Jan 27 2018

Gecko II = Energie 2.0

Autor: Kategorie: 0 - Geckomobil

Für das (elektrische) Energiekonzept von Gecko II werde ich mir ein paar ganz besondere Features gönnen.
Das wird aber ein eigener ausführlicher Bericht wenn alles in trockenen Tüchern ist.

Gestern Abend bei einem Gespräch mit meinem Lieblingshassfreund (Achtung !! Insiderspässle) Schönie hat der mich auf eine Idee gebracht die definitiv genial ist und die ich direkt beschreiben muss.

Ein bissel Grundinfos:

Die PV-Anlage von Gecko II wird eine Peakleistung von 600 W haben (viel hilft viel) … und die Module hat mir mein Freund Ralf letzte Woche  vorbei gebracht.
In einer kurzen Phase von Nichtregnens konnte ich es nicht lassen und hab sie mal auf’s Dach gepackt (um zu sehen wie es später aussehen soll)

So aber jetzt kommt der Schönie-Hammer … und ein paar Fakten:

  • Da mein Schuppen zu klein ist wird mein Gecko II wohl immer draußen stehen
  • Da mein Chef etwas knickerig mit Urlaub ist wird Gecko II so ca. 80-90% zu Hause vor der Haustür stehen 🙁
  • Das wird mit Sicherheit in der Zeit sein wo es in Deutschland Sommer sein sollte (Ich fahr lieber weg wenn es hier bei uns kühler wird)

Bedenkt man diese drei Fakten drängt sich eines auf (und das werde ich sicher umsetzen) …

Warum nicht die 600 W ins Netz einspeisen – Genial die Idee – dank Schönie.

Der Energieverbrauch von Gecko II ist im Standby sehr gering … von Zeit zu Zeit mal ein paar Stunden nachladen reicht sicher. Die Hardware die man dafür braucht ist auch denkbar überschaubar.
Ein Umschalter und ein kleiner Einspeisewechselrichter (z.B. Soladin) und los kann es gehen.
Theoretisch bringt in unserer Lage ein kW ca. 900 kWh pro Jahr … macht für meine Anlage ca. 430 kWh … entspricht ca. 300 kg CO2 Einsparung.

Da brauch ich dann wenn ich losfahre und den Diesel anschmeisse kein schlechtes Gewissen mehr haben 😉 … ich reise dann quasi CO2-Neutral

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Jan 24 2018

Starthilfe, Rostentfernung und Schalldämmung …

Autor: Kategorie: 0 - Geckomobil

Nachdem das Wetter ja Gott sei Dank relativ mild ist, konnte ich mich den ersten Problemen widmen.

Irgendwie ist mein OM314 bei eisigen Temperaturen fast nicht angesprungen … nicht dass ich in kalte Regionen reisen will … aber kalt kann es ja immer mal sein.
Mein erster Gedanke war … da stimmt was mit den Glühkerzen nicht. Das war in soweit auch richtig … denn der OM314 hat gar keine.

Ok was nicht da ist kann schon nicht kaputt gehen 😉 , aber mit der altersschwachen Batterie springt er dann eben nicht gut an. Einiges lesen im Internet brachte so Ergebnisse wie … man kann ein kleines Feuerchen unterm Motor machen … naja das heb ich mir für den Notfall auf.

Ich versuch es erst mal mit gescheiten Batterien. Die Wahl fiel auf die Optima Red Top. Die hatte ich auch damals im Sorento und die liefern einen mega Startstrom selbst wenn es draußen mal kalt ist.

Im Zuge der Rostentfernung und des Versuchs der „Schalleindämmung“ bekam Gecko II dann zwei neue Batterien. Die Zuleitung zum Hauptschalter hab ich dann großzügig mit 70mm² ausgeführt … eine seltendämliche Idee wenn man das Kabel selbst biegen und verlegen muss 😉

Der grobe Rost ist entfernt und alles was mir sinnvoll erschien mit Alubutyl abgeklebt. Irgendwie sieht er jetzt innen eher aus wie ein modernes Raumschiff.

Was haben sich die von Robur wohl damals dabei gedacht ??

Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden 🙂

So mal schauen was ich als nächstes machen kann …

 

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Dez 31 2017

Ein Walzer gefällig … oder das kann ja heiter werden

Autor: Kategorie: 0 - Geckomobil

Wenn man erst mal alles aus dem Robur – Führerhaus rausgerissen hat kann man wohl sogar einen Walzer darin tanzen 😉

Leider ist das nicht so lustig aber ansonsten müsste ich jetzt heulen.
Der Plan war ja eigentlich einfach nur ein paar Möbel bauen und los kann es gehen im Oktober nach Marokko … aber wie wir alle wissen … nichts kommt wie geplant … oder Pläne sind zum ändern da.
Ein paar Dinge sollten ja auch aus dem Führerhaus raus … Standheizung (weil die ist noch mit Benzin), Kalaschnikowhalter … weil die eh keiner braucht …

Aber je genauer ich mit dem Robur beschäftigt habe um so genauer hab ich hinschauen müssen … und langsam hat sich mir immer mehr die Frage aufgedrängt ob ich wohl keinen LKW sondern ein kleines Feuchtraumbiotop gekauft habe.
Da sammelt sich überall das Wasser im aufgeklebten Schaumstoff und drunter gammelt es so vor sich hin 🙁

Die mich kenne wissen ja dass ich eigentlich ein sehr „ungeduldiger“ Mensch bin und so fiel mir die Entscheidung auch sehr schwer … erst mal alles rausrupfen und dann Rost beseitigen, schützen und neu isolieren.
Mit jeder Stunde die ich am Robur schraube wird mir mehr angst und bange wegen der Marokkotour im Oktober … Ok es wäre zwar schade aber es bleibt ja immer noch Plan B und dann geht’s eben nochmal mit dem Isuzu nach Marokko.

Wir werden sehen noch sind ja 9 Monate Zeit …

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Dez 25 2017

Das fehlende 3D-Gen der Frauen …

Autor: Kategorie: 0 - Geckomobil

Die Kabine von Gecko II ist ja noch ganz leer. Deshalb habe ich mit viel Informationen aus Ulrich Doldes Selbstbaubuch und vielen Videos von Michael und Sabine eine Ausbauplanung für die Kabine gemacht.

Ich bin mit dem Ergebnis ganz zufrieden und alle mir wichtigen Dinge konnte ich irgendwie einplanen.
Nun gut also ab damit zu Dany ob sie damit auch leben kann … Nur leider ist ja bekanntlich bei den Frauen das 3D-Vorstell-Gen nicht besonders ausgeprägt … deshalb die Antwort:
So kann ich mir das nicht vorstellen!

Was also tun … ein 3D-Modell musste her … und wenn schon denn schon dann richtig.

Ich glaube ich bin der erste der sein Wohnmobil vorab mal als 1:1 Modell aufgebaut hat. Alles für Dany!

Mit ein paar kg Heißkleber und jeder Menge Kartons ist es dann in recht kurzer Zeit entstanden (wenn nur der richtige Ausbau auch so schnell ginge )

Der Eingangsbereich rechts mit Dusche und obligatorischer Trockentrenntoilette.

Links ist schon die Küche entstanden.

1:1 Modell von Herd-Spüle-Kombination

Dann kommt die Sitzecke … einen Tisch in Pappe hab ich mir geschenkt

Hinten im Heck das Festbett mit dem darunterliegenden Stauraum

Obwohl ich auf die gesamten Hängeschränke verzichtet habe ist es jetzt ist es auch für Dany kein Problem mehr sich das ganze vorzustellen und Ihre Anmerkungen einzubringen.

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Dez 23 2017

Startschuss … Projekt Gecko II geht an den Start …

Autor: Kategorie: 0 - Geckomobil

Heute war es soweit … die erste gemeinsame Probefahrt zusammen mit Dany.

Parken am Baumarkt ist natürlich nicht so einfach … 😉 wohl dem der sich 4 Plätze gönnen kann.

Und da Dany nicht schreiend davon gerannt ist mit den  Worten „da steig ich nie mehr ein“  kann das Projekt Gecko II jetzt beginnen.

Gecko II war jetzt auch schon auf der Waage … 3500 kg vollgetankt. Das ist eine gute Basis. Bei zGG von 5,5 t bleiben mir 1000 kg für den Ausbau und weitere 1000 kg für die Zuladung. Das sollte zu schaffen sein.

Nach der 420 km Überführungsfahrt von Chemnitz hab ich den Tank wieder aufgefüllt … Gecko II braucht so knapp 9 l Diesel auf 50 km … die soll er auch kriegen schliesslich gibt es insgesamt Tanks für 240 l.

Für einen kleinen Verschränkungstest habe ich mir eine wackelige Rampe gebaut … sie hat gehalten … aber das wiederholen wir mal in echtem Gelände.

Um so richtig loszulegen ist leider das Wetter nicht so optimal, denn bevor der Ausbau beginnen kann müssen die Außenein-/anbauten wie Solarpanels, Fenster, Klappen etc. gemacht werden und das geht wegen der Dichtmasse erst wenn es mehr als 12 °C hat 🙁

Einiges ist aber auch noch am Fahrzeug zu machen das ziehe ich dann eben vor.

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Dez 19 2017

Wie klein die Welt doch ist …

Autor: Kategorie: 1 - Dust and Diesel

Da sitze ich in Russland in meinem Hotelzimmer und bekomme eine Whatsapp von einer mir unbekannten Nummer … mit einem Bild 😉

Aufgenommen von Nicole und Ralph im März 2017 im Senegal.

Es ist schön wenn man zu sehen bekommt wie mein altes Mercedes Eisenschwein tatsächlich noch da rumfährt.
Gut kein Wunder der Wagen war ja in einem Topzustand und am liebsten wäre ich im Januar 2016 wieder mit meinem W124 nach Hause gefahren.

Es ist auch schöne zu sehen, dass noch alle meine Aufkleber drauf sind …

blöd nur … da mach ich schon Werbung im Senegal … und sitz in der kalten Jahreszeit doch tatsächlich im saukalten Russland auf der Arbeit 🙁

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Nov 26 2017

Geckinchen hat ein großes Brüderchen bekommen …

Autor: Kategorie: 0 - Geckomobil

Seit gestern Abend steht mein neues Projekt auf dem Hof…
Nach langer Suche nach etwas größerem habe ich ihn endlich gefunden.

Nach einem kleinen Treffen mit meinen Freunden aus dem Sorentoforum ging es dann gestern Nachmittag auf die 400 km lange Überführungsetappe von Chemnitz nach Hause.

Nun steht er vor der Tür neben Geckinchen … da sieht Geckinchen schon ein bissel klein aus.

Der neue er wird „Gecko II“ heißen soll ja dem Geckinchen keine Konkurenz machen sondern nur eine Erweiterung der Möglichkeiten darstellen.
Für Kurztrips in Deutschland und Europa ist natürlich Geckinchen das deutlich bequemere Fahrzeug. Die elektroniklose Technik und das etwas größere Platzangebot sind vor dafür die Vorteile von Gecko II.

So nun noch ein paar Details zu Gecko II:

Das Fahrzeug ist ein Robur LO2002A aus 1978, ein Depotfahrzeug der NVA mit nicht mal 10000 km auf der Uhr.
Während der Orginal LO 2002 A einen luftgekühlten Ottomotor mit 75 PS ausgestattet ist, hat ist meiner mit einem Wassergekühlten Dieselmotor von Mercedes OM 314 V mit brachialen 86 PS. (Das Drehmoment von diesem Motor ist super … ich musste auf der gesamten Strecke Chemnitz – Langstadt auf der Autobahn nicht einmal den Gang wechseln … und da sind etliche Berge auf dem Weg)
Die optimale Reisegeschwindigkeit wenn man vor allem den Faktor „Geräuschkulisse“ betrachtet liegt bei ca. 70 km/h. Wenn man das Gaspedal durchdrückt (das geht auf den Oberschenkel) kann er auf der Ebene aber auch 85 km/h erreichen.
Es ist in dem Fahrzeug alles Handarbeit und er hat auch (noch) keine Servolenkung (nach dem Umparken auf meinem Hof denke ich aber ernsthaft an eine Nachrüstung)

Das zulässige Gesamtgewicht meines Robur’s liegt bei 5500 kg … mal sehen ob mir das reicht.

Die Kabine ist solide aufgebaut mit einem Stahlrohrrahmen und mit einer Außenbeplankung aus 15mm Siebdruckplatten.
Innen ist sie noch komplett leer und hat 3,5m Länge ca 2,1 m Breite und eine Stehhöhe von knapp 2 m.
Das Fahrzeug hat mit Kabine aber nur eine Höhe von 3,2 m, so dass einem Transport mit dem ADAC nix im Wege steht ( ist ein wichtiges Argument)

Der Innenausbau der Kabine wird also mein nächstes großes Projekt und ich hoffe ich krieg das bis zur nächsten geplanten Marokko Reise im Oktober hin.

Ich werde vom Ausbau sicher hier wieder detailliert berichten.

 

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Aug 05 2017

Mal wo ganz anders hin …

Autor: Kategorie: 0 - Geckomobil

Eigentlich hatten wir für den Sommer einen Kurztrip nach Albanien geplant …
Aber wie wir alle wissen sind Pläne zum Ändern da.
Dennoch ist es bald wieder so weit … Geckinchen darf wieder los …
Da nur eine Woche Zeit ist bleiben wir in Deutschland …
Die Route steht fest wenn man das so sagen kann …

Es geht auf dem „kürzesten“ Weg von Berlin nach Usedom.
Das Ziel soll der Weg sein, keine größeren Strassen, auf direktestem Weg.
(natürlich nur was hierzulande erlaubt ist 😉

Das wäre doch gelacht wenn ich in Brandenburg und Meckpom nicht auch
ein paar schöne Plätze finden werde auf denen man frei campen kann.

 

 

 

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Jun 01 2017

Marokko die Reise 2017 – Teil 2

Autor: Kategorie: 0 - Geckomobil

Hier kommt nun der zweite Teil vom Reisebericht von Zagora bis wieder zurück nach Hause.

Langsam gingen uns die Dirham aus und es war Sonntag. Da findet man in Marokko keine Bank die auf hat. Aber Morgen ist Montag und auf unserem geplanten Weg ins Tal der Rosen werden wir ja wohl eine Bank finden. Pech … selbst in Marokko ist der 1.Mai ein Feiertag, das hatte ich so nicht erwartet.
Aber wir wussten ja das dies kein Problem darstellen sollte, denn beim Anblick von Euro wird jeder Marokkaner zur Bank 😉
Klar den Kurs sollte man schon kennen denn die ersten Angebote sind meist schwindelerregend niedrig … aber wenn man handelt und seinem Gegenüber auch ein paar wenige Euro als Provision zugesteht wird man sich leicht einig … und den Tee gibt’s dann noch kostenlos dazu.

Vom Tal der Rosen ging es wieder über eine Piste in Richtung Dadesschlucht. Diese Strecke war dann auch wieder sehr wenig befahren und wir fanden wieder ein schönes Plätzchen um frei zu stehen mit einer tollen Aussicht.

Morgens nach dem Frühstück im Sonnenaufgang ging es dann weiter auf der Piste in die Dadesschlucht. Die Dadesschlucht ist zwar geteert aber nicht weniger eindrucksvoll.

Wir sind die Dades Schluch aber nicht zu Ende gefahren, sondern sind über eine Piste in die Todra Schlucht gewechselt.
Diese Strecke hatten wir auch vom Reiseführer der Pistenkuh … nur sind wir sie in die entgegengesetzte Richtung gefahren.
Eine herrliche Strecke mit 20 km im steinigen Qued und einer schönen Passabfahrt ins Todra Tal.

Als wir diese schon etwas anspruchsvolle Strecke um 15 Uhr nach ca. 4 Stunden Fahrt bewältigt hatten kam uns am Ende ein Paar in einem Leihwagen ( tiefer gelegter Jeep Cherokee) entgegen um die Strecke anzutreten. Ok um die Jahreszeit ist länger hell … aber wir haben auf der Strecke jeden Zentimeter Bodenfreiheit den der Isuzu bot gebraucht und rieten den beiden eigentlich ab die Strecke zu fahren … wir glauben die Frau wollte auch umdrehen … aber das männliche Alphatierchen musste die Strecke fahren.
Wir wissen nicht wieviel Schaden die beiden am Leihwagen angerichtet haben … aber wir hoffen sie haben die Strecke wenigstens vor Einbruch der Dunkelheit geschafft.

Da wir in der Todra Schlucht dann irgendwie keinen passenden Übernachtungsplatz gefunden haben sind wir in einer kleinen Auberge in Agoudal abgestiegen.

Da Dany gerne auch mal ans Meer wollte war unser grober Plan in Richtung Nordosten ans Mittelmeer zu fahren. Für heute hatten wir uns als Ziel Ifrane vorgenommen.

In einem kleinen Ort war Markt und wir haben uns erst mal gestärkt und Dany war ganz fasziniert von diesem „Viehtransport“.

Auf halber (???) Strecke nach Ifrane kamen wir in der Nähe von Ouaoumana an einem genialen See vorbei und fanden auch einen Zugang. Was sollen Pläne wenn es so schön ist … hier bleiben wir.

Am nächsten Tag wollten wir dann Strecke machen … hin zum Mittelmeer. Und dann hat es mich doch tatsächlich das erste Mal (in Marokko) erwischt … 80 als nur 60 erlaubt waren … ein Schnäppchen 300 DH bzw. 30 Eur für so ein schönes Dokument was jetzt bei mir zu Hause an der Wand hängt 😉

Ein wenig weiter auf der Strecke bei einer Kaffeepause mussten wir wieder feststellen wie klein die Welt doch ist … Treffen mit Karin und Hans die wir von unserem Dust and Diesel Trip 2015/16 kennen.

Wir kamen dann gut voran und haben zwischen Fes und Taza auch ein Stück Autobahn benutzt.
Die Strecke nach Norden zum Mittelmeer wird jedoch gerade zur vierspurigen Straße ausgebaut … das war schon echt nervig, gefühlte 60 km Baustelle im Wechsel von jeweils einem Kilometer fertige Teerstrecke und Schotterpiste.
Ich hatte eigentlich schon lange die Schnauze voll aber es war beim besten Willen kein Ausstieg von der Strecke in einsames Gebiet zu finden um zu übernachten.

Endlich bei Sidi Ali Bourakba fanden wir eine Piste die in die Berge führte. Nach kurzer Zeit auf dieser Piste fanden wir dann auch ein Plätzchen was uns genehm war.

Schnell war alles vorbereitet und Dany hat zuerst mal Kaffee gekocht. Als wir da nun so sitzen, das Tal betrachten und unseren Kaffee schlürften kann ein alter 190er die ausgefahrene Piste entlang und hielt an. Er konnte zwar kein Wort französisch aber mit Händen und Füßen machte er uns klar, dass er uns zu sich einladen würde noch ein Stück weiter den Berg hinauf und dort wäre die Aussicht auch viel schöner.
Also wir dem 190er hinterher auf der total ausgefahrenen Piste … wie der das nur schaffte? Ich war jedenfalls wieder um jeden Zentimeter Bodenfreiheit froh.
7 km weiter und 600 Höhenmeter höher im Berg kamen wir beim Hof seiner Familie an. Sofort wurden wir von der ganzen Familie herzlich empfangen … es gab Tee, frisches Fladenbrot und selbstgemachte Butter.

Nach mehreren Mahlzeiten mit der ganzen Familie sind wir am nächsten Morgen dann wieder in Richtung Mittelmeer weitergefahren.

Mit jedem Kilometer den wir dann entlang dem Mittelmeer gefahren sind mussten wir feststellen, das war wohl nix … eine schlechte Idee hierher zu fahren … nie mehr wieder.
Es gibt hier keine Möglichkeit einen schönen Stellplatz zu finden. Alles hier ist sehr dreckig oder es ist Baustelle.
Wir mussten dann doch tatsächlich auf einem Parkplatz in Qued Loud mitten in der Stadt … aber immerhin nah beim Meer übernachten. Mit viel Alkohol war das dann auch zu ertragen 😉

Was tun wir jetzt? Wir hatten ja noch fast drei Tage Zeit bis zur Fähre und die wollten wir doch am Meer verbringen.
Schnell war dann der Entschluss gefasst … wir werden es morgen am Atlantik versuchen.
Keine 200 km auf einer sehr reizvollen Strecke durchs Rifgebirge mit den Berberaffen, kamen wir südlich von Asilah am Atlantik an.

Ohne langes Suchen fanden wir eine Piste die direkt zum Meer führte. Und auf dieser Piste fanden wir einen tollen Stellplatz mit direktem Zugang zu „unserem“ endlosen Privatstrand.

Abends nach Einbruch der Dunkelheit klopft es dann unerwartet an unsere Tür. Zwei Männer vom Militär wollten unsere Pässe sehen. Es sei aber kein Problem hier zu stehen.
So hatten wir zu unserem „Privatstrand“ auch gleich noch eine „eigene Leibgarde“ die in der ganzen Nacht bis zum Sonnenaufgang abwechselnd uns und unseren Privatstrand bewachte.
Das hat uns dann auch dazu bewogen unsere letzten beiden Nächte an diesem Stellplatz zu verbringen.

Aber Montag dann war unser Urlaub leider schon wieder fast zu Ende und es ging zurück nach Tanger Med mit der Fähre nach Genua und mit ein paar Stopps bei Freunden und Familie zurück nach Hause.

Das Fazit ist in jedem Fall

  • … egal wie lange wir in Marokko sind – es ist zu kurz
  • … die Zeit bis zum nächsten Mal ist viel zu lang
  • … Nie wieder die Fähre von Genua … nur noch der Landweg über Frankreich und Spanien und in Tarifa schnell rüber.

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Mai 25 2017

Marokko 2017 die Reise – Teil 1

Autor: Kategorie: 0 - Geckomobil

Ich werde den Bericht in drei Teile aufteilen, da es sonst wahrscheinlich Winter wird bis er Online geht 😉
Teil 1 – von zu Hause bis nach Zagora
Teil 2 – von Zagora bis wieder zu Hause
Teil 3 – vielleicht ein kleines Video

 

Endlich war es soweit … die große Reise konnte beginnen.
Dany hab ich am Donnerstagnachmittag mit dem startklaren Geckomobil direkt von der Arbeit abgeholt, somit hatten wir für die 800 km bis nach Genua ausreichend Zeit. Den ersten Stopp legten wir im Badischen bei der Familie ein. Einen weiteren Stopp haben wir dann in der Nähe von Mailand auf einem Campingplatz gemacht.

Dadurch dass wir ja Frühaufsteher sind waren wir ganz vorne beim Beladen der Fähre und während noch viele auf das Boarding warteten hatten wir schon unsere Kabine und konnten entspannt zuschauen.

Der Plan war ja entspannt und erholt in Marokko anzukommen … ohne Risiko in Frankreich mit einer Fahrzeugpanne steckenzubleiben J (insider). Allerdings werde ich beim nächsten mal wieder den Landweg über Frankreich und Spanien nehmen, denn die laute enge Fähre war nur mit viel Alkohol zu ertragen 😉

Als wir am späten Montagabend dann endlich in Tanger Med angekommen sind, ergab sich wieder ein Nachteil der Langstreckenfähre … auf ein paar wenige Zöllner stürzten sich plötzlich Massen von drängelnden marokkanischer Urlaubsheimkehrer mit extremst beladenen Dachständern.
Naja ich bin beim Drängeln zwar nicht zimperlich … aber das war dann selbst für mich eine Spur zu hart und wir brauchten volle 2 Stunden bis wir beim Zoll waren.
Allerdings hatten wir da sehr viel Glück denn als Dany gefragt wurde ob wir Waffen mitführen fand sie das so absurd, dass sie lauthals zu lachen begann. Ganz schlechte Idee das beim Zoll zu machen. Wenn der Zöllner nicht sehr viel Spass verstanden hätte (muss er wohl), hätte das leicht ein zerlegen unseres Geckomobils bedeutet.

Aber auch beim Abschluss der Versicherung (Marokko ist bei mir nicht mit drin) haben wir wieder über eine Stunde gewartet, weil mein Inderschlangevormirsteher mal schnell die Versicherung für eine Motorradtruppe aus Italien mit 20 ! Fahrzeugen versichern wollte.

Es war dann mittlerweile dunkle Nacht und unser Ziel war ja so schnell wie möglich nach Midelt zu kommen … also ab auf die Autobahn.
Als ich nach 15 Minuten Fahrt auf der Autobahn bereits fast 3 Fastunfälle mit überdieautobahnhuschenden dunkel gekleideten Personen und nicht beleuchteten langsamstfahrenden LKW’s hatte war mir klar … Nachts ist einfach zu gefährlich wenn man keine zusätzliche Beleuchtung am Fahrzeug hat. Also Schlafplatzsuche.
Den fanden wir dann auf der Autobahnraststätte bei Asilah. Wir haben uns dann zwischen ein paar LKW gestellt, aber als wir kurze Zeit später dann schon im Bett lagen klopfte es an der Tür und der Parkplatzwächter machte uns klar dass wir doch lieber in den deutlich ruhigeren PKW-Bereich umparken sollten. Also kurzerhand mit Dany im Bett der Kabine gegen die Fahrtrichtung zurück zum PKW Parkplatz.

Am Dienstagmorgen sind wir dann nach dem Frühstück losgefahren, haben die Autobahn dann schnell verlassen und sind über Meknes in Richtung Midelt gefahren. Bei Rich wollten wir dem Streckenvorschlag von Uwe und Sabine bis nach Merzouga folgen.
Bis zum Abend hatten wir dann auch den Einstieg der Strecke in Rich erreicht und die Straßen wurden enger und die Gegend einsamer. Zeit für die Stellplatzsuche. Also sind wir die nächstbeste Piste rechts abgebogen und kamen an ein Qued das uns gefallen hat und haben das Geckinchen geparkt … die drei jugendlichen Marokkaner auf dem Fahrrad hätten uns jedoch stutzig machen sollen 😉

Unbeirrt hat Dany das Schnellschnellabendessen vorbereitet während die drei Jugendlichen angefangen haben zu betteln. Ok dursten muss bei mir niemand und ich gab ihnen eine Flasche Wasser. Falsche Entscheidung … denn bis wir unser Essen (natürlich mit einem schönen Glas Wein) vertilgt hatten waren schon mehr als 10 Jugendliche um unser Geckomobil versammelt … sämtliche Versuche si zu ignorieren schlugen fehl und als es schliesslich fast 20 waren gaben wir auf und machten Geckinchen wieder startklar … wir wollten uns einen besseren Platz suchen.
Als wir dann aus dem Qued rausfahren wollten haben sie ihre Fahrräder vor uns auf die Piste geschmissen … ich dachte das sollte für den Isuzu kein Problem darstellen und rollte langsam weiter … 😉 ich musste keines der Fahrräder überrollen … die können auch schnell wieder weg sein.
Ein paar Kilometer weiter fanden wir dann doch noch einen ruhigen einsamen Stellplatz in einer wunderschönen Kulisse für ein tolles Sonnenaufgangsfrühstück am nächsten Tag.

Morgens ging es dann über die traumhaft schöne Route durch den Atlas in Richtung Merzouga.

Am frühen Nachmittag kamen wir dann in Merzouga an und haben uns erst mal was zu Essen gegönnt, aber irgendwie wollten wir an dem Tag noch mehr und haben uns den Rundkurs südlich von Merzouga von der Pistenkuh in entgegengesetzter Richtung vorgenommen.
Außerdem sollte mich das ein wenig auf das Offroad fahren mit der Kabine einstimmen.
Ziemlich schnell musste ich lernen dass die Geschwindigkeit in solchen Strecken nicht annähernd mit „Sorentospeed“ gefahren werden konnte. Bei einigen Zwischenstopps wurde ich durch einen kurzen Blick in die Kabine durch das Chaos überzeugt.
Trotz unserer vorbereiteten Fiches war die Kontrolle am Millitärposten etwas langwierig und dauerte fast eine halbe Stunde. Allerdings haben uns die Militärs die Wartezeit mit Tee, leckeren Plätzchen und netter Unterhaltung versüßt (ist euch sowas in Deutschland schon mal passiert 😉 mir noch nicht ansatzweise).
Weil die Dämmerung langsam einsetzte suchten wir uns ein paar Kilometer weiter wieder einen schönen Stellplatz für die Nacht mit Potential für ein weiteres Sonnenaufgangsfrühstück.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen hatten wir nur noch zwei Stunden zurück nach Merzouga zu fahren. Vor unserem längeren Wüstentrip Merzouga – Zagora wollten wir noch mal Wasser und Diesel auffüllen und einen ruhigen Tag am Campingplatz mit Duschen verbringen.
Das machten wir dann am Campingplatz „Les Pyramides“ den wir super fanden und jederzeit wieder anfahren werden. Er hat Stellplätze direkt an den Dünen ohne dass diese durch eine Mauer abgetrennt sind.

Für den Abend haben wir uns ein leckeres Couscous zubereiten lassen. Dank Danys Falttupperschüsseln konnten wir das übriggebliebene Essen für die nächsten Tage sichern 😉

Am nächsten Morgen sollte es dann spannend werden. Die große Tour mit den Tracks von der Pistenkuh stand an. Wie jeden Morgen um ungefähr halb neun, nach einem gemütlichen Sonnenaufgangsfrühstück, starteten wir diese 280 km lange Tour mit über 200 Pistenkilometern. Die Strecke ist mit drei Tagen angegeben in unserer Planung haben wir aber bis zu 5 Tagen eingeplant.
Nach dem Einstieg auf die Piste kamen wir wegen meiner kabineschonender Fahrweise und recht holpriger Piste langsam aber stetig vorwärts.
Da es sich die letzten Tage gezeigt hatte, dass man die Uhr nach dem Sandsturm stellen kann und der immer ab 14 Uhr anfing waren wir gespannt wie weit wir am ersten Tag kommen würden.
Vor dem Weichsandfeld mit Fechfech nach einem kleinen Ort namens Remlia hatten wir beide einen gesunden Respekt … ich will sogar sagen ein wenig Schiss hatte ich auch.
Wie oft würden wir wohl steckenbleiben? Schaufeln müssen? Mit so einer schweren Kiste war ich ja noch nie im Sand und den Luftdruck hatte ich wegen der Last auf der Ladefläche auch nur moderat nach unten angepasst.
Gegen Mittag kamen wir dann auch dort an und waren uns einig dass wir da noch durchwollten bevor wir ruhig schlafen konnten.
Die Durchfahrt lief eigentlich ganz gut und wir hatten jede Menge Spaß, bis plötzlich der Sandsturm mitten im Weichsandfeld aufkam. Eine Weiterfahrt war jetzt nur noch in kurzen Etappen möglich wenn der Wind kurzzeitig nachließ und wir dann wieder mehr als 5 Meter weit sehen konnten.
Schließlich hatten wir das auch geschafft ohne einmal schaufeln zu müssen und wir machten uns auf Stellplatzsuche.
Wieder eine Location die traumhaft schön war … vielleicht suboptimal bezüglich des Sandsturmes weil es eine kleine Hochebene zwischen zwei Hügeln war 😉 aber was soll’s.

Nach dem Abendessen wurde der Himmel vom Sand doch ganz schön dunkel und der Wind rüttelte ordentlich an unserer Kabine.

Dany war schon etwas mulmig und mein „die Kabine fliegt nicht um“ konnte sie nicht wirklich dazu bringen sich zu entspannen. Als dann in der Abenddämmerung noch ein Einheimischer bei uns vorfuhr und etwas von „viel zu gefährlich wegen dem Sturm hier zu bleiben“ und „Campingplatz im nächsten Dorf nur 4 km“ sagte musste ich etwas genervt von der „Fremdbestimmung“ Geckinchen wieder abbauen und dem Einheimischen mit einem alten Defender hinterherfahren.
Das war schon recht anspruchsvoll in der Dämmerung mit Sandsturm einem Einheimischen mit Defender hinterherzufahren … und außerdem wollte ich das ja auch gar nicht L.
Als wir dann nach einer gefühlten Ewigkeit zwar noch kein Dorf sahen aber einen Campingplatz mit Mauern bin ich dann auch einfach abgebogen. Der Campingplatz war zwar verlassen aber bot genügend Windschutz. Das hat dem Einheimischen, der als er bemerkte dass wir nicht mehr hinter ihm waren umdrehte und zu uns kam, zwar nicht gepasst (vermutlich gehörte der Campingplatz im Dorf seinem Bruder oder so) aber das war mir egal „hier bleiben wir“  😉 und ich kann ja eh kein Französisch.

Eine Stunde später kam dann Ali im Sandsturm mit seinem Mofa angefahren (der Defenderfahrer hatte ihm wohl Bescheid gegeben dass Kundschaft da ist) und hat uns einen Tee gekocht und uns die „sanitären“ Einrichtungen des Campingplatzes gezeigt. Er hätte uns auch noch eine Tajine gemacht, aber wir hatten ja schon gegessen.

Am nächsten Morgen hat uns Ali dann noch einmal Tee gekocht. Weil Ali so nett war haben wir ihm auch noch ein paar unserer „Einwegkleidung“ gegeben (hat ihn sehr gefreut).

„Einwegkleidung“ das muss ich wohl erklären 😉
Da wir nicht so oft waschen wollten und wir wissen, dass sie hier sehr gerne Kleidung nehmen haben wir viel gute Kleidung vor dem Lumpentod in deutschen Altkleidersammlungen bewahrt und mitgenommen. Wir haben sie dann einmal getragen und danach verschenkt.

Auf der Piste in einer traumhaft schönen Landschaft ging es dann weiter Richtung Zagora.

Nach einer Militärkontrolle haben wir dann am frühen Nachmittag nach einem lauschigen Plätzchen gesucht … wohl wissend dass der Sandsturm bald wieder loslegen würde. Nah bei einer kleinen Gruppe Palmen haben wir dann einen Platz gefunden.

Wir waren schön am relaxen und lesen als urplötzlich scheinbar aus dem Nichts ein Nomade auftauchte mit einer Kanne Tee und den dazugehörigen Gläsern. Also wurde erst mal ein Minzetee auf gute Nachbarschaft getrunken. Danach verschwand er wieder auf die gleiche wundersame Weise.
Als wir später nach dem Abendessen in der Kabine waren klopft es ans Fenster. Ein anderer Nomade war auf einem Esel daher geritten … natürlich wieder mit einer Teekanne und Gläsern. Noch bevor wir den Tee eingießen konnten macht sich sein Esel aus dem Staub und er natürlich hinterher … Als er ihn dann eingeholt hatte dachte ich er kommt wieder zurück … aber nein er verschwindet samt Esel in eine ganz andere Richtung. Wir waren überrascht weil ja sein Tee samt Gläsern noch bei uns waren. Naja dachten wir der wird schon wiederkommen und machten erst mal Teatime.
Selbst nach Einbruch der Dunkelheit kam er nicht zurück und wir überlegten wie wir die „geborgten“ Utensilien wieder an den richtigen Mann brachten.
Selbst am nächsten Morgen bis zu unserem traumhaften Sonnenaufgangsfrühstück war er noch nicht zurück.

Wir beschlossen alles nebst ein paar Hemden in einen Stoffbeutel zu packen doch gerade in dem Moment als wir den Beutel an die Palmen hängen wollten kam der alte Nomade wieder auf seinem Esel angeritten. Danach konnten wir auf die dritte Etappe unserer Tour nach Zagora gehen.
Es war eigentlich jetzt schon klar, dass wir die Tour wirklich in drei Tagen locker schaffen.

In Zagora am Campingplatz Oasis angekommen bekamen wir einen kleinen aber schönen Stellplatz zugewiesen. Allerdings war auf dem Campingplatz alles wieder so eng und laut, so dass wir beschlossen uns morgen wieder so schnell wie möglich vom Acker zu machen.

Bei einem Spaziergang über den kleinen Campingplatz trauen wir unseren Augen nicht als wir plötzlich Christian sehen den wir von der Dust and Diesel kennen. Er war mit einer kleinen Gruppe da.
Davon dass die Welt wirklich ein kleines Dorf ist waren wir dann auf jeden Fall überzeugt als dann später auch noch Klaus (ein Motorradfahrer den wir von der Fähre kannten) sein Zelt neben uns aufschlägt … das musste natürlich erst mal gefeiert werden.

 


So das war nun der erste Teil meines Reiseberichtes … Teil 2 folgt so schnell wie es mir möglich ist.

 

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