Kategorie: 'Events'

Dez 19 2008

Die Wüste erleben …

Autor: Guido Kategorie: Events

Donnerstag 18.12 Sandrosen dann doch noch …

Da uns allen der Besuch der Sandrosenfelder wichtiger war wie Starwars (ist eh fast nur Asphalt dahin) starteten wir heute morgen erneut in Richtung der Sandrosenfelder.
Während Uwe superglücklich über seine Lichtmaschine war, die ihren Dienst jetzt zuverlässig wie eine Pfaff-Nähmaschine lief.
Dann kamen bei halber Strecke bei mir die Probleme. Bei jedem scharfen Bremsen war die Bremskontrollleuchte an. Da hatten die Beläge aber nicht mehr lange gehalten. Ich hatte eigentlich gedacht die 4-5 tkm schaffen sie noch locker.
Was mich aber am meisten störte: keine 100 km nach dem das erste mal das Licht anging war der deutliche Klang von Eisen auf Eisen beim Bremsen zu hören. Der Sand setzt den Bremsen wohl schon sehr stark zu… aber zurück zu den Sandrosen…

Die ersten 40 km bis nach El Faouar sind geteerte Straße. Dnach steigt man bei der Polizeistation auf eine noch recht feste Piste um. Diese geht zum Teil durch kleinere Chott’s durch und wird stellenweise sandiger. Ein paar kleine „Dünchen“ – Felder sind auch zu durchqueren.
Ganz wichtig: Da sollte man vorher den Tempomaten (den ich ja auf der Piste immer gerne benutze ;-) ) abschalten. Das gab schon ein paar Einschläge.
Als wir am GPS-Punkt ankamen, trauten wir unseren Augen nicht. Auf jedem Sandhügelchen lagen sie zu tausenden umher.

Meist kleine Sandrosen. Die Größeren sind schwerer zu finden, denn die liegen ja in den Souvenier-Shops in Douz usw.

Wir haben uns daran gemacht ein paar schöne Exemplare als Andenken zu sammeln.
Es hat schon einen viel persönlicheren Stellenwert, wenn man die Sandrose selbst gefunden hat. Es spielt dabei die Größe nicht die entscheidende Rolle.
Auch wenn sie kleiner sind werden diese Sandrosen dennoch die größere aber gekaufte Sandrose aus Marokko von ihrem Platz vertreiben.

Die Ruhe in der Wüste war an diesem Platz besonders deutlich zu spüren. Kein Ton, kein Grundrauschen, einfach nur Stille und sonst gar nichts.
Wie das wohl in der Vorweihnachtszeit in Deutschland jetzt so ist … ob man da auch so einen stillen Platz finden kann.
Nachdem wir diese Stille sehr ausgiebig genossen hatten, wurde es plötzlich laut. Ein deutlich zu hörendes „Grollen“… recht schnell merkten wir aber, dass das unsere Mägen waren, die nach einem lecker Vesper schrien ;-) .
Da wir ja schon mit etwas Stil speisen wollten, packte Uwe seinen Campingtisch und den Stuhl aus. Es gab allerhand Leckerreien (Wurstdosen) aus Deutschland, kombiniert mit tunesischem Brot und Mandarinen (Wer die hier einmal gegessen hat will garantiert das wässrige Zeug in Deutschland nicht mehr).

Im angrenzenden Dünenfeld war dann noch vor der Rückfahrt ein wenig Spielen angesagt. Bei dieser Gelegenheit hat sich Uwe ein klein bisschen festgefahren, so dass es einen Ruck vom Sori brauchte, und schon ging es weiter.

Nach der noch recht zeitigen Rückkehr setzen wir uns noch in Douz in ein Cafe neben unserer Schrauberwerkstatt. Der Verkehr hier ist schon gewöhnungsbedürftig und man sollte beim überqueren der Straße schon etwas vorsichtig sein.

Ganz nebenbei haben wir noch den Grund entdeckt weshalb es hier in Afrika nicht auf die eine oder andere Stunde ankommt.

Weil mir die Winterumhängekutten der Tunesier so gut gefielen hab ich mir eine gekauft. Endlich mal was man in Deutschland auch verwenden kann ;-)

Freitag 19.12. Von Douz nach Ksar Ghilane  und dann nach Matmata

Für die Strecke von Douz nach Ksar Ghilane gibt es zwei Varianten.
Besser gesagt sogar drei, wobei die dritte nur für auf Djerba überwinternde SLK-Fahrer richtg ist, weil komplett Asphalt. ;-)
Bei den zwei Eigentlichen ist die Eine recht einfach. Mit überwiegendem Pistenanteil und nur wenig Dünen und Sand, und die Andere, bei der man 40 km abkürzen kann, dafür aber durch ein 20 km langes größeres Dünenfeld muß.
Wir haben uns für die etwas softere Tour mit ca. 80 km Piste entschieden.
Piste war natürlich wieder meine Welt … und oft konnte ich wieder den Tempomaten einsetzten, was natürlich ab und zu recht kritisch endete, weil ich ja auch meine Bremsen schonen wollte. ;-)
Sowas aber, ich hatte gar keine Geschwindigkeitsbegrenzung gesehen !!!

Unterwegs gibt es 4 oder 5 cafe’s auf der strecke. An zweien haben wir angehalten, und den Umsatz an diesem tag etwas angekurbelt.

Es hat schon was mitten in dieser Wüste in einem Cafe zu sitzen, und dann einen Anruf aus Deutschland zu bekommen :-)

Wir waren  ziemlich die Einzigen die unterwegs waren.
Auf der ganzen 120 km langen Strecke begegneten uns grad mal drei Autos !!!

Diese Zeit ist eine geniale Reisezeit für Tunesien. Die Wüste wird laut den Einwohnern ab Montag wieder voll sein, wenn dann sehr viele  Ihren Urlaub über Weihnachten und Neujahr in der Wüste verbringen.

Bei einem kurzen Pinkelstop, hat mich dann Uwe noch in Versuchung geführt …
Schaffste diese Düne ? Klar dass ich es probieren musste, obwohl sie schon sehr steil war und auch relativ hoch… na ja es hat genau gepasst, durch meinen vorderen Böschungswinkel konnte ich nur bedingt Anlauf nehmen. Ich kam also nicht drüber. Aber zu allem Ärger hat sich meine Anhängerkupplung genau in den Boden verankert, und da der wie man recht gut sieht sehr stabil ist, aber alle meine Räder im losen Sand nicht wirklich viel Traktion hatten, musste mich Uwe doch tatsächlich ein wenig anziehen… Ausgleich, jetzt steht es 1:1 ;-)

In einem etwas größeren Dünenfeld, wollte Stefan dann mal für ein paar Fotos aussteigen. Dany hat das dann auch gemacht.

Aus dem anfänglichen „ kurz um die beiden herumfahren“ wurde ein immer ausgelasseneres Spielen. Die Krönung des Spielens wurde von Stefan und auch Dany auf beeindruckende weise eingefangen.

Der aufgezeichnete Tracklog der Spielerei sah so aus:

Die letzten paar Kilometer durch die niedrigen Dünen haben wir dann auch noch recht schnell geschafft und kurz vor den Toren von Ksar Ghilane war dann wieder eine Vesperpause angesagt.
Um 15 Uhr erreichten wir die Oase und haben am berühmten warmen Schwimmteich noch eine kurze Teepause eingelegt.
Von Ksar Ghilane ging es dann über die geteerte Pipeline Piste direkt nach Matmata.
Da es schon anfing dunkel zu werden, und wir das Höhlenhotel nicht auf Anhieb gefunden haben sind wir wie in Douz dann eben auch im „Top End“ – „Hotel Matmata“ abgestiegen. Für 38 DIN pro Person gab es dort Halbpension.
Da wir auch hier die einzigen Gäste waren, durften wir im Innenhof des Hotels parken. Für den Jeep war das Tor ja kein Problem, aber beim Sori wurde es schon sehr eng. Das Bild stammt vom Ausparken am nächsten Morgen.

Für ihre einzigen Gäste, haben sie das Restaurant extra geöffnet und uns ein lecker Mahl zubereitet. Wenigstens hier bekam Dany ihr geliebtes KusKus (wird das so geschrieben?), und musste nicht ohne das einmal gegessen zu haben Afrika verlassen.
Allerdings war es im ganzen Hotel sehr sehr kalt, so dass wir uns freuten, als wir endlich in unsere warmen Schlafsäcke kamen. Ach ja warm Wasser war auch nicht, so dass wir entschieden dass es auch mal eine Nacht ohne duschen gehen muss.

Mit dem Frühstück für 7 Uhr taten sie sich allerdings etwas schwer, und gaben uns bei mehrfachen nachfragen die Change die Zeit vielleicht doch nach hinten zu korrigieren.
Da ich aber am nächsten Tag aber eine sehr lange Strecke vor mir hatte, weil ich ja Dany nach Djerba zum Flughafen bringen musste, blieb es bei 7 Uhr.
Weil ich mir mit den maroden Bremsen in Europa (Alpen und so) ein wenig Sorgen machte, schrieb ich hurtig an Karl vom Sorento-Forum eine SMS, mir doch bitte die Kia-Werkstätten in Genua rauszusuchen damit ich mir nach der Ankunft in Genua Beläge kaufen kann und sie vielleicht auf irgendeinem Parkplatz wechseln kann… die antwort kam prompt … jetzt muß nur noch die Fähre am Montag wie geplant um 15 Uhr ankommen !!

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Dez 17 2008

Von Djerba nach Douz …

Autor: Guido Kategorie: Events

oder ab auf die Piste …

Dienstag    16.12   Stefan kommt an Bord und dann ab in die Wüste

Das Früstück im Hotel war super. So wie wir es uns für diesen Urlaub vorgenommen hatten eben „Top End“.
Bis zur Ankunft von Stefan (der vom Kühlschrank, hier nun Beifahrer von Uwe) war noch reichlich Zeit, denn nun kannten wir ja den Flughafen und wollten erst zur geplanten Ankunftszeit dort aufschlagen.
Die Zeit hat Dany dann genutzt um den extra eingepackten Bikini auch zu benutzen. Bei einer Wassertemperatur von vielleicht 15 Grad wollte sie unbedingt ins Meer.

Anschliessend konnte sie sich noch im 28 Grad warmen Thermalbecken des Hotels aufwärmen.

Wir kamen dann auch exakt zur geplanten Ankunftszeit des Fliegers am Flughafen an. Aber der hatte wie ein zweiter Flieger aus Nürnberg eine halbe Stunde Verspätung … und durch die Ankunft von zwei Fliegern zur gleichen Zeit dauerte die Abfertigung natürlich auch noch ewig … Aber das war ja kein Problem, wenn wir eines zu Genüge gelernt hatten war es … Warten.

Über die Neubaustrecke Flughafen – Fähre konnten wir es so richtig krachen lassen. Die Stecke gibt es wohl seit einiger Zeit, aber sie war noch immer Piste … der Teer fehlte noch.
An der Fähre zum Festland war diesesmal aber wieder was Bekanntes angesagt … Warten.

Für die Strecke nach Douz haben wir dann einige Abkürzungen genommen, die annähernd Rallyecharakter hatten. Eine recht unebene Piste mit den typischen Queetdurchquerungen und im Gebirge eine Strecke mit sehr starken Ausspülungen waren auch dabei. So konnten wir uns schon richtig einstimmen.

Mittlerweile wurde es auch dunkel und wir mussten mit Licht fahren. Da meldete sich Uwes Lichtmaschine immer öfter und bei hohem Strom wollte sie trotz klopfen überhaupt nicht mehr. Das konnte ja noch heiter werden.

In Douz haben wir dann unser Lager im „Top End“ – Hotel Tuareg bezogen. Das Doppelzimmer mit Halbpension zu umgerechnet 76 EUR.
Wir waren allerdings fast die einzigen Gäste, so dass sowohl Frühstück als auch Abendessen nicht in Buffetform waren. Abends gab es ein 4 Gänge Menue.

Mittwoch 17.12  Sandrosen abgebrochen und was der ADAC damit zu tun hatte.

Da Uwe’s Lichtmaschine jetzt immer schlechter und weniger funktionierte, kam Uwe auf die Idee den ADAC in Anspruch zu nehmen, dessen Schutzbrief ja auch in Mittelmeeranrainer Ländern gilt und den Ersatzteilversand organisiert.
Naja dem Mitarbeiter musste Uwe zuerst mal Nachhilfe in Erdkunde geben und erklären, wo Tunesien auf der Landkarte zu finden sei und dass es sehr wohl ans Mittelmeer angrenzt.
Endlose Telefonate folgten, sowohl mit dem ADAC in Deutschland als auch mit dem ADAC in Tunis.
Wir haben uns alle sehr über den ADAC aufgeregt weil er uns diesen Tag so richtig versaut hat, so dass es einfach ein Muss ist, dies ausführlich zu erzählen.
Die sturen Richtlinen des ADAC hätten für Uwe’s Problem nur eine Vorgehensweise zugelassen. Der Jeep hätte in die nächste Vertragswerkstatt (vermutlich in Tunis – 600 km) geschleppt werden müssen, da eine Vertragswerkstatt den Fehler bestätigen muß. Dann hätte man eventuell den Versand der Lichtmaschine organisiert, Uwe hätte 3 Tage das Hotel bezahlt bekommen, eventuell den Heimflug und den Heimtransport des Jeep’s.
Dabei wollte Uwe nur dass sie den Versand der Lichtmachine bis Freitag nach Douz organisiert hätten. Um den Einbau hätten wir uns hier vor Ort selbst gekümmert. Diese Variante war dem ADAC aber wohl zu billig.
Hier in Afrika geht das halt nicht so wie in Europa, dass man an jeder Ecke eine Fachwerkstatt findet. Der ADAC sollte dann doch besser diese Leistung aus seinem Programm streichen, denn mit deutscher Bürokratie läuft hier eben nicht so viel.
Durch die endlosen Telefonate vergeudeten wir Stunden und auf den Anruf des tunesischen ADAC warteten wir den ganzen Tag vergeblich. (es sei vorweggenommen, dass dieser Anruf am Freitag abend dann kam)
Durch die Unflexibilität des ADAC’s mussten wir uns eben selbst helfen. Wir fuhren bei einer Schrauberwerkstatt in Douz vorbei und vereinbarten einen Termin für 16 Uhr zum Ausbau der Lichtmaschine und machten uns auf in Richtung Sandrosen. Nach 40 km Teerstraße kam der Einstieg ins Gelände, welches überwiegend aus harten Pisten, Sandpisten und kleinen Sandhügelchen bestand.
Auch habe ich bei dieser Tour feststellen müssen, dass man auf einem Track durch ein Chott besser nur auf der Piste wenden sollte, auch wenn es verlockend ist einfach eine große Schleife zu fahren ;-)

Dank der Sperren und weil es doch noch etwas trug, kam ich ohne fremde Hilfe wieder raus.

Wegen des späten Starts unserer Tour und wegen dem Termin bei den Schraubern mussten wir unsere Tour ca. 11 km vor dem Ziel abbrechen und zurück fahren.
Beim Schrauber angekommen machten sich der Chef und sein Lehrling sofort an den Ausbau der Lichtmaschine.
Weil in der Nähe kein passender Parkplatz mehr zu finden war, habe ich meinen Dicken einfach Afrikanisch abgestellt.

Um die schwer zugängliche Spannschraube für den Keilriemen zu lösen hatten die Schrauber nicht wirklich das passende Werkzeug. Als ich dann schnell meinen 13 er Ringratschenschlüssel holte mit dem es wesentlich besser ging, waren die beiden so begeistert, dass sie alle 13er Schrauben mit diesem Schlüssel öffneten.
Uwe war zeitweise sehr besorgt und entnervt … aber das gehört eben dazu ;-)

Als die Lichtmaschine ausgebaut war, haben wir sie zerlegt um an die Kohlen zu kommen. Das wollte der Mechaniker nicht machen, weil es die Aufgabe des Elektrikers sei.
Vom Lehrling, den Kohleträger in der Hand, bin ich dann zu einem Ersatzteilhändler geführt worden. Ich war zwar skeptisch aber wir suchten uns aus der großen Auswahl annähernd passende Kohlen aus.
3,5 Dinar, das sind ungefähr 2 EUR. Da kann man ja nicht viel falsch machen.

Danach ist der Lehrling dann mit mir zum Elektriker gefahren. Als sich der mit dem Lötkolben am Kohleträger zu schaffen machte, dachte ich dass jetzt alles zu spät ist. Aber er lötete die alten Kohlen aus, feilte die neuen Kohlen passend und baute diese ein. Er war knapp eine Stunde mit dieser Arbeit beschäftigt.
Ich war zwar der Meinung die neuen Kohlen seinen zu lange und er sollte sie etwas kürzen, aber mangels Französischkenntnissen blieben die Kohlen eben lang.
Ich war aber superbeeindruckt, wie der Elektriker mit seinem Lehrling diese Kohlen ausgetauscht hat. Und der Preis … kaum zu glauben auch 3,5 Dinar.

Zurück beim Mechaniker wurde die Lichtmachine wieder zusammengesetzt. Allerdings gab es dabei Probleme … die Kohlen waren zu lang.
Eine Feile wäre jetzt nicht schlecht … zum Glück hatte Dany eine Nagelfeile dabei (das war so eine Einwegnagelfeile, die ich in einem Hotel mitgenommen hatte). Wir vier schauten uns an, mussten alle sofort laut loslachen … da war doch was mit einer Nagelfeile auf der Tuareg 2007 (brachte einem Beifahrer im gelben Toyo doch einen Spitznamen ein)
Nach langer Feilarbeit, und Fluchen des Mechanikers, das sei doch eigentlich die Aufgabe des Elektrikers, konnte dann die Lichtmaschine wieder eingebaut werden.
Kaum war der Cherokee gestartet und alle nur erdenklichen Verbraucher eingeschaltet, stand sofort fest … das Ding tut wieder. Alle klatschten Beifall. Und die Rechnung vom Mechaniker, für gut drei Stunden Arbeit zu zweit … 50 Dinar… rund 30 EUR
Dann kam der Mechaniker noch mit einer Bitte zu uns. Er wollte eine Probefahrt auf dem Beifahrersitz machen … aber nicht wie jetzt viele denken mit dem von ihm reparierten Auto … nein mit meinem Dicken ;-)
Er zeigte mir einen kurzen Weg aus der Stadt hinaus und ab ging es mit Vollgas eine kleine Runde.

Am Schluß sagte er noch, dass er für den Cherokee einige Ersatzteile (Antriebsachsen,  Querlenker etc.) hätte. Ein Schaden sollte also kein Problem sein.
Zu mir sagte er nur: “Fahr etwas vorsichtiger, denn für den Kia hab ich keine Ersatzteile” ;-)

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Dez 15 2008

Anreise nach Tunesien …

Autor: Guido Kategorie: Events

oder wer nach Afrika will muss zuerst das “Warten” lernen…

Freitag 12.12. Anreise
Noch ein letztes Mal den Tank kurz vor der Grenze zu der Schweiz vollgetankt. Das erste Etappenziel lag in der Nähe von Soronne. In dem Hotel Concorde wollten Uwe und ich uns treffen (das Hotel kann man echt empfehlen). Durch die Schweiz war allerdings jede Menge Verkehr aber meine Straßen waren überwiegend schneefrei, was man von Uwe’s Anreise nicht behaupten konnte.

Ab Lugano und in dem Stückchen Italien kam ich allerdings voll in den Feierabendverkehr.
Aber pünktlich um 19 Uhr erreichte ich das Hotel, wo Uwe aber schon knapp 2 Stunden wartete und relaxte.
Wir gingen noch schön beim Italiener essen. Dazu gab es eine leckere Flasche Rotwein … danach haben wir schnell und gut geschlafen.

Samstag 13.12. Weiter zur Fähre nach Genua
Morgens beim Frühstücken waren wir die ersten und so kamen wir um 8:00 uhr los. Die letzten 160 km bis Genua liefen echt super … bis zur Abfahrt der Autobahn. Ab dort hatten wir 90 Minuten stau, für eine strecke von ungefähr 5 km. Unser Zeitvorsprung wurde kleiner, und so hat sich Uwe irgendwann auf die linke Spur gedrängelt … an weiteren 5 km Stau auf der rechten Spur ging es dann sehr zügig vorwärts und etwas geschafft erreichten wir um 11:30 den Hafen von Genua… 1,5  stunden früher als wir sollten … dachten wir zu dem Zeitpunkt noch.
Aber dann bekamen wir gesagt, dass die Fähre Verspätung hatte … ein paar Stunden vielleicht.
Beim Schlendern durch die Hafen – Shopping – Mall wurden wir jedoch ganz blass, als wir auf der Anzeigetafel die geplante Abfahrtszeit von 02:30 lasen. 9,5 stunden Verspätung. Und wir eingesperrt im Hafen.

Später in der Fähre habe ich zum Thema Verspätung noch ein tolles Werbeplakat der CTN (Fährgesellschaft) gesehen:

Ach ja was wir durch Zufall bemerkten war, dass man sich den orangenen Ausreisefiche von der italienischen Polizei abstempeln lassen muß. Das sollten wir uns für das nächste mal merken!
Die Abfahrtzeit hat sich bestätigt, was bedeutete wir mussten uns auf der Wartespur 15 Stunden Zeit totschlagen … und es wurden lange 15 Stunden und kalt war es dann mit der Zeit auch.
Wir waren schon stinkesauer und bereuten ein Wenig unsere Idee nach Tunesien zu fahren.
Allerdings hatten wir mit unserer Parkposition viel Glück und waren fast die ersten auf dem Schiff. Denn besser 1 ½ Stunden auf dem Schiff rumgelümmelt, als unten beim Auto auf der Wartespur.
Als Entschädigung für die lange Wartezeit, haben Uwe und ich uns eine kleines Upgrade in eine Zweibettkabine gegönnt.

Die 72 Eur waren echt gut angelegt … auf beiden Seiten ;-) .
An der Rezeption sollten wir nämlich nicht bezahlen … sondern erst bar dem Steward der uns die Kabine  zeigte … und zwar ganz ohne Quittung … ;-)

Die Überfahrt war sehr angenehm. Unser Schiff die Cartage war sehr gut eingerichtet und sie hat ja auch Bestnoten bei den Tests bekommen. Und so verbrachten wir die 21 Stunden auf See Zwischen Kabine, Bar und Anmeldeformalitäten.
Diese Anmeldeformalitäten, sind in Tunesien noch etwas ausgeprägter als in Marokko. Man hat 3 Formulare oder Fiche genannt die ausgefüllt werden müssen … und Eines bekommt man noch ausgedruckt.
Und es ist wichtig dass man sich zweimal anstellen muss (haben wir auch nur durch Zufall mitbekommen) einmal bei der Polizei und noch einmal separat beim Zoll wegen dem Auto.

Zui dem Autofiche fällt mir noch was wichtiges ein. Ganz speziell an die Landi-Fahrer gerichtet, die sowohl hier beim Warten auf die Fähre, und auch bei diversen Offroadveranstaltungen meinen, daß der “Landi” der einzige echte Geländewagen ist, und die Anderen noch nicht mal eines Blickes würdigen, ja noch nicht mal zurück grüßen weil sie wohl was besseres sind:
… im PKW-Fiche der Tunesier wird bei Fahrzeugtyp die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten gelassen. PKW oder Jeep … das gäbe mir als Landifahrer zu denken. Da steht nichts von Landi … oder Defender ;-)

Um das noch einmal für einen ganz gewissen Range Rover – Fahrer klarzustellen:
Als Landifahrer gelten typischerweise Fahrer von Defendern.

Recht pünktlich nach 21 Stunden Überfahrt kamen wir um ca. 23:15 in Tunis an. Da wir natürlich beim ausfahren auch eine sehr gute Position hatten, waren wir recht schnell aus dem Schiff raus.
Die Einreise und der Zoll flutschte auch wie am Schnürchen. Man muß nur darauf achten dass man keinen Computer, kein GPS und erst recht kein Funkgerät dabei hat … dann wird es schwieriger und mehr Papierkruscht bei der Einreise. Da wir zwar alles dabei hatten, aber gut verstaut (hihi) bzw. getarnt hatten, gaben wir natürlich nichts von alledem an.
Um 24 Uhr hatten wir alles hinter uns, und sogar schon getankt … für 60 Cent der Liter Diesel. Hier sei noch erwähnt, dass es der Dicke mit einer Tankfüllung von Lörrach bis nach Tunis geschafft hat, er war sogar noch viertel voll.
Durch die Einreise wieder so richtig aufgedreht machten wir uns sofort auf den Weg in Richtung Djerba.

Montag 15.12. Djerba wir kommen.

Nach dem wir in Tunis die Autobahn Richtung Süden gefunden hatten ging alles recht flott.
110 darf man und die konnte man auch problemlos fahren, denn es war ja um die Zeit überhaupt keiner mehr außer uns auf der Straße.
Sowohl Uwe als auch ich konnten unsere Zusatzscheinwerfer oft zum Einsatz bringen … in Tunesien gilt das glaub ich nicht, daß nur 6 Scheinwerfer brennen dürfen … und so konnte ich meinen Tannenbaum auf dem Dach gleich auf “Afrikamodus” umstellen … dann waren es bei mir eben immer 12 Scheinwerfer ;-) und die machen hell.
Nach 3 Stunden hatten wir die ersten knapp 300 km bis Sfax erledigt.
Die Autobahn geht jetzt wohl schon eine ganze Zeit komplett durch bis nach Sfax … das ist auf meiner elektronischen Karte auch schon so drauf …
Allerdings hat es mit der Terminplanung hier in Tunesien nicht so richtig geklappt, weil die Zahlstellen befinden sich noch im Rohbau. So war das Stück von Sousse bis nach Sfax auch noch kostenlos.
Kurz nach Sfax, haben wir uns dann ein nettes Plätzchen direkt am Meer gesucht, weil wir ein paar Stunden im Auto schlafen wollten.

Nach ein bisschen Schlaf, sind wir dann von unserem Nachtlager zur Insel Djerba aufgebrochen, wo Dany ja um 22 Uhr landen sollte.
Mittlerweile war es 7 Uhr und auf der Landstraße war schon jede Menge Verkehr.
Recht schnell mussten wir uns wieder an den Afrikanischen Fahrstil anpassen. Die zum Teil haarsträubenden Überholmanöver hatten wir nach einer halben Stunde Fahrt auch wieder ganz gut drauf, und dann machte es wieder richtig Spaß.
Wie heißt es in einem Buch über Tunesien treffend:
Die Ampeln, Geschwindigkeitsbegrenzungen und Überholverbote sind nur „unverbindliche Verkehrsempfehlungen“.
Oder anders formuliert, hätte ich auf der Strecke von Sfax nach Djerba mein Flensburger Punktekonto mehrfach bis an den Rand auffüllen können.

Ein kleines Beispiel: Die letzte Strecke zur Fähre nach Djeba wurde gerade neu gebaut. Es war deshalb eine Piste. Recht eben. Unsere guten Stoßdämpfer hatten bei Tempo 80 – 100 jede Menge Spaß. Da kam plötzlich irgendein Fiat’le von hinten und überholte uns zügig mit bestimmt 120. Am Rande sollte noch erwähnt werden, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung 20 km/h war.

Noch auf dem Festland meldete sich dann Uwe’s Lichtmaschine zu Wort und lieferte keinen Strom mehr. Ein kurzer Anruf bei CustomCars brachte als Ferndiagnose die Kohlen die wohl zu abgenutzt waren als Ursache heraus. Mit dem Tip gegen das Gehäuse zu klopfen nahm die Lichtmaschine immer wieder für eine Zeit Ihren Dienst auf.

An der Fähre angekommen wurden wir (besser gesagt nur ich) zum ersten Mal in einer Kontrolle angehalten und befragt. Wo kommen sie her und wo wollen sie hin … natürlich in französisch und weil ich das ja nicht kann eben danach in gebrochenen Englisch.
Es half alles nichts, wieder und wieder wollte er das Selbe wissen … erst als ich sagte: Flughafen, abholen und dann nach Douz war das magische Wort fürs Weiterfahren gefallen. Beim Wort Douz wurde ich sofort durchgewunken … und Uwe gleich auch.
Kurz mussten wir auf die Fähre warten. Die Fähre spart hier ca. 80 km Umweg gegenüber der Strecke über den Damm/Brücke nach Djerba.

Der Preis für die Fähre war nach Uwe: einmal rrrrrm (Ampelstart mit dem Jeep) also umgerechnet 50 Cent.

Durch die Hauptstadt von Djerba wurde es dann zeitweise recht eng. Im Touristengebiet angekommen haben wir dann erst mal verschiedene Hotels abgeklappert.
Von 120 EUR für das Doppelzimmer in einem 5 Sterne Hotel haben wir uns über ein 3 Sterne Hotel mit All Inclusive für 70 EUR pro Person zu einem echt schönen Hotel Sirena durchgesucht. 38 EUR für das Doppelzimmer mit Frühstück waren echt sehr günstig für diese Hotelkategorie. Dieses Hotel bekommt hier auch das Prädikat „sehr zu empfehlen“

Nach dem wir uns geduscht hatten und den Strand erkundeten haben wir ein wenig ausgespannt, denn bis der Flieger von Dany kam hatten wir noch reichlich Zeit.
Am frühen Abend sind wir dann Tanken gefahren und haben uns in einem wirklich guten Steakhaus was Ordentliches gegönnt.

Wir waren recht zeitig am Flughafen und haben uns wieder unserer Lieblingsbeschäftigung in diesem Urlaub gewidmet … Warten.
Gut weil wir den Flughafen nicht kannten waren wir fast eine Stunde vor der Ankunftszeit da.
Danys Flieger war dann  superpünktlich, und die Theorie mit dem „nur Handgepäck“ ist auch voll aufgegangen und Dany war sehr schnell durch die Kontrollen.
Dann gab es nur noch eines … schnell ins Hotel und ab ins Bett.

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Nov 21 2008

Die Fähre ist gebucht …

Autor: Guido Kategorie: Events

Geplant war ja ein kleiner Kurztrip nach Tunesien zusammen mit meinem Freund Uwe noch im Dezember. Leider kann Uwe jetzt aus geschäftlichen Gründen nicht mitfahren.
Da hab ich mir viele Gedanken gemacht, denn ich hab mich sehr auf den Kurztrip gefreut. Aber einen Mitfahrer zu finden in der Kürze der Zeit … wohl unmöglich.
Alleine fahren, ohne Beifahrer … wohl eher ganz schlecht.

Glücklicherweise hat Dany jetzt doch ein paar Tage Urlaub bekommen … aber zu wenig für den Trip nach Tunesien.

Aber wir haben eine denke ich geniale Lösung gefunden … ich werde den Dicken alleine nach Tunesien bringen, mit Fähre und so. Dany kommt mit dem Flieger dann direkt nach Djerba und fliegt von dort auch wieder nach Hause.

Durch die Wahl der Termine, habe ich einen Tag Zeit von Tunis nach Djerba zu kommen bzw. von Djerba nach Tunis. Das müsste zu schaffen sein, und Djerba liegt ja quasi auf dem Weg in die Wüste … und der kleine Umweg spielt bei den Dieselpreisen in Tunesien (angeblich unter 60 Cent) auch nicht wirklich eine Rolle ;-)

Es bleiben dann immerhin noch vier Tage reines Wüstenvergnügen. Die Kultur soll natürlich auch nicht zu kurz kommen, deshalb werden wir uns auch den Drehort von StarWars anschauen :-)

Geplant habe ich folgende Highlights … und die muß ich jetzt noch in eine Strecke bauen:

  • Wie gesagt den Drehort von Star Wars
  • Die Sandrosenfelder
  • Die Piste über den Chott El Jerid
  • Höhlenhotel Matmata
  • ein bißchen Grand Erg Oriental von Douz aus (einfach mal sehen was geht, vielleicht schaffen wir ja die Grand Dune ;-) )

Ach ja wenn jemand Lust und Zeit hat, kann er sich gerne melden … der Termin steht fest (13.12. – 22.12) und meine Fähre (SNCM) und der Flug von Dany sind gebucht.

Demnächst gibt es mehr, wenn die Strecke weiter durchgplant ist.

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Nov 19 2008

Snowhillclimbing in Unterjoch

Autor: Guido Kategorie: Events

und der Dicke ist angemeldet. Da kann er dann mal wieder auf neuem Terrain zeigen was er draufhat.
Das wird bestimmt wieder ein tolles Event.

Tina von den Rallyeladies und auch Uwe vom Team Rappelkiste werden auch dabei sein.
Mittlerweile haben sich auch Stefan (der Erschaffer dieses Internetblogs) und Ralf Edelstahldesigner (Konstrukteur für unkaputtbare Tanks) als weitere Mitglieder des Sorentoforums angemeldet.

Ich denke das wird ein Heidenspaß … und mal wieder was neues :-)

Hier ist der Link zur Homepage vom Snowhillclimbing.

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Okt 19 2008

1. Treffen der Offroadreisenden in Großheringen

Autor: Guido Kategorie: Events

So jetzt ist das geniale Event leider wieder zu Ende …

Einen herzlichen Dank an Robby und sein ganzes Team von adventure-offroad.de für dieses schöne und informative Wochenende.

Ein perfekt organisiertes Event mit allerlei Highlights.

Da wurden Bilder und Filme von tollen Offroadzielen im Osten und in Nordafrika gezeigt. Man konnte sich mal live alles um eine Reifenreparatur anschauen.

Ein spezielles Highlight war die Roadbooktour am Samstag. Eine perfekt ausgearbeitete 60 km lange Tour rund um Großheringen.
Durch die Regenfälle der vergangenen Tage, wurden uns erschwerte Bedingungen angekündigt … vor allem ohne MT-Reifen.
In meinem Dicken fanden alle anwesenden Vertreter des Sorentoforums (Thomas der Oberschöni und Heiko) Platz. Während sich Thomas auf die Instrumente und den Weg konzentrieren sollte, war es die Aufgabe von Heiko die Suchbilder auszumachen.
Am Tag vorher hatte ich mich schon mit Frank und Cyntia ( ich hoffe ich habs richtig geschrieben ) aus meiner alten Heimat abgestimmt, daß wir zusammen fahren wollten. Die beiden haben einen absolut geilen VW T5 als Camper und von Seigl so richtig zurechtgemacht.

Schon kurz nach dem Start kamen ein paar so richtige schlammige Feldwegpassagen als Einstimmung.
Weil das Wetter auch super mitspielte und uns mit lecker Sonnenschein begleitete waren diese Passagen aber mit Allrad sehr gut zu bewältigen.
Damit mein Dicker auch standesgemäß aussah, habe ich auch jede Schlammpfütze mitgenommen.
Es war der absolute Spaß … und immer wieder trafen wir unterwegs auf andere die die Tour machten. Es war immer Zeit um ein bissel zu tratschen oder um über die weitere Steckenführung zu diskutieren.

Eng wurde es, als uns die Gruppe der GPS-Fahrt entgegenkamen.

Traumhafte Ausblicke auf der Tour.

Kaum zu glauben, aber so verehrt der Thomas meinen Sori.

Und hier noch ein hervoragendes Beispiel von der Verschwendung von Steuergelder … das wohl sinnloseste Verkehrschild ;-)

Ist das eine Straße?

Die Roadbooktour endete auf einem kleinen aber überaus feinen Fahrgelände. Grasbewachsene Hänge, mit einem zum Teil sehr hohen Schwirigkeitsgrad.

Ich hatte jede Menge Spaß und bin auch eifrig im Gelände umhergefahren.

Eimal brauchten wir für die letzten 3 Meter am Berg sogar die Winde.

Eine besondere Herausforderung war eine recht steile Bergauffahrt.
Ein Wrangler mit MT-Reifen hat sich daran versucht und ist auch beim ersten Versuch oben angekommen. Thomas und ich haben das beobachtet und dann hat Thomas gesagt: “Wenn du da bis zur Hälfte hochkommst geb ich dir eine Erbsensuppe aus” Die Erbsensuppe war zwar ein Bier, aber das mag ich ja nicht und so hab ich eben eine Erbsensuppe bekommen ;-)

Ja mit so einer Aussage bekommt man mich doch immer :-) . Jetzt ging es schliesslich um die Ehre von meinem Dicken und mir.
Schon beim ersten Versuch hat es dann geklappt. Der Dicke hat sich bei Vollgas bis nach oben durchgekämpft. Und das trotz AT-Reifen und trotz der tiefen Kuhle die sich im oberen Drittel befand.
Jetzt war Thomas aber sprachlos (was selten vorkommt). Aber bis auf das Foto von Heiko aus einer riesigen Entfernung … gab es keine Aufnahmen.

Während sich noch mehrere an dem Berg versuchten … Ich glaube ein Ford hat es beim dritten Versuch auch noch geschafft … schmiedete ich Pläne, daß ich den Berg noch einmal Fahren wollte … aber mit Thomas als Filmer.
Mittlerweile war aber die Kuhle im oberen Drittel noch viel tiefer ausgewühlt, und außerdem hab ich diese Stelle etwas zu weit links erwischt … das Ergebnis gibt es aber als Film :-) .

Zusammengelegt fand die Stoßstange im Kofferaum Platz. Aber wie sage ich da immer … die kann man nochmal verwenden wenn ich sie wieder zusammenklebe ;-)

Am Nachmittag fanden dann noch ein paar Vorführungen von Robby statt … z.B. Reifen flicken, Reifen von der Felge drücken … und ihn mittels Bremsenreiniger wieder drauf zu bringen.

Robby hat dann auch noch ein Kinetikseil demonstriert, mit dem man wohl nahezu jedes festgefahrene Fahrzeug bergen kann.
Zur Demonstration wurde der Pajero von Robby als Zugfahrzeug verwendet, während mein Dicker mit mir als “Bremser” das zu bergende Fahrzeug stellte.

Es war faszinierend, wie ich ohne Ruck mit einer Wahnsinnskraft vorgezogen wurde. Wer wollte durfte sich auch mal in den Pajero setzen um es auszuprobieren. Jedesmal das Gleiche … Ohne Ruck wurde mein Dicker nach vorne gezogen …
Bis zu dem Moment, als sich mein spezieller “Freund” Thomas ans Steuer des Pajero setzte. Mit Vollgas fuhr er los. Und wer sich das Video von dieser Aktion anschaut weiß, daß mit einem normalen Bergegurt mein Auto in zwei Hälften gerissen worden wäre … Ok mit dieser Aktion hat mir Thomas wieder mal einen Schäkel kaputt gemacht.

Robby, bitte lass den Thomas nie mehr ans Steuer deines Pajeros !!!

Am Abend gab es dann noch im Feldschlösslein ein lecker Abendesssen mit sehr schönen Reisevorträgen.
Heute nach dem Frühstück haben sich dann alle, zum Teil sehr witgereisten, wieder auf den Heimweg gemacht.

Ein superschönes Wochenende, und wenn es wie geplant nächstes Jahr wieder stattfindet werde ich wieder dabei sein.

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Okt 06 2008

Das Rennen — Die Videos

Autor: Guido Kategorie: Events

So die Videos sind bei Youtube.

Die erste Runde:

und die Runde in die andere Richtung:

Ja noch so am Rande sei angemerkt … Danke Dirk für das “bißchen Mehr von unten raus” das konnte ich sehr gut gebrauchen … und an CustomCars: Am Sound müssen wir dringend noch was tun ;-)

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Okt 05 2008

Das Rennen – Cudouit Dan (ein perfekter Tag)

Autor: Guido Kategorie: Events

Morgens früh um 6:15 ging es für Janek, Andreas und mich bei unserem Hotel los … eigentlich keine Zeit wenn man an einem Tag ausschlafen könnte.
Wir fuhren zu Robby, bei dem wir uns um 6:30 mit weiteren Freunden von ihm treffen wollten.
Danach fuhren wir nach Litija was ungefähr 80 km entfernt war. Auf dem Weg dahin sahen wir, daß wetter.com nicht gelogen hatte … strahlend blauer Himmel und keine Wolken.
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Aber was soll ich sagen, als wir in Litija ankamen lag dies genau in einem dieser Nebeltäler ;-)
Es waren jetzt so um die 10 Leute und wir warteten bei einem Kaffee auf noch ein paar Fahrer.
Im Convoi ging es dann den Berg hinauf. Aber selbst dort auf dem Berg war es noch verdammt neblig, so daß man kaum 50 m sehen konnte.
Es handelte sich um eine XXL-Lichtung mitten im Wald. Die “normalen” Fahrzeuge parkten oben am Weg, aber die teilnehmenden Fahrzeuge mußten den recht steilen Weg nach unten … Wiese … nass … schlammig.
Schon mein Versuch nach unten zu fahren scheitete kläglich … der Dicke rutschte quer den Abhang hinunter.
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Es ist aber wie immer die reale Steigung kommt auf den Bildern einfach nicht raus.
Aber kein Problem … man ist hier unter Freunden … und sofort war der anderer Robby mit seinem Wrangler da um mich wieder in die richtige Richtung zu ziehen.
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Nachdem ich mich dann wie auf Glatteis mit aller nur erdenklichen Vorsicht mit meinen AT-Reifen nach unten geschafft hatte und den abgesteckten Rundkurs sah war mir klar … das brauchst du noch nicht mal ansatzweise probieren.
Da wurde aber schon direkt die erste Brotzeit angerichtet … jeder hatte etwas dabei und alle teilten miteinander.
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Dann wurden die ersten Testrunden gefahren und ich war mir eigentlich immer sicherer daß ich besser meinen Dicken stehen lassen sollte. Alle hatten MT-Reifen und ein alter GAZ-Geländewagen war sogar mit Traktorreifenprofil ausgestattet.
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Aber wie ich so zuschaute, naja da bekam ich dann doch Lust. Einmal noch kurz nachgefragt, was passiert wenn ich eine Bande kaputt mache … nichts sie wird wieder aufgestellt. Dann war ich auch schon am Luftablassen. Und man konnte ja Proberunden drehen … ein Versuch war es ja wert.
Also nichts wie angemeldet … für die 15 Eur Startgebühr gab es zudem noch einen Aufkleber, ein T-Shirt, eine warme Mahlzeit und was zu trinken.

Robby gab mir noch den Tip … immer Vollgas. Dann meine erste Versuchsrunde. Das mit dem Vollgas war einfach gesagt, es ging den Berg in Schlangenlinien runter … und mein Bauch sagte immer nur Bremsen, langsamer. Das aber war die absolut falsche Strategie. So drehte ich mich in der ersten Runde und rutschte seitlich unter der Bande durch.
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Aber man durfte ja nicht nur eine Proberunde fahren … also los auf zur nächsten. Diesesmal klappte es dann schon besser, nach vielen Tips von Robby und meinen Beifahrern wie ich eine Kurve anfahren soll … und dabei immer den inneren Feigling bekämpfen und “Gummi” und durch.
Die erste Runde war geschafft und es folgten noch mehrere, und es klappte immer besser … ich wurde auch immer mutiger.
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Das Rennen sollte aus zwei Runden bestehen, die Strecke mußte einmal aus jeder Richtung durchfahren werden.
Auf was hatte ich mich da blos eingelassen.
Beim Training kippte mal die Suzi um, ein paar Reifen sprangen von den Felgen … und immer war sofort eine ganze Truppe von Leuten da, die half.
Von meinem eigentlichen Rennen gibt es keine Fotos, da hat Andreas was viel besseres gemacht … die Filme werden wohl wenn es dann mit dem Upload klappt morgen bei Youtube stehen.

Zwischen den beiden Rennen gab es Mittagessen und danach konnten dann Proberunden in die andere Richtung gefahren werden. Und wie mein Freund Uwe schon immer sagt: Besser eine kritische Strecke bergauf zu fahren war es dann auch so, daß ich in dieser Richtung die Strecke mehr als 30 Sekunden schneller schaffte als vorher.

Immer wieder standen wir zusammen redeten, meine Beifahrer aßen selbstgemachte Salami, tranken selbstgemachten Wein und selbstgemachten Schnaps. Es war ein sehr schönes geselliges Beisammensein. Wir wurden aufgenommen und jeder versuchte sich mit uns in Denglisch zu unterhalten … es klappte prima.

Bevor die Siegeehrung stattfinden sollte, war noch eine kleine “Ausfahrt” durch den Wald geplant …
Ausfahrt … sollen die vom slowenischen Kia-Forum noch einmal schreiben: “ich wäre crazy” … dann sollen sie mal hier vorbeikommen.
Die Ausfahrt in den Wald war nicht im geringsten mit Saverne zu vergleichen. Da waren tiefe Schlammlöcher, an deren Ende es fast 3 Meter steil nach oben ging (ich stand davor und dachte ohne Winde geht das garnicht). Aber es ging … mit Vollgas quälte sich der Dicke da hinauf.
Oder an einer anderen Stelle ging es ca. 10 Meter fast senkrecht nach unten … auch das erschien mir auf den ersten Blick unmöglich. Später allerdings hat es solchen Spaß gemacht daß ich es gleich nochmal gefahren bin.
Es war keine Ausfahrt in den Wald, mehr ein unkoordiniertes Toben im Wald, bei dem auch wieder Reifen von der Felge sprangen und bei einem Toyota sogar die Hinterachse brach.
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Bei der Siegerehrung wurden jeweils die ersten drei von jeder Klasse mit einer Urkunde bedacht. Es gab da die Quads, Benziner und Dieselfahrzeuge. Es war ja klar, daß es mir bei 11 startenden Dieselfahrzeugen nicht auf einen Platz reichte … aber ich bekam doch eine Urkunde fürs “Kommen” mit einer Einladung für das nächste Jahr.
Ich will aber trotzdem erwähnen, daß ich mit dem 7.Platz im Mittelfeld lag und das trotz, daß es das erste Mal für mich war.
Ein wunderschöner Tag ging dann langsam zu Ende. Eine solche Gastfreundlichkeit mit der wir hier aufgenommen wurden sucht wahrscheinlich seinergleichen.
Ich war von dem Tag so begeistert, daß ich in jedem Fall und sei es nur für ein verlängertes Wochenende wiederkommen werde.
Auf der Heimfahrt mußte ich beim Aufpumpen der Reifen feststellen, daß sich in die Wulst eines Reifens Steinchen reingedrückt hatten. Ein Wechsel des Reifens erschien mir in Anbetracht der Entfernung zum Hotel als angebracht.
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Mehr Bilder gibts wie immer noch in der Galerie und die Filme hoffentlich dann Morgen bei Youtube.

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Okt 03 2008

Bitschko Madre … oder alles andere als Kinderfasching

Autor: Guido Kategorie: Events

Gestern mußten wir sehr lange arbeiten, und sind deshalb direkt nach der Arbeit ins Bett gefallen.
Heute … ja ich weiß ihr habt Feiertag … war es dann doch noch hell und wir haben uns mit Andre (der arbeitet in der Firma) und Robby (seinem Freund mit Cherokee) zu einer Ausfahrt getroffen.
Zuerst mußte natürlich noch kurz mein Wagen inspiziert werden …
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bevor es losging.
Alles war am Anfang noch sehr easy: Wiesen, kleine Schlammlöcher, Verschränkungen und enge Waldwege.

Aber dann ging Robby so richtig zur Sache … einen Weg konnte man das nicht mehr nennen … “quer durch den Wald” trifft die Sache dann schon eher.
Stück für Stück mußten wird den Weg erkunden … und er wurde teuflisch eng.
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Immer wieder mußte ich millimeter genau zwischen Bäumen dirigiert werden … mein Sori ist gefühlte 30 cm breiter als der Cherokee :-)

Als es schon dämmerte machten wir eine “czigpausa”. Naja für die Rechtschreibung der Slowenischen Wörter kann ich natürlich überhaupt keine Garantie übernehmen ;-)
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Der späte Aufbruch, das langsame Vorankommen und die Pause sorgten dafür, daß es ruckzuck dunkle Nacht wurde.
Jetzt gestaltete sich das “Zwischendenbäumenmanövrieren” natürlich besonders schwierig.
An einer Stelle war es dann so verschachtelt und so eng, daß wir den Dicken mal kurz mit der Winde querziehen mussten.
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Vielleicht wäre es auch mit mehrmals rangieren gegangen … aber so machts mehr Spaß und wofür hat man denn eine Winde.

Als wir dann endlich wieder auf einen “Weg” kamen war es zwar nicht mehr ganz so eng … aber dafür extrem ausgefahren.
Zweimal habe ich den Cherokee wieder aus einem Loch gezogen … damit er dann mit viel Schwung durchkam. Mich hat es sowieso gewundert, was Robby aus dem Cherokee herausgezaubert hat … und das mit abgefahrenen Reifen, mit Orginalfahrwerk und ohne Achssperren.

Wie gesagt ging es dann zweimal mit Schwung durch die tiefen matschigen Spuren.
Dann machten wir noch einmal Stop. Robby zeigte mir die verbleiende Strecke bis zur Straße. Ungefähr 200 Meter. “Bitschko Madre” … dafür gibt es bei uns in Deutschland nicht das passende Wort … Verdammte Sche… trifft es aber vielleicht am ehesten.
Beim Anblick dieser letzten 200 m wurde es mir Angst und Bange … ich dachte nur 200/30m Seillänge … und zwei Fahrzeuge … 14 mal mit der Seilwinde ziehen … ob da die Batterien mitmachen :-(

50 – 60 cm ausgefahrene Spuren und die auch noch  Schlamm gefüllt … keine Change nicht mal mit Sperren.

Aber Robby wollte es noch etwas Härter und meinte ich solle den Cherokee anhängen und dann mit Vollgas durch… verrückt diese Vorstellung … aber ein guter Plan wenn er dann funktioniert.
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Leider hatte ich meinen 9m Stretchgurt nicht dabei … aber dafür zwei mit je 4 Meter. Die sollten reichen!

Also alles bereit und dann Vollgas. Das hat Schläge gelassen … dann wieder ein Ruck an der Anhängekupplung … aber immer Vollgas … kaum vorstellbar aber der Sori hat sich da durchgewühlt und das mit einem Cherokee am Haken.

Das war richtige Teamwork. Es hat mir zwar einwenig den Schweller unter der linken hinteren Tür eingedrückt, aber es war auch einfach ein geiles Gefühl da durchgekommen zu sein … Wie gesagt beim Abgehen der Strecke hätte ich das nicht gedacht.
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Nach dieser genialen kleinen Offroadtour ging es dann zu Andre nach Hause, weil seine Frau für uns etwas leckeres zu Essen gerichtet hatte … da gab es selbstgemachten Wein, selbstgemachte Wurst usw. einfach Genial.
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Ein supertoller Abend. Die Gastfreundschaft hier ist einfach umwerfend.
Eine Einladung von Robby mal irgendwann mit ein paar Freunden zu einer Offroadtour zu kommen bekam ich auch.

So und spätestens am Sonntag werden wir Robby wiedersehen und dann mit ihm gemeinsam zu der ominösen Privatrallye nach Leticia fahren.
Omineus deswegen, weil selbst Robby nicht so genau weiß was da abgeht … anscheinend ein Offroadrennen … ich werde es sehen.

Mehr Bilder vom Ausflug sind wie gehabt wieder in der Galerie.

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Okt 01 2008

Es wird immer enger …

Autor: Guido Kategorie: Events

… und der Dicke kriegt immer mehr Kratzer. Also ich bin ja schon viel offroad gefahren … in Rumänien, Slowenien und in Deutschland … aber die Breite und der Zustand der Waldwege hier, sowas hab ich noch nie erlebt. Aber wenn ich meinem Freund Schöndorfer glauben darf gehen die ganzen Kratzer ja wieder mit dem Ultrashine Protector wieder raus.
Und die Reifen sehen auch aus wie die Sau, aber auch hier hab ich zuhause noch genug “Affenschnatze” um das wieder in Ordnung zu bringen.

Noch zwei Infos die Euch im naßkalten Deutschland etwas neidisch werden lassen …
Bei Außentemperaturen bis 22 Grad und Sonne pur und einem Dieselpreis von 1,12 Euronen muß man einfach jede freie Minute zum Fahren nutzen … So auch wieder heute.

Die ganzen Bilder von heute sind natürlich wieder in der Galerie zu finden.

Ja das ist der Vorteil des Beifahrers. Janek bei seiner Lieblingsfeierabendbeschäftigung. Ohne Zwischenstopp zwischen Arbeit und Wald bei einem Supermarkt zwecks Einkauf, hätte ich nur genörgle während dem Fahren hören müssen ;-)
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Und wie schon in der Überschrift geschrieben wurde es heute so richtig eng:
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Die Dämmerung wirkte sich im Wald schon wie die einbrechende Dunkelheit aus. Zum Glück hab ich aber 400 Watt in 8 Scheinwerfern auf dem Dach zur Verfügung :-)
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