höhe um auf Kollegen aus ihrer Gruppe zu warten. Beim umherschlendern blieben sie vor dem Sori stehen und erkundigten sich was für ein Fahrzeug das sein. Als ich es ihnen sagte, waren sie erstaunt und stellten Fragen, wollten alles erklärt und gezeigt bekommen. Auch Fotos wollten sie machen.
In einer Parallelspur stand noch ein Ferrari, über den wir auch ausführlich redeten und der nach Auskunft der Italiener (Ferrarispezialisten) höhergelegt war.
Es ist doch fast genauso einen Ferrari höherzulegen, wie einen Geländewagen tieferzulegen.
In jedem Fall sind es diese Gespräche, die die Wartezeit verkürzen 🙂

Irgendwann, nach 5 Stunden auf den Wartespuren kam ein wenig Hektik auf. Die meisten Autos waren wohl für die Fähre nach Marseille. Dazwischen hier und da ein Auto für die beiden Fähren nach Genua (Splendit und Cartage). Anscheinend sollten aber jetzt plötzlich die Fahrzeuge nach Genua schnell schnell (ha ha) auf die Fähren.
Hektisches Rangieren nach Anweisung von irgendwelchen nicht hafenangstellten Habibies. Quer über die Spuren. Plötzlich war Uwe weg.
Er konnte wenden und stand 4 spuren weiter drüben auf einer „etwas“ leereren Spur.
Dann winkt mich Einer umzudrehen. Er setzt sich zu mir ins Auto. Führt mich wieder aus dem Hafen raus, in irgendeine Seitenstraße rein. Scheucht Einheimische von der Fahrbahn, dirigiert mich zwischen chaotisch geparkten Autos durch. Doch plötzlich nach ca. 10 Minuten stand ich 5 Autos vor dem kleinen Tor zum Hafen.
Doch dann ging es los. Er wollte natürlich seinen Super-Service bezahlt bekommen. Ja ich war ganz froh über meine jetztige Position und bot ihm 5 Euronen an. Er wollte für seine Dienste aber 20 EUR, was ich deutlich überzogen fand. Bei 10 Euro „einigten“ wir uns unter lautstarkem Protest des Freundes.
Dann war ich endlich drin in einer der vielen Abfertigungsspuren. Zuerst bekam ich den Polizeistempel gegen Abgabe meines unteren Abschnittes des Personenfiche.
Weiter in der Spur zum Zoll, wegen dem Auto. Aber da war plötzlich kein Zöllner mehr. Auf allen Spuren um mich herum ging es vorwärts, nur bei mir nicht mehr. Es dauerte eine Ewigkeit bis er wieder da war. Dann noch schnell den Stempel in den Pass ( 😉 und dann hin zur Fähre. Es war nichts los … und so hat mich der Zöllner direkt an der Fähre noch mal kontrolliert und wollte in jede Tür schauen.
Im Bauch der Fähre war nichts los. Keine 20 Fahrzeuge und es sollten auch nicht viel mehr werden.
Ich habe dann schon mal wieder eine Kabine gebucht (genau so wie bei der Anreise … ohne Beleg 😉 ) und es mir gemütlich gemacht. Uwe und Stefan kamen fast zwei stunden später auf die Fähre … ich war da schon ein wenig weggenickt. Ich sag nur die 10 EUR haben sich gelohnt 😉

Die Fähre startete ihre Überfahrt dann um 22:30 … schlappe 4,5 Stunden Verspätung … lächerlich im Vergleich zu den 9,5 Stunden auf der Hinfahrt.

Auf der Fahrt hat die Fähre dann noch ein Wenig gut gemacht. Wir kamen um ca. 18.30 an. 3 ½ Stunden zu spät … aber bis ich um 19 Uhr durch die Kontrolle kam war es aber zu spät um bei einem Kia-Händler Bremsbeläge zu kaufen.

Beim Zoll in Italien war alles kein Problem. Weil ich so ehrlich aussehe wurde ich einfach durchgewunken… da hätte ich ja ruhig meine Reservekanister mit tunesischem Diesel voll lassen können.

Die erste Etappe der Rückfahrt brachte mich bis nach dem Gotthard Tunnel, wo ich dann ab 23 Uhr ein kleines Nickerchen in meinem Sorento-Bett gemacht habe.

Um 4:00 Uhr fuhr ich weiter, um nach einem Zwischenstop bei meinen Eltern (zum Frühstück) meinen Dicken wieder in Dieburg zu parken.

Dort wird er jetzt erst mal neue Bremsbeläge und Scheiben bekommen damit er zum nächsten Einsatz beim Snowhillclimbing wieder fit ist … aber Moment mal: Bremsen ist im Schnee doch nicht angesagt … oder?

Nachwort zur Tunesien Tour 2008

  • Schon kurz nach unserer Ankunft haben wir entschieden dass wir nächstes Jahr um die gleiche Zeit wieder nach Tunesien kommen, dann aber für 2 Wochen. Es ist einfach die ideale Zeit, denn ab Weihnachten beginnt der Run auf die Wüste und auf der Piste von Douz nach Ksar Ghilane wird dann wohl eher Kolonne gefahren.
    Auf diese Weise dem vorweihnachtlichen Stress zu entfliehen ist wirklich genial und es gibt wohl keine schönere Art die vorweihnachtliche Ruhe wirklich zu erleben.
  • Die Habibie’s (arabisch „mein Freund“) waren immer und zu jeder Zeit sehr freundlich zu uns. Es sind zwar einige dabei die zur persönlichen Umsatzsteigerung uns immer wieder Geld für irgendwelche meist unnötige Dienste aus der Tasche ziehen wollten. Aber das kann man ihnen ja auch nicht übel nehmen … sagen wir  einfach dass sie „geschäftstüchtig“ sind und das ist ja kein Fehler 😉 .
  • Diese Tour war jetzt eine Gesamtstrecke von 3700 gefahrenen Kilometern. Davon rund 2000 in Tunesien. Das mag einigen recht viel vorkommen für eine Woche.
    Aber es ist für mich sehr entspannend hier zum Einen auf der Piste mal zu heizen und die Freiheit zu geniesen, oder zum Anderen auch mal zu schleichen und die karge, unwirtliche Landschaft auf mich wirken zu lassen.
  • Im Gegensatz zu meinen Touren in Rumänien oder Slowenien, gefällt mir die Landschaft einfach besser. Die Landschaft von Osteuropa ist der unseren einfach zu ähnlich (vielleicht mit der Ausnahme, dass dort mehr erlaubt ist).

Wie gewohnt gibt es noch mehr Bilder in der Gallerie zu der Tour nach Tunesien. Klick hier 🙂

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